Vor zwölf Jahren sind sich Rosemary Standley, die französisch-amerikanische Sängerin und Dom La Nena, eine junge französisch-brasilianische Cellistin und Sängerin begegnet und sofort war klar, dass sie zueinander passten. Ihre panamerikanischen Wurzeln, ihre klassische Ausbildung und ihre Freiheit, sich über Repertoires, Stile, Kontinente und Epochen hinweg zu bewegen, machten sie zum idealen Duo für das, was eigentlich nur eine flüchtige Reise sein sollte. Eine Reihe von Coverversionen für Gesang und Cello, und dann würden sie weiterziehen, wie Zugvögel. Passenderweise wählten sie den Namen Birds On A Wire, nach dem Leonard-Cohen-Song, der von Anfang an in ihrem Songbook stand. Die Konzerte stießen auf so große Begeisterung und die Chemie zwischen ihnen war so energiegeladen, dass dieses Nachtprojekt sich von Morgengrauen zu Morgengrauen, Saison für Saison, fortsetzte.

Das erste, selbstbetitelte Album erschien 2014 und enthüllte die Vielfalt der Songs, darunter traditionelle Lieder, die manchmal aus dem tiefen Gedächtnis der Menschen hervorgeholt wurden, oder Klassiker amerikanischer, englischer oder brasilianischer Songwriter sowie Komponisten aus der Barock- und Renaissancezeit. „Wir wollten den Liedern unserer Kindheit Tribut zollen, denen, die wir gehört haben, und denen, die unsere Eltern gehört haben. Außerdem hatten wir den Wunsch, diese Lieder auf ihre Essenz zu reduzieren und Verbindungen zwischen ihnen herzustellen. Sie zu transformieren, neu zu interpretieren, anstatt sie passiv zu covern.“
Nach vielen Jahren auf Tournee erschien 2020 das zweite Album „Ramages“. Birds On A Wire nahm die Federn von Pink Floyd, Jacques Brel, Violeta Parra, Gabriel Fauré und vielen anderen auf. Das Ergebnis war seidig, fröhlich, aber manchmal auch stürmisch, turbulent, hypnotisch, je nachdem, was das emotionale Klima des Liedes erforderte. Mit diesem Repertoire gaben sie mehr als 200 Konzerte.
2025 beginnt ein neues Kapitel: Am 3. Oktober erscheint das neue Album „Nuées Ardentes„, auf dem Neuinterpretationen unter anderem von The Cure, Bronski Beat, The Doors, Barbara, Milton Nascimento und andere Entdeckungen aus weniger bekannten Volksliedern zu hören sind.
Die neue Single „Ando como hormiguita“ ist eine Neuinterpretation des kubanischen Volksliedes von Silvio Rodríguez das Original mit Rosemarys magnetischer Stimme, Doms kraftvollen Cello-Arrangements und einer intensiven Zusammenarbeit mit dem renommierten Chor der Maîtrise de Radio France zu neuem Leben erweckt wird. Der Song dürfte weniger für das Popradio produziert sein, bei Regional- und Kulturwellen durchaus eine Chance auf Airplayeinsätze verdient haben!










