rbb24 Inforadio feiert heute 30. Geburtstag

Seit dem 28. August 1995 ist rbb24 Inforadio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) der verlässliche Begleiter für alle an Nachrichten interessierten Menschen in Berlin und Brandenburg. Nun feiert der Sender seinen 30. Geburtstag mit verschiedenen Highlights. Im Radio wird das Jubiläum mit der Programmaktion „30 Jahre – 30 Momente“ gewürdigt. Darüber hinaus können Hörerinnen und Hörer am 15. September auch live mitfeiern: Drei Podcasts, darunter „Berlin Code“ mit Linda Zervakis, werden vor Publikum aufgezeichnet. In der gemeinsamen Sendung der ARD-Infowellen „Mitreden! Deutschland diskutiert“ können die Zuschauerinnen und Zuschauer im Studio 14, der rbb Dachlounge, mitdiskutieren.

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„Wir lieben das Warum“: rbb24 Inforadio feiert 30. Geburtstag

Ulrike Demmer, rbb-Intendantin: „rbb24 Inforadio steht für verlässliche, präzise und aktuelle Information aus Brandenburg, Berlin, Deutschland und der Welt. Als Informationsprogramm erfüllt es den zentralen öffentlich-rechtlichen Auftrag, Orientierung zu geben in einer immer komplexeren Welt. Ich danke allen Mitarbeitenden, die mit journalistischer Exzellenz und großem Engagement täglich an diesem Angebot arbeiten.“

Ulrike Demmer 2023 (Bild: © rbb / Thomas Ernst)
Ulrike Demmer 2023 (Bild: © rbb / Thomas Ernst)

Katrin Günther, geschäftsführende rbb-Programmdirektorin: „Ich freue mich sehr, dass rbb24 Inforadio Hörerinnen und Hörer bereits seit 30 Jahren bestens informiert, und gratuliere dem gesamten Team. Die neuesten Zahlen der Media-Analyse (ma) Audio 2025/II zeigen, wie erfolgreich rbb24 Inforadio heute ist: In der Gesamtregion erreicht das Programm mehr als 300.000 Hörerinnen und Hörer am Tag und ist in Berlin damit auf Platz 3 unter den Radiosendern. Weiter so!“

Katrin Günther wird Programmdirektorin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (Bild: rbb)
Katrin Günther wird Programmdirektorin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (Bild: rbb)

Bastian Sorge, kommissarischer Programmchef rbb24 Inforadio: „Das Weltgeschehen macht keine Pause. Für die Kolleginnen und Kollegen heißt das Tag für Tag seit 30 Jahren: beobachten und hinterfragen, erklären und einordnen. Von früh morgens bis spät nachts stellen sie die Frage nach dem Warum und machen rbb24 Inforadio so zum Radio für Neugierige.“

Programmaktion „30 Jahre – 30 Momente“ im Radio

Vom 28. August bis zum 26. September sendet rbb24 Inforadio die Programmaktion „30 Jahre – 30 Momente“. Interessierte können an jedem Tag Collagen von besonderen Radiomomenten, Beiträge, Reportagen und Interviews aus dem Archiv hören. Dazu zählen große und kleine Geschichten, die in den letzten 30 Jahren für rbb24 Inforadio und Berlin und Brandenburg eine Rolle gespielt haben, wie die Oderflut, der Flughafen Berlin-Brandenburg oder die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land.

Events live vor Publikum

Am 15. September werden im Studio 14, der rbb Dachlounge, drei Podcasts live vor Publikum aufgenommen. Linda Zervakis diskutiert in ihrem Podcast „Berlin Code“ um 17.30 Uhr mit dem Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Markus Preiß, über die Geschehnisse der Woche. Christoph Schrag und Hendrik Schröder liefern sich ihr wöchentliches Podcast-Duell in „7 Tage wach“ um 16.30 Uhr auf der Bühne. Und Nadine Kreuzahler spricht im Bücher-Podcast des rbb „Orte und Worte“ um 15.30 Uhr mit Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki live vor Publikum über ganz persönliche Themen, ihr aktuelles Buch, das Schreiben und die kreative Arbeit.

Stephanie Pieper, kommissarische rbb-Chefredakteurin: „Podcasts gehören heute zur DNA von rbb24 Inforadio, zu finden in unserer App. Unsere Leidenschaft für Hintergründe und fürs Erzählen informativer und spannender Geschichten bringen wir damit zu allen, die selbst entscheiden, was sie wann hören wollen. Jetzt kommen die unverwechselbaren Podcast-Stimmen mit ihren Hörerinnen und Hörern in Kontakt – live auf der Bühne.“

Stephanie Pieper (Bild: ©rbb/privat)
Stephanie Pieper (Bild: ©rbb/privat)

Wer Fragen zu einem aktuellen politischen Thema stellen und mitdebattieren möchte, kann bei der gemeinsamen Talk-Sendung der ARD-Infowellen „Mitreden! Deutschland diskutiert“ am 15. September um 20.15 Uhr im Studio 14, der rbb Dachlounge, dabei sein. Die rbb24 Inforadio-Morgen-Moderatoren Christoph Kober und Angela Ulrich freuen sich auf die Diskussion zum Thema „Feindbilder und Filterblase – Wo ist unsere Toleranz?“. Normalerweise rufen Interessierte in der Sendung an, in dieser besonderen Ausgabe kommt das Live-Publikum zu Wort. Die Sendung wird auch auf dem Youtube-Kanal der Tagesschau gestreamt.

Veranstaltungsort: Studio 14, die rbb Dachlounge im 14. Stock des Fernsehzentrums im rbb, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin


Interview mit Bastian Sorge, kommissarischer Programmchef rbb24 Inforadio

Bastian Sorge (Bild: © rbb / Gundula Krause)
Bastian Sorge (Bild: © rbb / Gundula Krause)
Bastian Sorge (39) volontierte bei der Regiocast in Kiel. Zunächst arbeitete er als Reporter für den NDR, dann als Chef vom Dienst und Nachrichtenredakteur für den SWR in Baden-Baden. 2017 wurde er Referent in der rbb-Chefredaktion. Seit 2020 ist Bastian Sorge Redaktionsleiter für Multimediale Nachrichten im rbb24 Inforadio und leitet den aktuellen Teil des Crossmedialen Newscenters des rbb. Derzeit ist er zudem kommissarischer Programmchef von rbb24 Inforadio.

Herr Sorge: 30 Jahre rbb24 Inforadio, wie kam es zu der Gründung vor 30 Jahren?

Ein öffentlich-rechtliches Informationsradio in der Region wollte zuerst SFB-Intendant Günther von Lojewski, das hat er schon gleich nach der Wende gesagt. Am 28. August 1995 startete das Programm dann als Kooperation zweier Sender, also von SFB (Sender Freies Berlin) und ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg). Die Fusion zum rbb 2003 war im Inforadio praktisch vorweggenommen. Auch in Sachen Digitalisierung war Inforadio schon zum Start anderen um Jahre voraus – bei uns lief nie eine Bandmaschine. Und was noch heute rbb24 Inforadio-DNA ist, galt von der ersten Sendeminute an: Nachrichten im 20-Minuten-Takt für den schnellstmöglichen Überblick über alles Wichtige, dazu der breite Blick von der Region bis ins Ausland inklusive Sport, Wirtschaft und Kultur.

Wie hat sich der Radiosender seitdem weiterentwickelt?

Vor allem sind wir heute weit mehr als ein Radiosender. Natürlich: Seit 30 Jahren machen wir erfolgreiches, regionales und aktuelles Radio, sind inzwischen die zweiterfolgreichste Infowelle der ARD und eines der relevantesten Nachrichtenmedien in unserer Region.

Aber rbb24 Inforadio ist eben auch schon eine ganze Weile digital erfolgreich: Mit unserer App und im Web stellen wir nicht nur die Highlights aus unserem Radioprogramm aufbereitet zur Verfügung, sondern bieten vor allem leichten Zugang zu unseren Podcasts. Letztere sind, denke ich, die bedeutendste Weiterentwicklung der vergangenen Jahre: Audio, das man jederzeit und überall hören kann, wird stark nachgefragt und ermöglicht es uns, unsere Expertise voll auszuschöpfen: einordnen, nachfragen, recherchieren und so aufbereiten, dass man gern zuhört – ob als diskursiver Newspodcast wie bei „7 Tage wach“, hinter den Kulissen der Geheimdienstarbeit wie bei „Dark Matters“ oder als konzentrierter Blick auf internationale Themen mit „Welt.Macht.China“ und „In Polen“, um nur einige zu nennen.

Was waren Highlights der letzten 30 Jahre?

Zu den Eigenarten des aktuellen Nachrichtenjournalismus gehört es, dass das Interesse an unserem Programm immer dann besonders groß ist, wenn schreckliche Dinge passieren. Ereignisse wie die Oderflut 1997, der Anschlag auf dem Breitscheidplatz oder auch die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben uns menschlich und journalistisch gefordert. Der Begriff Highlight ist daher sicher nicht ganz treffend. Aber unser Programm besteht ja nicht nur aus düsterer Weltlage. Zum Beispiel ist uns in Erinnerung geblieben, wie Hertha 1999 in der Champions League den FC Barcelona im Olympiastadion empfangen hat – und es so neblig war, dass unser Reporter das erste Tor gar nicht sehen konnte. Oder als 2004 das New Yorker MoMA in Berlin war und die Leute hier nicht für den Club, sondern für Hochkultur angestanden haben. Besonders gern erinnern wir uns auch an eine ganz besondere wohlklingende Reportage aus dem Jahr 2008, in der unsere Reporterin einen Kuh-Stylisten und sein Model begleitet hat. Diese und weitere Archiv-Perlen kann man übrigens diesen Sommer bei uns im rbb24 Inforadio auch wieder hören und über unsere App abrufen: „30 Jahre – 30 Momente“ heißt unsere Programmaktion. Wir spielen ab unserem Geburtstag am 28. August einen Monat lang jeden Tag Collagen von besonderen Radiomomenten aus 30 Jahren rbb24 Inforadio und sprechen mit Menschen, die dabei waren.

Können Hörerinnen und Hörer denn auch mitfeiern?

Ja, neben den Radiomomenten, die sie 30 Tage lang im Programm hören können, gibt es am 15. September auch die Möglichkeit, dabei zu sein, wenn wir Radio beziehungsweise Podcasts machen. An dem Tag zeichnen wir vor Publikum in der rbb-Dachlounge im 14. Stock des rbb-Fernsehzentrums drei Podcasts auf: Den Literaturpodcast „Orte und Worte“, Andrea Sawatzki wird hier zu Gast sein, unseren Newspodcast „7 Tage wach – die Woche mit Schrag und Schröder“ und „Berlin Code“, in dem Linda Zervakis und ARD-Hauptstadtstudioleiter Markus Preiß bundespolitische Themen diskutieren. Abends findet unsere politische ARD-Call-In-Sendung „Mitreden! Deutschland diskutiert“ vor Publikum statt. Zum Thema „Feindbilder und Filterblase – wo ist unsere Toleranz?“ interessiert uns die Meinung von Hörerinnen und Hörern, diesmal aber nicht per Telefon, sondern live vor Ort. Zu beiden Events kann man sich auf rbb24Inforadio.de anmelden.

Was macht rbb24 Inforadio für Sie heute aus?

Zuallererst unser Team, das aus Kolleginnen und Kollegen ganz unterschiedlicher Professionen besteht, die diesen Sender ausmachen und am Laufen halten: vom Sound-Layout über Assistenz, Verwaltung und Programmservice bis hin natürlich zu unseren Journalistinnen und Journalisten vor und hinter dem Mikrofon, im Studio, am Nachrichtentisch und vor Ort. An unserem Radioprogramm und den dazugehörigen Angeboten arbeiten wir neugierig, kritisch, analytisch und leidenschaftlich zusammen – und das rund um die Uhr. Da braucht es einen bestimmten Schlag von aktualitäts-verrückten Menschen – und hier mittendrin zu sein, ist toll!

Unser Anspruch im Radioprogramm ist das Rundumpaket: Wer uns hört, erfährt, was in Berlin, Brandenburg, Deutschland und der Welt wichtig ist – und warum es so ist, ganz nach unserem Motto: „Wir lieben das Warum“. Wir verbreiten nicht nur die Nachricht, sondern denken eine Ecke weiter, ordnen ein und vertiefen – und kommen trotzdem nicht verkopft daher. Mit unseren Podcasts spielen wir unsere Stärken voll aus und fragen auch außerhalb des Radios nach dem Warum.

Worauf freuen Sie sich bei rbb24 Inforadio in der Zukunft?

Wir wollen unser rbb24 Inforadio weiter als verlässliche Informationsquelle positionieren – mit fundiertem Journalismus, der die relevanten Themen aus unserer Region, Deutschland und der Welt aufbereitet. Wir nutzen alle modernen Techniken – und vertrauen gleichzeitig auf unser journalistisches Handwerk, sodass sich unser Publikum auf uns verlassen kann. Wir sind ein schnelles Nachrichtenmedium, ja – aber Qualität steht an erster Stelle, auch und gerade in Zeiten von KI. Auch im Podcast-Bereich haben wir außerdem noch viel vor, werden Bewährtes weiterführen und zugleich immer wieder Neues ausprobieren, um neue Zielgruppen anzusprechen, die andere Zugänge brauchen. Es gibt viel zu tun – und darauf freuen wir uns!

Quelle: rbb

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