Werbeerlöse Juli: Wiedererstarktes Radio legt fast 14% zu

Veröffentlicht am 14. Aug. 2020 von unter Deutschland

Auch im Juli konnte der Hörfunk seinen Erholungskurs am Werbemarkt mit einem dicken Ausrufezeichen fortsetzen. Nachdem die Branche im Vormonat erstmals nach dem Corona-Lockdown wieder schwarze Zahlen schrieb – und andere Mediengattung noch tief im Minus verweilen -, wuchsen die Umsätze im Ferienmonat Juli nun sogar zweistellig! 

Dies geht aus dem gerade veröffentlichen Report von The Nielsen Company (Germany) hervor. Demnach errechnete das Hamburger Werbestatistikunternehmen für die Gattung Radio im siebten Monat 2020 Bruttoerlöse von 156.094 Tsd. Euro (2019: 137.230 Tsd. Euro). Dies entspricht einem Plus von 13,7 Prozent! Auffallend: erneut schafften insgesamt nur drei Mediengattungen den Sprung in den Plusbereich.

Über alle Medienklassen hinweg wurden im Juli rund 2.182.564 Tsd. Euro in Werbung investiert (2019: 2.330.371 Tsd. Euro). Dies entspricht einem Rückgang von –6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

In den ersten sieben Monaten des Jahres erwirtschaftete Radio bislang 969.973 Tsd. Euro, was einem Minus gegenüber dem Vorjahr von rund 9,9 Prozent entspricht (2019: 1.076.066 Tsd. Euro).

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Bereinigter Werbetrend Nielsen Juli 2020 (XLS)


Unternehmen nutzen die Abverkaufstärke von Radio, um die Umsätze wieder anzukurbeln

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Nielsen Umsatzdaten im Vorjahresvergleich: Radio dreht weiter auf. Nach einem Plus im Juni folgt im Juli ein zweistelliger Zuwachs. Diese positive Entwicklung spiegelt die Abverkaufstärke des Mediums wider.

Der durch Corona bedingte Werbeeinbruch hat alle Gattungen getroffen und Radio im intermedialen Vergleich kurzfristig sehr stark. Die aktuellen Umsatzdaten aus dem Nielsen Werbetrend Juni und Juli 2020 verdeutlichen, dass Radio zwar kurzfristig ins Minus geraten ist, jetzt aber von den Unternehmen als wichtiges strategisches Instrument genutzt wird, um die Nachfrage im Markt zu stimulieren. Dies gilt insbesondere für die Branchen LEH, Handel und Automobil.

Nielsen Werbetrend: Entwicklung der Werbeumsätze

Nachdem die Radioumsätze bereits im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um zwei Prozent zulegten, hat sich diese Dynamik nun nochmal weiter verstärkt: Im Juli legten die Radioumsätze um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Damit deutet sich für Radio das sogenannte V-Szenario an, das in Rezessionszeiten als das optimistischste und beste Szenario bewertet wird.

Grit Leithäuser (Bild: ©Radiozentrale)

Grit Leithäuser (Bild: ©Radiozentrale)

„Die aktuelle Entwicklung von Radio stimmt sehr hoffnungsvoll, und hat gute Gründe. Denn kein anderes Medium erreicht so schnell so viele Menschen, setzt Kaufimpulse und aktiviert. Genau diese Stärken braucht es jetzt, um Akzente für Produkte und Dienstleistungen zu setzen sowie Zielgruppen schnell und effektiv zu erreichen“, erläutert Grit Leithäuser, Geschäftsführerin der Radiozentrale. „Klar ist aber auch, dass diese Krise alle Gattungen und natürlich auch die Radiolandschaft hart getroffen hat. Die positiven Entwicklungen auf nationaler Ebene müssen zudem differenziert zur Entwicklung regionaler Märkte betrachtet werden, wo Radio standesgemäß sehr stark verortet ist. Denn die regionalen Märkte, die härter von der Krise getroffen wurden, erholen sich auch langsamer. Der aktuelle Werbetrend macht aber vor allem deutlich, warum Radio gerade jetzt das Medium der Stunde ist.“

Radio bewegt

Radio geht ins Ohr und bleibt im Kopf – und das sehr eindrucksvoll. Bei 53 Millionen täglichen Hörern ist Radio zugleich ganz nah bei den Menschen und begleitet sie durch den Alltag. Das heißt auch, dass Radio einen sehr effektiven Call-to-Action besitzt. Denn Radio wird auf dem Weg zum Einkaufen, zu Hause beim Blick in den Kühlschrank, auf dem Nachhauseweg mit Hunger im Bauch, am Samstagmorgen vor dem Stadtbummel oder beim Surfen und Shoppen am Smartphone, Laptop oder Tablet gehört. Also in allen Lebenslagen und -situationen, die für Werbetreibende sowie ihre Produkte und Dienstleistungen so wichtig sind.

Mehr Informationen zu den Vorteilen von Radio als Abverkaufsmedium unter: radiobewegt.de

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