Das Werbeklima trübte sich im August weiter ein und bescherte (nahezu) allen Medienklassen fortgesetzt deutlich geringere Einnahmen. So investierten die Werbetreibenden 8,2 Prozent weniger in Spendings als im Vorjahresmonat 2021. Massiv von dieser Entwicklung betroffen war erneut der Hörfunk, für den ein Minus von 9,4 Prozent registriert wurde. Dies geht aus dem gerade veröffentlichten Report von The Nielsen Company (Germany) hervor. Demnach errechnete das Hamburger Werbestatistikunternehmen für die Gattung Radio bescheidene Bruttoerlöse von 132.943 Tsd. Euro (August 2021: 146.742 Tsd. Euro).
Im Vergleich zu 2021 verbleibt dem Hörfunk bei den kumulierten Gesamtumsätzen (für die ersten acht Monate 2022) immerhin noch ein Plus von 5,8 Prozent! Insgesamt erwirtschaftete Radio in diesem Zeitraum 1.147.246 Tsd. Euro. Die stolzen Gewinne aus den ersten Monaten des Jahres schmelzen allerdings bedenklich dahin, das Ziel von Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr gerät ins Wanken.
Die mauen Zahlen des Augusts sind Spiegel eines allgemein sehr schwachen deutschen Werbeklimas. Unter dem Strich erwirtschafteten die gemessenen Werbeträger über alle Medienbereiche hinweg rund 2.530.216 Tsd. Euro (August 2021: 2.756.412 Tsd. Euro).
Medienklasse | August 2022 (Tsd. Euro) | August 2021 (Tsd. Euro) | Veränderung in % |
---|---|---|---|
Gesamtmarkt | 2.530.216 | 2.756.412 | -8,2 |
Fernsehen | 1.165.619 | 1.227.100 | -5,0 |
564.408 | 614.720 | -8,2 | |
Werbesendungen | 143.929 | 175.455 | -18,0 |
Online | 300.296 | 347.521 | -13,6 |
Publikumszeitschriften | 199.129 | 213.246 | -6,6 |
Radio | 132.943 | 146.742 | -9,4 |
Out-of-Home | 214.890 | 240.489 | -10,6 |
Kino | 8.132 | 4.384 | +85,5 |
Zeitungen | 365.279 | 401.474 | -9,0 |
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