Florian Hager wird neuer hr-Intendant

Veröffentlicht am 03. Dez. 2021 von unter Deutschland

Neuer Intendant des Hessischen Rundfunks (hr) wird Florian Hager. Der hr-Rundfunkrat hat ihn in der heutigen Sitzung mit 18 Stimmen von 32 anwesenden Mitgliedern zum Nachfolger von Manfred Krupp gewählt. Der jetzige stellvertretende ARD-Programmdirektor Florian Hager tritt das Amt am 1. März 2022 an. Seine Amtszeit wurde vom Rundfunkrat auf 5 Jahre festgelegt.

Florian Hager: „Ich möchte mich bei den Mitgliedern des Rundfunkrats für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Der Hessische Rundfunk hat sich in den letzten Jahren konsequent auf den Weg zu einem digitalen Medienunternehmen begeben. Für die Zukunftsfähigkeit des hr wird es nun wichtig sein, diesen Weg auch unter immer schwierigeren finanziellen Vorzeichen im Dialog mit den Mitarbeitenden und den Menschen in Hessen gemeinsam weiterzugehen. Nur mit einer starken regionalen Vernetzung und einem eigenständigen Programmangebot werden wir es schaffen, mit unseren Inhalten auch über die Landesgrenzen hinweg auf allen Ausspielwegen sicht- und auffindbar zu sein. Ich bin seit über 20 Jahren im Rhein-Main-Gebiet zu Hause, familiär in Hessen verankert und freue mich auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit mit allen Kolleginnen und Kollegen im hr.“

Der Intendant des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp: „Ich kenne und schätze Florian Hager seit vielen Jahren als innovativen Programmmacher. Ich gratuliere ihm ganz herzlich und bin sicher, dass er den Veränderungsprozess im hr fortentwickeln und verantwortungsbewusst gestalten wird.“

hr-Intendantenwahl (v.l.n.r.): Der amtierende hr-Intendant Manfred Krupp, der gewählte Nachfolger Florian Hager und hr-Rundfunkratsvorsitzender Rolf Müller. (Bild ©HR/Sebastian Reimold)

hr-Intendantenwahl (v.l.n.r.): Der amtierende hr-Intendant Manfred Krupp, der gewählte Nachfolger Florian Hager und hr-Rundfunkratsvorsitzender Rolf Müller. (Bild ©HR/Sebastian Reimold)

Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Dr. Rolf Müller: „Die Wahl des Intendanten, der Intendantin gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Rundfunkrats. In dem mehrstufigen Auswahlprozess, der von einer Personalberatung professionell begleitet wurde, konnten zwei hervorragende Persönlichkeiten die Findungskommission mit ihren Konzepten vollständig überzeugen. Dem Gremium ist die Wahl zwischen den zwei Kandidaten nicht leichtgefallen. Ich gratuliere Florian Hager, dass er die Wahl heute für sich hat entscheiden können. Als Gründungsgeschäftsführer von „funk“, stellvertretender ARD-Programmdirektor und Channel-Manager der ARD Mediathek bringt er die Expertise mit, um den Herausforderungen des digitalen Medienzeitalters zu begegnen, den Umbau des hr hin zu einem modernen Medienunternehmen weiter voranzubringen und so die Zukunftsfähigkeit des hr zu sichern.“

Die Findungskommission des Rundfunkrats hatte dem Gremium hr-Betriebsdirektorin Stephanie Weber und den stellvertretenden ARD-Programmdirektor Florian Hager als Kandidaten vorgeschlagen.

Florian Hager, geboren am 17. April 1976 in Aalen, studierte Medientechnik, Informatik und Multimedia an der Hochschule der Medien in Stuttgart sowie Publizistik und Filmwissenschaft in Paris und Mainz. Er arbeitete als Referent des Arte-Präsidenten sowie des Direktors für Europäische Satellitenprogramme beim ZDF. Hager war im Anschluss stellvertretender Programmdirektor sowie Hauptabteilungsleiter Programmplanung TV und Web bei Arte in Straßburg. 2015 wurde Hager Gründungsgeschäftsführer von funk, dem Jugendangebot von ARD und ZDF. Seit 2020 gestaltet Hager als stellvertretender Programmdirektor und Channel Manager die ARD Mediathek.

Die Findungskommission unter der Leitung des Rundfunkratsvorsitzenden Rolf Müller wurde in der Rundfunkratssitzung am 30. April eingesetzt, nachdem hr-Intendant Manfred Krupp erklärt hatte, wie geplant Ende Februar 2022 in den Ruhestand zu gehen. Gewählt werden konnte nur, wer durch die Findungskommission oder ein Mitglied des Rundfunkrats zur Wahl vorgeschlagen wurde. Die Mitglieder des Rundfunkrats hatten sowohl bei der Wahl am 29. Oktober als auch bei der Wahl am 3. Dezember bis zum Beginn des Wahlvorgangs die Möglichkeit, Wahlvorschläge einzubringen. Alle Bewerbungen, die schriftlich an den Rundfunkrat gerichtet wurden, sind allen Rundfunkratsmitgliedern bekannt gemacht worden. Die zehnköpfige Findungskommission bildete sich aus den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden von Rundfunk- und Verwaltungsrat sowie den Vorsitzenden der Ausschüsse beider Gremien.

Laut § 16 Abs. 1 hr-Gesetz wird die Intendantin oder der Intendant vom Rundfunkrat für fünf bis neun Jahre mit einfacher Mehrheit gewählt.

Weiterführende Informationen

Tags: , , , ,