Große Frequenz-Rochade in Berlin: JazzRadio darf weitersenden

Veröffentlicht am 12. Okt. 2010 von unter Deutschland

mabb_Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat in seiner heutigen Sitzung die folgenden Vergabeentscheidungen getroffen:  Die BBC wechselt auf eigenen Wunsch auf die bisher von Metropol FM genutzte deutlich kostengünstigere UKW-Hörfunkfrequenz 94,8 MHz. Zur Refinanzierung der Verbreitungskosten kann in das Programm künftig Werbung im Umfang von bis zu 2 Minuten pro Stunde eingefügt werden.

Metropol FM wechselt auf die bisher von JazzRadio genutzte UKW-Hörfunkfrequenz 101,9 MHz. Damit kann dieses türkisch-deutschsprachige Programm vor allem in den bisher schlecht versorgten Bezirken Neukölln und Kreuzberg besser empfangen werden, die für die Zielgruppe dieses Programms wichtig sind.

Die bisher von der BBC genutzte UKW-Hörfunkfrequenz 90,2 MHz wird an Radio Teddy vergeben, das einzige in der Region über UKW empfangbare Kinderprogramm. Damit kann dieses Programm künftig auch in weiten Teilen Brandenburgs empfangen werden.

Die bisher von Radio Teddy genutzte UKW-Hörfunkfrequenz 106,8 MHz wird an die New-Jazz Radio GmbH i.G. vergeben. Diese Nachfolgegesellschaft der insolvent gewordenen Jazz Radio GmbH will das bisherige klare JazzFormat fortführen. Die genannten Frequenzen werden an Radio Teddy und NewJazzRadio für zunächst zwei Jahre vergeben, mit der Möglichkeit der Verlängerung.

Die Radio Potsdam GmbH i. G. – deren Gesellschafter bisher ein Lokalradio in Cottbus betreiben – erhält zur Veranstaltung je eines weiteren lokalen Radioprogramms die UKW-Hörfunkfrequenz 99,3 MHz für Frankfurt/Oder sowie eine der beiden noch nicht benannten UKW-Hörfunkfrequenzen in Potsdam.

Über die Vergabe der weiteren UKW-Hörfunkfrequenz in Potsdam sowie der UKW-Hörfunkfrequenz 91,6 MHz in Cottbus wird der Medienrat nach weiterer Auswertung der Anträge zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Der Medienrat stellt fest, dass es in den Vergabeverfahren viele sehr interessante und von der programmlichen Konzeption her bemerkenswerte Anträge gegeben hat. Er bedauert es daher, dass in Berlin im Ergebnis nur eine Frequenz zur Vergabe anstand.

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