Nach mehr als drei Jahrzehnten unter dem Namen „Lokalrundfunktage“ wird das jährliche Branchentreffen der lokalen Radio- und Fernsehveranstalter künftig unter einem neuen Titel stattfinden. Wie die Veranstalter mitteilen, wird die Veranstaltung ab 2026 unter dem Namen Lokalmedientage geführt.
Mit der Umbenennung reagieren die Organisatoren auf den Wandel der lokalen Medienlandschaft. Die Branche definiere sich längst nicht mehr ausschließlich über klassische Radio- und TV-Ausstrahlung, sondern über eine Vielzahl digitaler Ausspielwege. Ziel sei es, künftig stärker die gesamte Bandbreite lokaler Medienangebote abzubilden.
Nach Angaben der Veranstalter soll der neue Name dem veränderten Selbstverständnis vieler Anbieter Rechnung tragen. Lokale Medienhäuser entwickeln sich zunehmend zu plattformübergreifenden Content-Anbietern. Inhalte werden nicht mehr nur „on air“ verbreitet, sondern etwa auch über Podcasts, Social-Video-Plattformen oder digitale Feeds. Erfolgreicher Journalismus entstehe dort, wo die Zielgruppen erreicht werden – unabhängig vom Ausspielkanal.
Die Lokalmedientage 2026 finden am 24. und 25. Juni in Nürnberg statt. Das Treffen gilt als eines der wichtigsten Branchenevents für den lokalen Rundfunk in Deutschland und dient seit Jahren als Plattform für Austausch, Diskussion und Weiterbildung.
Parallel dazu läuft derzeit die Einreichungsphase für den BLM-Medienpreis 2026. Medienschaffende aus dem lokalen Rundfunk in Bayern können ihre Beiträge noch bis 6. März einreichen. Gesucht werden unter anderem herausragende Moderationen, Serien, Sendungen sowie Online-Formate.
Im Mittelpunkt der Auszeichnung stehen journalistische Arbeiten mit klarer lokaler Relevanz. Weitere Informationen zur Ausschreibung stellt die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) auf ihrer Website bereit.
Quelle: MEDIENTAGE MÜNCHEN / Medien.Bayern / BLM









