Die Corona Pandemie zwingt nun auch die Organisatoren des diesjährigen SWR3 New Pop Festivals zur Absage. Die von 17. bis 19. September geplante Veranstaltung war unter den derzeit geltenden Hygienebestimmungen für Massenevents schlichtweg nicht umsetzbar. Zudem gibt es vom Land Baden-Württenberg kein verbindliches Szenario, unter welchen Voraussetzungen nach dem 31. August Grossveranstaltungen überhaupt möglich sind. Das New Pop Festival wird in Baden-Baden jährlich von bis zu 50.000 Zuschauern besucht.

SWR3 Programmchef Thomas Jung: „Natürlich ist das ein herber Schlag für Fans und Macher des SWR3 New Pop Festivals. Wir hatten vieles zu bedenken: welche Entscheidung trifft die Politik zum Thema Großveranstaltungen? Wollen/dürfen KünstlerInnen im September wieder normal reisen? Was ist, wenn wir alles planen und die Produktion auf die Beine stellen und nach den Sommerferien kommt eine zweite Welle und in Deutschland wird wieder alles runtergefahren? Können wir die Verantwortung übernehmen, wenn beispielsweise ein Infizierter, der noch nicht weiß, dass er infiziert ist, aus Freiburg auf ein Konzert im Kurhaus geht und bei diesem Konzert Besucher aus Offenburg, Crailsheim, Neckarsulm, Pforzheim, Karlsruhe und Stuttgart ansteckt und sich das Virus entsprechend vom New Pop aus in ganz SWR3 Land verbreitet? Tausend Fragen, die uns seit Wochen täglich beschäftigt haben und letztlich konnte es auf diese Fragen, so schmerzhaft es ist, nur eine Antwort geben: die Risiken sind in jedem Bereich zu groß, als dass wir sie auch nur halbwegs guten Gewissens eingehen könnten. Insofern ist der Verzicht aus unserer Sicht tatsächlich alternativlos.“

Beim 1994 ins Leben gerufenen Musikevent gastieren jedes Jahr die angesagtesten Newcomerinnen und Newcomer der Saison auf den vornehmen Bühnen der Stadt Baden-Baden. Lediglich in 2001 fiel die Veranstaltung wegen der Attentate vom 11. September ebenfalls aus.

Fortsetzung dann also in 2021, wenn SWR3 von 16. bis 18. September zur nächsten Ausgabe von New Pop lädt – „noch schöner und noch bunter“.








