

Den Auftakt machte am 1. Dezember Lessings „Nathan der Weise“, eine Produktion aus dem Jahr 1956 in der Regie von Paul Hoffmann. Dieses Lehrstück in Sachen Toleranz und Humanität ist nach fast 250 Jahren unvermindert aktuell und dabei erstaunlich hintersinnig humorvoll. Es folgen unter anderem „Clavigo“ von Johann Wolfgang Goethe, „Der Biberpelz“ von Gerhart Hauptmann, der Dreiteiler „Wallenstein“ von Friedrich Schiller sowie mehrere Fälle für Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle. Die Reihenfolge bleibt eine Überraschung – wie es sich in der Adventszeit gehört.
Voraussetzung für das Wiederhören mit den Klassikerhörspielen war eine detektivische Recherchearbeit der Lizenz- und Rechteabteilung des SWR. Es ging um das Recht der Urheber und Beteiligten an ihren Leistungen. Als die Hörspiele erschienen, waren die künftigen medialen Verbreitungsmöglichkeiten noch unvorstellbar. Deshalb sahen die Verträge damals nur eine Ausstrahlung im Radio vor. Die Mitarbeitenden, die sich um Lizenzen und Rechte kümmern, mussten daher für jedes Hörspiel bei allen Personen, die damals bei der Produktion mitgewirkt haben, oder bei deren Erben für den SWR im Nachhinein die Online-Rechte erwerben.
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