NRW: Bei DAB+ und UKW ist Bewegung in Sicht

Veröffentlicht am 08. Jun. 2020 von unter Deutschland

Trotz Corona-bedingter Werbeflaute schaltet NRW bei der Fortentwicklung der Radiolandschaft einen Gang höher. Im August erwartet die Landesanstalt für Medien NRW (LfM), das Lizenzierungsverfahren für das erste, länger geplante DAB-Multiplex auf die Schiene setzen zu können, sagt LfM-Sprecher Peter Widlok. Für den Frequenzblock ist der Kanal 9D vorgesehen, erfuhr Stefan Kleinrahm vom Düsseldorfer Konsortium „Mehr Radio“. Um die Koordination hatte es Probleme mit den niederländischen Kommunikationsbehörden gegeben. Die bauen derzeit 22 DAB-Small Scale-Netze für regionale Sender auf.

Das neue NRW-Mux soll nur landesweite Sender aufnehmen. Die Ausschreibung dafür werde mindestens zwei Monate dauern, so Peter Widlok. Man rechne mit mehr Bewerbern als Kapazitäten zur Verfügung stehen. Das deshalb notwendige Auswahlverfahren werde entsprechend aufwendig. Der LfM-Sprecher rechnet aber mit einem Start des Sendebetriebes auf dem Landesmux für Mitte 2021.

Empfang der DAB-Sender in NRW. (Quelle: empfangsprognose.de)

Empfang der DAB-Sender in NRW. (Quelle: empfangsprognose.de)

Das zweite, von der LfM vor zwei Jahren geplante Mux mit einer Reihe von regionalisierten Kanälen soll erst nach Abschluß der Lizenzierungen für das erste Mux angegangen werden, ergänzt Stefan Kleinrahm von „Mehr Radio“.

Ebenfalls in Gang kommt jetzt die Prozedur für die seit mehreren Jahren stilliegende sog. landesweite Kette . Dieses Netz aus u.a. früheren DLF- und BFBS-UKW-Sendern soll „im Laufe des Sommers“ neu ausgeschrieben werden, so LfM-Sprecher Widlok. Das Verfahren war seinerzeit nach juristischen Problemen gestoppt worden.

Passend zu diesem Timing räumte der BFBS dieser Tage das „Filetstück“dieser Kette, die leistungsstarke Frequenz 103 Mhz am Senderstandort Bielefeld. (RADIOSZENE berichtete)

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