Digitalradio-Debatte: Internet ist als Übertragungsmedium für Hörfunk nicht geeignet

Veröffentlicht am 16. Dez. 2010 von unter Pressemeldungen

DAB Der Vorsitzende der Technischen Konferenz der Landesmedienanstalten (TKLM) Martin Deitenbeck bezeichnet im Interview mit dem Internetradio detektor.fm das Internet als ungeeignet für die Übertragung von Hörfunkprogrammen. „Man braucht für das Medium Radio eine Point-to-Multi-Point-Verbindung, mit einem Sendestandort für zehntausende Hörer. Das Internet mit seiner Point-to-Point-Verbindung kann das nicht leisten.“

Deitenbeck sagt weiter: „Wenn zu viele Leute das selbe Programm hören, dann brechen Ihnen die Leitungen zusammen. Ob das jetzt UMTS ist oder LTE.“ Somit sei DAB+ keine Übergangslösung für den Hörfunk, sondern auf Dauer angelegt.

Finanzierung von DAB+

Der Chiphersteller Frontier Silicon finanziert den privaten Rundfunksendern die Einführung des Digitalradio-Standards DAB+ mit einer siebenstelligen Summe, so Deitenbeck im Interview mit detektor.fm. Das sei für den privaten Rundfunk eine sehr substantielle Summe. Ohne die finanzielle Beteiligung von Frontier Silicon wäre eine Einführung des digitalen Rundfunks in Deutschland nicht möglich gewesen.

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Archivierte Kommentare

  1. Rundfreifunk Leipzig

    18. Dez. 2010

    Das Autoradio der Zukunft, da will ich Internet und Chats zwischen den Truckern, Stauservice und PKWs. Wenn da ein DJ unterwegs ist, hören alle sein neuestes Mixtape und der Stauservice informiert ortsbasiert!

    Da denkt aus der Radiobranche gar niemand dran? eine andere Branche, ja ich weiss. Na, und die Berater sind veraltet…

  2. Rundfreifunk Leipzig

    18. Dez. 2010

    Da hat sich Herr Deitenbeck schlecht informieren lassen. Natürlich gibts sowas im Internet: das heisst Multicast und Streamingserver! mit IPv6 geht dann alles noch besser.
    DAB ist m.E. ein Sackgassenprojekt, viel heisse Luft seit Jahren und niemand den ich kenne, hat ein DAB-Radio! mittlerweile gibt halt Internet im Massenmarkt..
    Also lieber so UKW lassen, qualitativ aufwerten und z.b. endlich alle Freien Radios angemessen fördern! So weigert sich die SLM in Sachsen immer noch, im Januar stehen die Zeichen auf Abschaltung und wir reden hier derzeit um 5-stellige Beträge…
    p.s. trotz Internet bin ich persönlich immer noch ein Fan vom UKW-Radio als Massenmedium.
    Aber wenn die Freien Radios abgeschaltet sind, das Niveau noch etwas sinkt und die restlichen Sender dann auf DAB wechseln, UKW abgeschaltet wird, dann ist das Medium wahrscheinlich tot-spekuliert worden. Nostalgiker erinnern sich dann vielleicht und sammeln tolle alte Radios, die aber nur noch rauschen…
    Ich höre jetzt schon manchmal Internetradio im Auto, das ist kein Problem und Podcasts sind ja noch viel praktischer..
    Ach, und Staumelder funktionieren heutzutage mit GPS und Feedback-funktion auch schon viel besser, als vor Jahren noch zu träumen war.