Spotify: Neue Zahlen zu Musikstreaming und Vergütung

Spotify bleibt auch 2024 der weltweit umsatzstärkste Anbieter für Musik und hat in diesem Jahr mehr als 10 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie ausgeschüttet. Damit steigen die gesamten bisherigen Auszahlungen auf fast 60 Milliarden US-Dollar. Kein anderer Streaming-Dienst oder Einzelhändler hat 2024 mehr an die Industrie ausgeschüttet als Spotify.

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Darüber hinaus stellt die Ausschüttung von 10 Milliarden US-Dollar einen historischen Rekord dar – mehr als je ein Anbieter in einem Jahr ausgezahlt hat und mehr als zehnmal so viel wie der größte Plattenladen auf dem Höhepunkt der CD-Ära.

Der Aufstieg des Streamings

Zwischen 2014 und 2024 haben sich die jährlichen Auszahlungen von Spotify an die Musikindustrie von 1 Milliarde US-Dollar auf über 10 Milliarden US-Dollar verzehnfacht. Im Jahr 2014 befand sich die Musikindustrie auf einem Tiefpunkt, als die weltweiten Einnahmen aus dem Verkauf von Tonträgern  auf 13 Milliarden US-Dollar fielen. Der jährliche Beitrag von Spotify lag damals bei rund 1 Milliarde US-Dollar, mit etwa 15 Millionen zahlenden Abonnent*innen. Spotify setzte sich zum Ziel, den Wert von Musik wieder in den Mittelpunkt zu rücken – mit messbarem Erfolg: Seitdem hat sich der weltweite Umsatz mit Tonträgern mehr als verdoppelt und erreichte 2023 über 28 Milliarden US-Dollar (Quelle: IFPI). Heute gibt es weltweit über 500 Millionen zahlende Nutzer*innen auf allen Musik-Streaming-Plattformen.

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Noch nie haben so viele Künstler*innen auf Spotify Geld verdient wie heute. Seit 2017 hat sich die Anzahl der Künstler*innen, die auf Spotify jährliche Tantiemen zwischen 1.000 und 10 Millionen US-Dollar erhalten, mindestens verdreifacht. Vor zehn Jahren erwirtschafteten die erfolgreichsten Künstler*innen auf Spotify etwas mehr als 5 Millionen US-Dollar. Über 200 Künstler*innen überschreiten heute diese Marke.

Gleichzeitig wächst jedoch auch die Zahl der Uploads exponentiell und liegt mittlerweile bei fast 12 Millionen pro Jahr. Während in der CD-Ära nur wenige tausend Künstler*innen in den Plattenläden vertreten waren, ermöglicht Streaming Millionen von Künstler*innen die weltweite Veröffentlichung ihrer Musik. Die wachsende Anzahl an Künstler*innen führt jedoch dazu, dass der individuelle Marktanteil kleiner wird. Dennoch profitieren heute mehr Musikerinnen denn je vom Streaming – unabhängig von ihrem Karrierestatus oder Bekanntheitsgrad.

100.000ste Künstler*in, Tausende von Tantiemen

In den letzten zehn Jahren haben sich die Tantiemen des 100.000sten Platzes* der Künstler*innen auf Spotify mehr als verzehnfacht – von deutlich unter 600 US-Dollar im Jahr 2014 auf fast 6.000 US-Dollar im Jahr 2024. Im selben Zeitraum sind die Tantiemen von Platz 10.000 der Künstler*innen auf Spotify fast um das Vierfache gestiegen – von 34.000 US-Dollar auf 131.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der CD-Ära hatte Tower Records insgesamt nur 50.000 CDs von Tausenden von Künstler*innen im Sortiment (Quelle). Heute hingegen erwirtschaften allein auf Spotify über 100.000 Künstler*innen Tausende von Tantiemen.

*Die Rangfolge basiert auf den erzielten Lizenzeinnahmen, von der höchsten zur niedrigsten.

Ein weiteres Rekordjahr für Songwriter*innen

Spotify hat in den letzten zwei Jahren fast 4,5 Milliarden US-Dollar an die Inhaber*innen von Verlagsrechten – also die Vertreter*innen der Songwriter*innen – ausgezahlt. Die Ausschüttungen an Musikverlage erreichten 2024 einen neuen Rekordwert und verzeichneten ein zweistelliges prozentuales Wachstum im Vergleich zu 2023. Songwriter*innen – über ihre Verlage, PROs und Verwertungsgesellschaften – erzielen historisch hohe Einnahmen, die durch Streaming-Dienste angetrieben werden.

Die neuen Musik-Millionär*innen

Im Jahr 2024 erwirtschafteten fast 1.500 Künstler*innen über 1 Million US-Dollar* an Tantiemen allein von Spotify – und wahrscheinlich über 4 Millionen US-Dollar über alle aufgezeichneten Einnahmequellen hinweg. Und es geht auch nicht nur um bekannte Namen: 80 Prozent dieser Künstler*innen hatten 2024 keinen einzigen Song in den Spotify Global Daily Top 50 Charts. Dabei handelt es sich auch nicht nur um alteingesessene Künstler*innen, denn die meisten von ihnen haben ihre Karriere erst 2010 oder später begonnen. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind Künstler*innen, die auf Tournee sind und im Jahr 2024 mindestens eine Show veranstaltet haben, für die sie Tickets verkauft haben.

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Um im Streaming-Zeitalter erfolgreich zu sein, braucht man keinen Hit, der die Charts stürmt oder einen Katalog, der ein ganzes Jahrzehnt umfasst – es geht darum, eine treue Fangemeinde aufzubauen, die immer wieder kommt.

*Als Faustregel kann man sagen, dass Künstler*innen bei Spotify mit 4-5 Millionen monatlichen Hörer*innen oder 20-25 Millionen monatlichen Streams auf 1 Million US-Dollar pro Jahr kommen.

Der Exportfaktor

Die meisten professionellen und aufstrebenden Künstler*innen erwirtschaften mehr Geld im Ausland als auf ihrem Heimatmarkt: Von den Künstler*innen, die im Jahr 2024 mehr als 1.000 US-Dollar an Tantiemen auf Spotify erwirtschafteten, stammte bei mehr als der Hälfte ein Großteil der Tantiemen von Hörer*innen außerhalb ihres Heimatlandes. Fast ein Drittel von ihnen erwirtschaftet sogar mehr als 75 Prozent ihrer Tantiemen von Hörer*innen außerhalb ihres Heimatlandes.

Inzwischen haben über die Hälfte aller Künstler*innen, die mehr als 1.000 US-Dollar verdienen, und über 80 Prozent aller Künstler*innen, die mehr als 100.000 US-Dollar verdienen, mit Künstler*innen aus dem Ausland zusammengearbeitet. Da die Hörer*innenbasis von Spotify weiterhin global wächst, sind Künstler*innen zunehmend in der Lage, mit Fans weit über ihre Heimatmärkte hinaus in Kontakt zu treten – und so ihre Reichweite und ihr Einkommenspotenzial global auszubauen.

Musik ist mehrsprachig

Die globale Musiklandschaft erlebt einen beispiellosen Aufschwung – Künstler*innen aus allen Regionen überwinden sprachliche und kulturelle Grenzen und feiern neue Erfolge. Die Künstler*innen, die mindestens 1 Million US-Dollar auf Spotify verdient haben, nahmen im Jahr 2024 Musik in 17 verschiedenen Sprachen auf. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2017. Die Künstler*innen, die mindestens 100.000 US-Dollar an Tantiemen erwirtschaftet haben, nahmen Musik in mehr als 50 Sprachen auf – ebenfalls mehr als doppelt so viele Sprachen wie im Jahr 2017.

Der anhaltende Aufstieg der Indies

Im Jahr 2024 erwirtschafteten unabhängige Künstler*innen und Labels zusammen* mehr als 5 Milliarden US-Dollar mit Spotify – das entspricht etwa der Hälfte der gesamten Spotify-Tantiemen für ein weiteres Jahr. Spotify macht etwa ein Drittel der gesamten Streaming-Einnahmen weltweit aus (Quelle: IFPI), aber mehr als 50 Prozent der Streaming-Einnahmen von Indies (Quelle: MIDiA). Dieser überdurchschnittliche Anteil von Spotify an den Einnahmen von Indies zeigt, dass unser Modell auf einzigartige Weise mehr Möglichkeiten für Künstler*innen schafft, eine nachhaltige Musikkarriere aufzubauen.
*Die Kataloge von DIY-Künstler*innen, die bei unabhängigen Plattenfirmen unter Vertrag stehen.

Einer von einer Million

Im Jahr 2024 haben Künstler*innen, die einen von einer Million Streams auf Spotify erhalten, zum ersten Mal mehr als 10.000 US-Dollar im Durchschnitt verdient. Das ist das Zehnfache dessen, was derselbe Stream noch vor zehn Jahren eingebracht hätte. Die großen Streaming-Dienste berechnen die Ausschüttungen alle auf dieselbe Weise: auf der Grundlage des Streamshare (wenn der Katalog der Künstler*innen 1 Prozent der gesamten Streams ausmacht, erhalten sie 1 Prozent der gesamten Tantiemen). 

Dennoch sind Missverständnisse über „Pro-Stream-Raten” nach wie vor weit verbreitet. Streaming-Dienste zahlen nicht auf der Grundlage eines festen Prozentsatzes pro Stream aus – genauso wenig wie die Hörer*innen pro gehörtem Lied zahlen. Bei allen Diensten trägt jede*r Abonnent*in in etwa den gleichen Betrag zum Tantiemenpool bei. Eine höhere „Pro-Stream-Rate” bedeutet also nur, dass die Nutzer*innen weniger streamen.

Zur Verdeutlichung: Wenn ein Dienst eine „Pro-Stream-Rate” von 1 US-Dollar hätte, würde das bedeuten, dass jede*r Abonnent*in im Durchschnitt nur etwa zehn Mal pro Monat streamt. Ein solcher Dienst bietet eindeutig keinen großen Mehrwert, so dass es unwahrscheinlich ist, dass die Nutzer*innen weiterhin dafür bezahlen. Künstler*innen verdienen auf Spotify bei gleichem Bekanntheitsgrad mehr. Im Jahr 2024 werden 0,0001 Prozent aller Streams durchschnittlich mehr als 10.000 US-Dollar einbringen. Einer von einer Million? Das ist wertvoller als je zuvor – und auf Spotify wertvoller als irgendwo sonst.

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