

Mit DAB+ und Streaming wäre es doch eigentlich gut möglich, ein massenattraktives Radioprogramm zu erstellen und verbreiten. Dass die kumulierten Viertelstundenreichweiten geringe Hördauer erzeugen, zieht nicht so ganz: man möge sich einmal Radio RMC anhören.

Vive la France jedenfalls – nicht nur wegen der rüstigen Senioren. Interessant auch, dass die vier großen Anbieter durch die Bank Bewegtbild parallel anbieten.

Ein ganz wichtiges Element des Erfolges ist mit Sicherheit die Stimme der Moderatoren. Ergänzt mit der Präsenz und Echtzeit ist sie der Schlüsselfaktor erfolgreichen Radios – nicht Podcasts oder DAB+. Dem Hörer ist es gleich, über welchen Kanal er empfängt. Im Zweifelsfall weiß er gar nicht, über welchen Kanal er gerade hört. Podcasts werden eine gewisse Chance haben mit modularem Einsatz in bestehenden Live-Programmen.
Stimme und Live-Experience sind die tragenden Elemente erfolgreichen Radios bzw. Audios – die Podcast-Anbieter können die Chance nutzen, „live“ gestreamte Angebote oder modulare Angebote für UKW-Radiosender zu erstellen. Ob eine non lineare-Nutzung eine weite Verbreitung findet, wird sich zeigen. Gut ist auf jeden Fall, dass neue Elemente in dem Kultur- und Massenmedium Radio Einzug finden und für wichtige Innovation und Transformation sorgen.

Helmut Poppe gehört zu den Privatradiopionieren in Deutschland und hat früh den Blick über den Tellerrand gewagt. Er war in der RTL-Gruppe (seinerzeit IPA) und bei Studio Gong für Vertrieb und Marketing leitend für den Vertrieb des Werbeinventars verantwortlich und kenn auch das Lokalgeschäft durch seine Vertriebstätigkeit u.a. bei Radio RPR. Schon 1999 wirkte er bei dem Entstehen des Webradios „Radio germany.net“ mit. Mit seinem Mediaforschungs- und Marketinghintergrund berät er Agenturen, Start-Ups und Audioanbieter in Fragen der Strategie und Markenbekanntheit sowohl in Deutschland und benachbarten Ausland, insbesondere in Frankreich.










