rbb startet Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) setzt seinen Sparkurs fort und startet ein Freiwilligenprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es, die Belegschaft zu verkleinern und den Sender finanziell neu aufzustellen.

Die Geschäftsleitung des Rundfunk Berlin-Brandenburg vor dem Haus des Rundfunks in Berlin (v.r.): Intendantin Ulrike Demmer, Programmdirektorin Katrin Günther und Nicole Küchler-Stahn, Direktorin der Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektion. (Bild: rbb / Oliver Ziebe)
Nicole Küchler-Stahn, Katrin Günther und Ulrike Demmer (Bild: rbb / Oliver Ziebe)

Ab 2026 droht dem rbb ein dauerhaftes Defizit. Um dies zu verhindern, sollen jährlich 22 Millionen Euro eingespart werden. Neun Millionen Euro sind notwendig, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Weitere 13 Millionen Euro sollen in die Zukunftsfähigkeit des Programms investiert werden.

Die Einsparungen sollen vor allem über Personal- und Honorarkosten erreicht werden. Dafür bietet der Sender für sechs Wochen Vorruhestands- und Abfindungsregelungen an. Intendantin Ulrike Demmer erklärte: „Mit diesen Angeboten ermöglichen wir Kolleginnen und Kollegen einen selbstbestimmten Ausstieg. Wichtig ist uns, dass wir Angebote für festangestellte ebenso wie für nicht festangestellte Mitarbeitende machen. Gelingt uns die personelle Verkleinerung des Senders, dann hat der rbb wieder angemessene Mittel, um bewährtes Programm zu erhalten, und finanziellen Spielraum für Neuentwicklungen und Innovationen.“

Ulrike Demmer (Bild: © Federal Government / Bergmann)
Ulrike Demmer (Bild: © Federal Government / Bergmann)

Das Programm basiert auf doppelter Freiwilligkeit: Es gibt weder einen Anspruch auf Abschluss noch eine Pflicht zur Annahme. Die maximale Abfindung ist auf ein Jahresgehalt begrenzt.

„Die Angebote tragen der Situation unseres beitragsfinanzierten Hauses Rechnung. Wir informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt über die genauen Bedingungen beider Programme und stellen ihnen dazu umfangreiche Materialien und Beratungsangebote zur Verfügung. Wir werden sicherstellen, dass alle Interessierten informierte Entscheidungen treffen können“, sagte Nicole Küchler-Stahn, Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin des rbb.

Aufhebungsverträge sind für alle Mitarbeitenden ab sechs Monaten Betriebszugehörigkeit möglich. Für Vorruhestandsregelungen gelten strengere Voraussetzungen: mindestens zehn Jahre Tätigkeit beim rbb sowie der direkte Übergang in die gesetzliche Rente. Maximal können 36 Monate Vorruhestand vereinbart werden.

Das Freiwilligenprogramm ist Teil des von Intendantin Demmer eingeleiteten Umbaus. Neben dem Personalabbau arbeitet der rbb auch an einer organisatorischen Neuaufstellung, die eine Reduktion von Führungspositionen vorsieht.

Quelle: rbb

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