Ulf Hagge, eine der prägenden Stimmen des privaten Rundfunks in Schleswig-Holstein, ist tot. Wie sein langjähriger Kollege York Lange gestern auf LinkedIn mitteilte, verstarb der Radiomann kürzlich nach schwerer Krankheit.

Hagge gehörte zur Gründungsmannschaft von Radio Schleswig-Holstein (R.SH) und war dort von 1986 bis 1996 zu hören. Bekannt wurde er u.a. mit der Sendung Platt ab, der „schnellsten Hitparade“ am Sonntagnachmittag, die er komplett auf Plattdeutsch moderierte.

Nach längerer Pause kehrte Ulf Hagge 2006 mit der Nachmittagssendung Ich glaub’ es haggt auf Radio NORA zurück, wo er werktags von 14 bis 18 Uhr moderierte. Ab 2009 präsentierte er gemeinsam mit York Lange für fünf Jahre die Morningshow bei RADIO BOB!
Zuletzt arbeitete Hagge seit dem 1. September 2023 für das Nachrichtenportal shz.de, das über aktuelle Themen aus Schleswig-Holstein berichtet.
Die deutsche Radiolandschaft verliert mit ihm einen echten Pionier des privaten Hörfunks.
Airchecks von Ulf Hagge bei YouTube
- Radio Schleswig Holstein Final Countdown 31.12.1986 18:55-19:56 Uhr
- Radio Schleswig Holstein Dreht auf mit Ulf Hagge 15.07.1987 (Opening)
- R.SH Final Countdown 1988 (1. Hälfte der 7. Stunde) mit Torsten Sawade und Ulf Hagge
Nachruf von R.SH zum Tod von Ulf Hagge
Als R.SH noch eine Idee war, saß Ulf Hagge in der Redaktion des shz Nordfriesland und schrieb für die Zeitung. Sein Kürzel: „Flu“ – also Ulf rückwärts geschrieben. Passend für ihn. Immer ein bisschen anders und immer ein bisschen um die Ecke…
Ulf Hagge wechselte im Frühjahr 1986 zu R.SH, wurde Reporter im R.SH-Außenstudio Flensburg und moderierte am Sonntag eine Hitparade ‚op platt‘. Eine absolute Neuheit und ein bisschen „typisch Ulf“.
Viele Stationen im Haus folgten bis Mitte der 90er: Als Redakteur in der Sportredaktion und als Moderator im R.SH-Programm. Und wer Ulf live auf der Bühne erleben wollte, hatte überall im Land bei vielen Festen und Partys die Chance.
Typisch für Ulf Hagge: Egal was kam, er startete immer wieder durch. Mit einer eigenen Firma, als Moderator bei Radio NORA und später in der Morningshow bei RADIO BOB – oder bis zum Schluss (wieder) beim shz. Eben „Flu“. Ein bisschen anders und ein bisschen um die Ecke… Und jemand, der R.SH in den ersten Jahren entscheidend mitgeprägt hat.









