Warum DOMRADIO nach 25 Jahren von „Sie“ auf „Du“ umsteigt

(Bild: © DOMRADIO)
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DOMRADIO hat zum ersten Advent eine grundlegende Änderung im Programm durchgeführt: Nach 25 Jahren verabschiedet sich der Sender vom formellen „Sie“ und spricht seine Hörerinnen und Hörer künftig mit „Du“ und „Ihr“ an. 

Chefredakteur Renardo Schlegelmilch erklärt den Schritt als bewusste, inhaltlich begründete Entscheidung: „Respekt und Höflichkeit stehen für uns immer noch im Vordergrund, nur sind wir überzeugt, dass in der heutigen Zeit eine direkte und persönliche Ansprache, die die Menschen aus ihrem Alltag kennen, auch für ein katholisches Medium angemessen ist.“

Renardo Schlegelmilch (Bild: © DOMRADIO)
Renardo Schlegelmilch (Bild: © DOMRADIO)

Bezug zur kirchlichen Tradition

Schlegelmilch verweist zudem auf Parallelen innerhalb der Kirche. Das „liturgische Du“ sei seit jeher fester Bestandteil des Gottesdienstes: „Nicht ohne Grund wird dort das sogenannte liturgische Du verwendet.“ Auch prominente Kirchenvertreter würden vielfach selbstverständlich beim Vornamen genannt.

Mehr Nähe im Programmalltag

Radio sei ein emotionales Medium, das von Nähe lebe, betont der Chefredakteur. Das neue „Du“ soll diese Haltung stärker transportieren: „Unsere Moderatorinnen und Moderatoren sprechen direkt und ungestelzt zu einem Menschen, der uns kennt, mag und wertschätzt – nicht zu einer anonymen und grauen Masse irgendwo am Lautsprecher.“

Mit dem Schritt wolle DOMRADIO die Frohe Botschaft „ganz im Sinne Jesu Christi“ vermitteln und die Menschen unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation erreichen.
Der neue Ton im Programm ist klar: „Schön, dass Ihr da seid!“ – Dies ist aber auch nur der Vorbote eines großen Relaunchs des Senders, der für Februar 2026 geplant ist.

Quelle: DOMRADIO

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