Die ARD hat ihre Audio-Plattform umbenannt: Aus der bisherigen ARD Audiothek ist am 9. März 2026 „ARD Sounds“ geworden. Mit dem Update der bestehenden App startet zugleich eine technische und inhaltliche Weiterentwicklung des gemeinsamen Audioangebots der öffentlich-rechtlichen Sender.
Wie im Dezember 2025 bereits angekündigt, soll ARD Sounds künftig die zentrale Plattform für alle Audioinhalte der ARD werden. Neben Livestreams der mehr als 40 Radioprogramme bündelt der Dienst Podcasts, Sendungen zum Nachhören sowie Sportübertragungen. Die Angebote der einzelnen Landesrundfunkanstalten werden damit stärker unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt. Die Integration der Radioprogramme erfolgt schrittweise in den kommenden Monaten.
Für bisherige Nutzer der ARD Audiothek ändert sich zunächst wenig: Inhalte, Abonnements und persönliche Einstellungen bleiben erhalten. Die Umstellung erfolgt über ein reguläres App-Update, neue Funktionen sollen nach und nach ergänzt werden. Langfristig sollen auch eigenständige Sender-Apps in die Plattform integriert werden.
Die Plattform ist als App für Smartphones und Tablets verfügbar und lässt sich auch über Webbrowser nutzen. Darüber hinaus unterstützt ARD Sounds verschiedene weitere Ausspielwege, etwa über Android Auto und Apple CarPlay im Auto sowie über Smart Speaker, Sprachassistenten und HbbTV-fähige Smart-TVs. Auch Sprachsteuerung über Amazon Alexa oder den Google Assistant ist vorgesehen.
Die Verantwortung für ARD Sounds liegt gemeinschaftlich bei den Landesrundfunkanstalten. Federführend für das Telemedienangebot ist der Südwestrundfunk, der unter anderem das Programm-Management und die Gestaltung der Startseite koordiniert. Der Westdeutscher Rundfunk verantwortet die Distribution der Inhalte, während der Rundfunk Berlin‑Brandenburg die ARD-Podcast-Unit betreibt. Die technische Infrastruktur wird von der Gemeinschaftseinrichtung ARD Online entwickelt und betrieben.
Inhaltlich ist ARD Sounds in mehrere Bereiche gegliedert. Die Startseite bündelt redaktionelle Empfehlungen, thematische Sammlungen und besonders häufig gehörte Beiträge. Über den Bereich „Meins“ greifen Nutzer auf persönliche Inhalte wie abonnierte Podcasts, Merkliste oder Playlists zu. Weitere Rubriken sind unter anderem „Podcasts“ mit nach Themen sortierten Formaten sowie „Radio“, wo die einzelnen Sender mit ihren Livestreams und On-Demand-Inhalten aufgeführt sind. Eine Suchfunktion ermöglicht das gezielte Auffinden einzelner Sendungen oder Beiträge.
Die Verfügbarkeit einzelner Inhalte ist dabei begrenzt. Grundlage ist der von den Bundesländern beschlossene Medienstaatsvertrag, der für unterschiedliche Programmarten bestimmte Online-Verweildauern festlegt. Je nach Inhalt können Beiträge nur wenige Tage oder mehrere Monate abrufbar sein; zusätzlich können Lizenzrechte die Verfügbarkeit einschränken.

Mit der Bündelung verfolgt die ARD das Ziel, ihre Audioangebote angesichts veränderter Nutzungsgewohnheiten stärker zu zentralisieren. Radio-Livestreams, Podcasts und On-Demand-Inhalte sollen so auf einer Plattform auffindbar sein, unabhängig davon, ob sie über Smartphone, Web, Smart-TV, Sprachassistenten oder im Auto genutzt werden.
Update vom 16.03.2026
Öffentlich-rechtliches Hör-Universum in einer App: ARD Sounds erfolgreich gestartet
Seit dem 9. März ist die neue Audio-App ARD Sounds verfügbar – und bereits auf 5,6 Millionen Endgeräten in der ganzen Welt angekommen. Zusätzlich greifen schon jetzt monatlich drei Millionen Nutzerinnen und Nutzer per Sprachsteuerung auf ARD Sounds zu. Damit löst ARD Sounds offiziell die ARD Audiothek ab, als gemeinsame Audio-Plattform aller Landesrundfunkanstalten. Der neue Name und das neue Design stehen für ein noch besseres Hörangebot mit optimaler Auffindbarkeit, nach dem Motto: „Der Playbutton für deinen Tag.“

Jan Weyrauch, Programmdirektor Radio Bremen und Vorsitzender der ARD-Audioprogrammkonferenz: „Mit ARD Sounds wird die Zukunft von Audio greifbar. Unsere Hörerinnen und Hörer haben jetzt über eine einzige App Zugang zu allem, was sie an unserem Audio-Portfolio lieben und was sie durch den Tag begleitet: die besten Hosts aus den Live-Programmen, die geballte Podcasts-Power, top aktuelle Themen, große Sportevents und ein Soundtrack für den ganzen Tag.“
Umstieg einfach und nutzerfreundlich
Die ARD-Sounds-App steht in allen Appstores sowie über www.ardsounds.de/apps zum kostenfreien Download bereit. Wer bislang die ARD Audiothek genutzt hat, muss lediglich das Update installieren. Gewohnte Inhalte, persönlich gespeicherte Einstellungen und gemerkte Podcasts bleiben vollständig erhalten. Neue Funktionen kommen nach und nach hinzu.
Die App ist für eine komfortable Nutzung auf allen gängigen Endgeräten optimiert. Bei der Verwendung mehrerer Geräte gewährleistet das ARD-Konto eine übergreifende Synchronisation von Favoriten, Playlists und Hörverlauf.
Kai Gniffke, Intendant der federführenden Anstalt SWR: „Mit ARD Sounds können die Menschen unsere Audioangebote auf allen Geräten weitgehend barrierefrei nutzen, ohne auf internationale Streaming-Plattformen angewiesen zu sein.“
Schrittweiser App-Umzug von mehr als vierzig Programmen
Wer seinen Lieblingssender bisher über eine eigene App gehört hat, findet künftig eine neue Heimat in ARD Sounds. Dafür werden in den kommenden Wochen mehr als vierzig Hörfunkprogramme schrittweise in die neue App integriert. Deren Fans werden benachrichtigt, wenn der Wechsel ansteht. Eine an den Lieblingssender angepasste Begrüßung ermöglicht es, den gewohnten Radiosender direkt als Start-Favorit zu hinterlegen und einfach in der neuen App weiterzuhören. Vertraute Stimmen und regionale Inhalte bleiben so auch über ARD Sounds jederzeit und überall abrufbar.
Bertram Gugel, Leiter Geschäftsfeld Plattformen der ARD Tech-Unit: „ARD Sounds macht unser Online-Audioangebot zukunftsfähig. Neben exklusiven Inhalten finden die Nutzenden hier alle Radiowellen der ARD zentral an einer Stelle und können durch umfassende Personalisierungsmöglichkeiten ihre ganz eigene Erfahrung schaffen. Die Basis dafür bildet eine gemeinsame Infrastruktur, mit der wir hervorragend für die Zukunft der Audionutzung aufgestellt sind.“
ARD Sounds & Partner
Bereits jetzt sind Programme des Deutschlandradios Teil des Angebots von ARD Sounds. Bald kommen auch Podcasts des ZDF dazu, etwa „Lanz & Precht“ und „Terra X“. ARD Sounds verfügt damit über ein umfassendes Portfolio öffentlich-rechtlicher Audioinhalte, gebündelt an einem Ort, und ist perspektivisch offen für weitere Partnerschaften.
Über ARD Sounds
ARD Sounds ist die gemeinsame Plattform der Landesrundfunkanstalten für öffentlich-rechtlichen Content zum Hören – vom Lieblings-Radioprogramm über Podcasts bis hin zu exklusiven Hörspielen und Live-Sport. Als „Playbutton für den Tag“ ist ARD Sounds auf allen Endgeräten überall dabei, intuitiv und seamless auf Sprachassistenten, im Autoradio und Smartphones. Jetzt downloaden für Android und iOS.
Weitere Informationen:
www.ardsounds.de










