Weiteres Auf und Ab bei der Rallye um die monatlichen Umsätze im Werbemarkt. Der Trend, der ja eigentlich ein Freund sein soll, präsentiert sich aktuell wenig erbaulich – und zeigt einigen Medienklassen die eher kalte Schulter. Betroffen davon: auch das Radio. Die aktuellen Zahlen betrachten wir – wie üblich – aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Vergleicht man die in diesem Jahr bislang aufgelaufenen Umsätze mit denen des Vorjahres, wie dies in einigen Presseechos so dargestellt wird, erwirtschaftete Radio ein Plus von 1,8 % – und liegt damit prozentual immerhin über dem Durchschnittswert aller Medienklassen (mit einem Plus 0,1 Prozent).
Stellt man dagegen die Zahlen aus dem Juni mit denen des Vormonates Mai 2025 gegenüber, verzeichnet die Branche ein zweistelliges Minus (- 17,2 %). Der Mai bescherte bei der dieser Betrachtungsweise der Branche noch ein zweistelliges Plus. Allerdings sei hier ergänzend angefügt, dass sich – neben den bekannten konjunkturellen und saisonalen Effekten – im letzten Monat wegen einiger Feiertage auch die geringere Zahl an Sendetagen niederschlug.
Diese Ergebnisse gehen aus dem gerade veröffentlichten Report des Hamburger Werbestatistikunternehmens The Nielsen Company (Germany) hervor.
Unter dem Strich erzielten die gemessenen Werbeträger im sechsten Monat 2025 – über alle Medienbereiche hinweg – Umsätze von insgesamt rund 2.590.862 Tsd. Euro (gegenüber 2.850.878 Tsd. Euro im Mai 2025). Dies entspricht einem Minus von 9,1 Prozent. Auffallend: nur drei Medienklassen schrieben im Juni schwarze Zahlen! Größte prozentuale Gewinner bei diesem Vergleich waren Kino (+33,9 Prozent) sowie Online (plus 8,4 Prozent).
Die Gegenüberstellung der bislang aufgelaufenen Umsätze von Januar bis Juni 2025 mit dem vergleichbaren Zeitraum aus 2024 beschert dem Gesamtmarkt ein minimales Plus von 0,1 Prozent – bei einem Volumen von 16.308.719 Tsd. Euro. Radio generierte dabei im bisherigen Jahresverlauf kumulierte Umsätze von 992.813 Tsd. Euro (gegenüber 974.887 Tsd. Euro im Vergleichszeitraum 2024). Ebenfalls schwarze Zahlen schrieben die Out Of Home Medien, die Tageszeitungen sowie Kino.
| Medien-Klasse | Jan-Juni 2025 | Jan-Juni 2024 | % |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 16.308.719 | 16.286.141 | +0,1 |
| TV | 7.411.672 | 7.634.590 | -2,9 |
| Zeitungen | 2.901.847 | 2.768.504 | +4,8 |
| Online* | 2.183.965 | 2.199.030 | -0,7 |
| Out of Home* | 1.643.910 | 1.486.061 | +10,6 |
| Zeitschriften | 1.128.770 | 1.178.881 | -4,3 |
| Radio | 992.813 | 974.887 | +1,8 |
| Kino | 45.742 | 44.189 | +3,5 |
| Medien-Klasse | Juni 2025 | Mai 2025 | % |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 2.590.862 | 2.850.878 | -9,1 |
| TV | 1.169.854 | 1.324.975 | -11,7 |
| Zeitungen | 426.279 | 501.100 | -14,9 |
| Online* | 382.574 | 352.884 | +8,4 |
| OutofHome* | 283.528 | 274.323 | +3,4 |
| Zeitschriften | 176.503 | 217.059 | -18,6 |
| Radio | 145.156 | 175.332 | -17,2 |
| Kino | 6.969 | 5.205 | +33,9 |
(Alle Werte in Tausend Euro)
*Die Online/OOH-Werte sind als vorläufig zu betrachten und können sich aufgrund von Nachmeldungen rückwirkend ändern. Nielsen bereinigter Werbetrend, Bruttowerbeaufwendungen Deutschland.



