12 weitere Senderstandorte für Deutschlandradio im 1. bundesweiten DAB+ Netz

Veröffentlicht am 14. Mrz. 2022 von unter Deutschland

Media Broadcast baut das Sendernetz des ersten nationalen Digitalradio-Multiplex weiter aus. In sieben Bundesländern werden in 2022 neue Senderstandorte für einen besseren Empfang der neun Privaten und der vier Programme von Deutschlandradio sorgen. Als erster wird der neue Sender in Reutlingen ab 16. März den Empfang in der Stadt und dem Landkreis verbessern. Die weiteren Sendeanlagen werden dann sukzessive in den kommenden Monaten aufgebaut und in Betrieb genommen.

Die Einschalttermine der einzelnen Standorte werden nach Abschluss der Detailplanungen veröffentlicht.

Zum Ende dieses Jahres wird das Sendernetz des 1. nationalen DAB+ Programmensembles im Kanal 5C insgesamt 161 Standorte umfassen, womit die Zahl der Einwohner, welche die Programme mit einer Zimmerantenne zuhause empfangen können, auf etwa 74,6 Mio. anwächst, dies entspricht etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Die Flächenversorgung für mobilen Empfang wird Ende 2022 voraussichtlich fast 97 Prozent betragen, wobei die Reichweite entlang der Autobahnen bei über 99 Prozent liegt und damit nahezu einer Vollversorgung entspricht. Unter www.dabplus.de/empfang steht den Hörerinnen und Hörern ein Empfangscheck zur Verfügung, mit dem man durch Eingabe der Postleitzahl die DAB+ Empfangsverhältnisse an diesem Ort prüfen kann.

„Nachdem der Netzausbau des 1. DAB+ Bundesmux in den letzten beiden Jahren aus verschiedenen Gründen nicht in vollem Umfang umgesetzt werden konnte, werden wir in 2022 mit den zwölf neuen Senderstandorten wieder in vielen Regionen für mehr Auswahl und einen noch besseren DAB+ Empfang sorgen. Damit geben wir der positiven Entwicklung von DAB+ in Deutschland einen weiteren wichtigen Impuls“ sagt Arnold Stender, Geschäftsführer von Media Broadcast.

Stefan Raue (Bild: Deutschlandradio, Bettina Fürst- Fastré)

Stefan Raue (Bild: Deutschlandradio, Bettina Fürst- Fastré)

Zum Ende dieses Jahres werden Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova, der Sondersendungskanal „Dokumente und Debatten“ sowie zahlreiche weitere private Programme damit von insgesamt 161 DAB+ Standorten aus gesendet. Die Verbreitung über den Digitalradiostandard DAB+ ist durch den deutlich niedrigeren Stromverbrauch pro Radioprogramm um rund ein Drittel wirtschaftlicher als über UKW. Hörerinnen und Hörer profitieren von der hohen Klangqualität, einer großen Senderauswahl und zahlreiche Zusatzdiensten.

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue: „Wir sind von der Digitalisierung des Hörfunks überzeugt. Über UKW erreichen wir aufgrund des Frequenzengpasses im Sendernetz beim Deutschlandfunk nur eine Flächenabdeckung von rund 70 Prozent, bei Deutschlandfunk Kultur sind es sogar nur 52 Prozent. Der DAB+ Ausbau steht für den Anspruch, unser Informations- und Kulturangebot auch im ländlichen Raum für viele Menschen frei zugänglich zu machen. Im Gegensatz zum ohnehin noch immer unzulänglichen Mobilfunknetz und zum Internetzugang zuhause sind mit DAB+ keine zusätzlichen Empfangskosten verbunden.“

Quellen: MEDIA BROADCAST, Deutschlandradio

Tags: , , ,