Hörfunkdirektor Joachim Knuth wird NDR-Intendant

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Joachim Knuth (60) wird neuer Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Am 13. Januar 2020 soll er die Nachfolge von Lutz Marmor (65) antreten, der sich dann nach zwei Amtszeiten als Intendant verabschiedet.

Der NDR Rundfunkrat folgte mit der Wahl am Freitag, 5. Juli, dem Vorschlag des Verwaltungsrates, der Joachim Knuth am 14. Juni als einzigen Kandidaten nominiert hatte.

Joachim Knuth bekam in geheimer Abstimmung des Rundfunkrates 40 Stimmen und erreichte damit die vorgeschriebene Zwei-Drittel-Mehrheit der 47 anwesenden Rundfunkratsmitglieder. Es gab sechs Enthaltungen und eine Nein-Stimme.

Joachim Knuth (Bild: NDR)
Joachim Knuth (Bild: NDR)

Joachim Knuth ist derzeit Stellvertretender NDR Intendant und Programmdirektor Hörfunk. Gemäß NDR-Staatsvertrag wird der Intendant für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Lutz Marmor ist seit Januar 2008 NDR Intendant. Er hatte erklärt, dass er nicht für eine volle dritte Amtszeit zur Verfügung stehen würde.

Dr. Cornelia Nenz, Vorsitzende des NDR Rundfunkrates: „Mit Joachim Knuth gewinnt der NDR einen profilierten Journalisten mit exzellenter Führungsqualifikation für die verantwortungsvolle Aufgabe des Intendanten. Er hat seine herausragenden Managementfähigkeiten in den verschiedensten Funktionen unter Beweis gestellt und genießt über den NDR hinaus große Wertschätzung. Joachim Knuth übernimmt von Lutz Marmor ein bestens aufgestelltes Haus. Ich bin überzeugt, dass er den Norddeutschen Rundfunk auch im medialen Wandel hervorragend führen wird, und wünsche ihm auch im Namen des Rundfunkrates alles erdenklich Gute.“

Ulf Birch (Vorsitzender NDR Verwaltungsrat), Dr. Cornelia Nenz (Vorsitzende NDR Rundfunkrat), Joachim Knuth (zukünftiger NDR Intendant) und Lutz Marmor (aktueller NDR Intendant) / (Bild: © NDR/Hendrik Lüders)
Ulf Birch (Vorsitzender NDR Verwaltungsrat), Dr. Cornelia Nenz (Vorsitzende NDR Rundfunkrat), Joachim Knuth (zukünftiger NDR Intendant) und Lutz Marmor (aktueller NDR Intendant) / (Bild: © NDR/Hendrik Lüders)

Joachim Knuth: „Der NDR ist mit seinen Radio-, Fernseh- und Onlineangeboten und seiner tiefen Verwurzelung in den Regionen das führende Medienhaus Norddeutschlands – und ein Leistungsträger in der ARD. Wir müssen da, wo wir stark sind, stark bleiben und dort, wo wir noch nicht so stark sind, stärker werden. Denn die Medien und die Art, wie wir Medien konsumieren, verändern sich rasant. Darauf müssen wir reagieren, mit mehr crossmedial produzierten Inhalten, die die Norddeutschen immer und überall nutzen können. Ich freue mich über das Vertrauen des Rundfunkrates und bin mir sicher, dass wir dank der Kreativität, der Fantasie und der Innovationsenergie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Herausforderungen des neuen Jahrzehnts meistern werden.“

Lutz Marmor, NDR Intendant: „Der NDR steht gut da, hat aber große Herausforderungen zu bewältigen. Joachim Knuth ist durch sein langjähriges erfolgreiches Wirken gut gerüstet für die künftige Aufgabe als NDR Intendant. Ich wünsche ihm in seinem neuen Amt alles Gute und viel Erfolg.“

Intendant Ulrich Wilhelm (Bild: BR)
Intendant Ulrich Wilhelm (Bild: BR)

Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und BR-Intendant, gratuliert Joachim Knuth zur Wahl zum Intendanten des NDR: „Ich gratuliere Joachim Knuth sehr herzlich zur Wahl zum Intendanten des NDR. Mit ihm rückt ein sehr erfahrener Journalist und Medienmanager an die Spitze der Vier-Länder-Anstalt. Für sein neues Amt wünsche ich ihm viel Erfolg und freue mich auf die Zusammenarbeit in der ARD.“

Joachim Knuth stammt aus Kiel. Er studierte Politische Wissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Geschichte in München sowie als Fulbright-Stipendiat in Austin/Texas und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Beim NDR ist Joachim Knuth seit 1985 tätig, zunächst als Nachrichtenredakteur beim Hörfunk, dann als Redakteur für Sozialpolitik und später als Zeitfunkredakteur bei NDR 2. Von 1991 bis 1994 war er Referent des Intendanten. 1995 wechselte er zu NDR 4, das dann zu NDR Info wurde – zunächst als Leiter der Programmgruppe Politik und Aktuelles. Von 1998 bis 2007 war er Wellenchef von NDR Info und Hörfunk-Chefredakteur. Seit 2008 ist Joachim Knuth Programmdirektor Hörfunk. Während des ARD-Vorsitzes des Norddeutschen Rundfunks (2013 bis 2015) war er zudem Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission. Außerdem ist Joachim Knuth Vorsitzender des Beirats Deutscher Radiopreis, der seit 2010 verliehen wird. Von 2011 bis Juli 2019 war er einer von zwei Geschäftsführern der NDR Media GmbH. Seit dem 1. Juli 2019 ist Joachim Knuth Stellvertretender Intendant des NDR.


Joachim Knuth soll neuer NDR-Intendant werden

(16. Juni 2019) Der Verwaltungsrat des Norddeutschen Rundfunks schlägt Joachim Knuth für das Amt des Intendanten vor. Derzeit ist Joachim Knuth (60) Programmdirektor Hörfunk des NDR. Den Wahlvorschlag beschloss der Verwaltungsrat am Freitag, 14. Juni einstimmig. Über den Vorschlag wird der NDR Rundfunkrat entscheiden. Er hat das Wahlrecht für die Spitzenposition.

NDR Intendant Lutz Marmor (65) hatte erklärt, dass er nicht für eine volle dritte Amtszeit zur Verfügung stehen würde. Seine zweite Amtszeit endet am 12. Januar 2020.

Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats: „Mit Joachim Knuth präsentieren wir dem Rundfunkrat einen hervorragenden Nachfolger für das Amt des Intendanten. Der profilierte Journalist und Medienmanager ist mit dem NDR und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt bestens vertraut. Mit Joachim Knuth an der Spitze wird der NDR seinem Anspruch als ein führendes Medienhaus in Deutschland weiter gerecht werden. Nun entscheidet der NDR Rundfunkrat.“

Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk (Bild: NDR/Thomas Pritschet)
Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk (Bild: NDR/Thomas Pritschet)

Laut NDR Staatsvertrag hat der Verwaltungsrat für die Wahl der Intendantin bzw. des Intendanten ein Vorschlagsrecht. Die Intendantin bzw. der Intendant wird für eine Amtszeit von sechs Jahren vom Rundfunkrat gewählt. Für die Nominierung bzw. die Wahl ist jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Gremienmitglieder erforderlich.

Joachim Knuth stammt aus Kiel. Er studierte politische Wissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Geschichte in München sowie als Fulbright-Stipendiat in Austin/Texas und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Beim NDR ist Joachim Knuth seit 1985 tätig, zunächst als Nachrichtenredakteur beim Hörfunk, dann als Redakteur für Sozialpolitik und später als Zeitfunkredakteur bei NDR 2. Von 1991 bis 1994 war er Referent des Intendanten. 1995 wechselte er zu NDR 4, das dann zu NDR Info wurde – zunächst als Leiter der Programmgruppe Politik und Aktuelles. Von 1998 bis 2007 war er Wellenchef von NDR Info und Hörfunk-Chefredakteur.

Seit 2008 ist Joachim Knuth Programmdirektor Hörfunk. Während des ARD-Vorsitzes des Norddeutschen Rundfunks (2013 bis 2015) war er zudem Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission. Außerdem ist Joachim Knuth Vorsitzender des Beirats Deutscher Radiopreis, der seit 2010 verliehen wird. Seine Aufgaben als einer von zwei Geschäftsführern der NDR Media GmbH nimmt er seit Ende 2011 wahr. Zum 1. Juli 2019 wird Joachim Knuth Stellvertretender Intendant des NDR und legt sein Amt als Geschäftsführer der NDR Media nieder.

Anja Reschke und Thorsten Hapke übernehmen neue Führungspositionen

Die NDR Fernsehjournalistin und ARD-Moderatorin Anja Reschke wird zum 1. August Leiterin des NDR Programmbereiches Kultur und Dokumentation. Sie wird auch weiterhin die Sendungen „Panorama“ und „Wissen vor acht“ im Ersten als Moderatorin präsentieren. Thorsten Hapke übernimmt zum 1. Juli die Leitung des Programmbereiches Fernsehen im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen. Der NDR Verwaltungsrat hat am Freitag, 14. Juni den entsprechenden Vorschlägen von NDR Intendant Lutz Marmor zugestimmt.

Lutz Marmor. Foto: NDR
Lutz Marmor. Foto: NDR

Lutz Marmor, NDR Intendant: „Anja Reschke und Thorsten Hapke sind äußerst erfahrene Fernsehprofis. Sie stehen für das, was den öffentlich-rechtlichen Rundfunk besonders auszeichnet: kritischen und unabhängigen Journalismus. Seit langer Zeit prägen sie mit ihrer hervorragenden journalistischen Arbeit das Programm und das Erscheinungsbild des NDR und des Ersten mit. Ich bin froh, dass sie nun in zentralen Führungsfunktionen noch größere Verantwortung im NDR übernehmen.“

1 Anja Reschke 2018
Anja Reschke (Bild: NDR/Thorsten Jander)

Anja Reschke (46) studierte an der Universität München Politische Wissenschaften. Nach einem Volontariat beim NDR arbeitete sie als freie Autorin für verschiedene Sendungen des NDR. 2015 übernahm sie die Leitung der Abteilung Innenpolitik beim NDR Fernsehen, zu der die „Panorama“-Sendungen, das NDR Medienmagazin „ZAPP“ und das funk Format „STRG_F“ gehören. Seit 2001 präsentiert Anja Reschke das Politikmagazin „Panorama“ im Ersten, seit 2002 „ZAPP“ und seit 2011 „Wissen vor acht – Zukunft“ im Ersten. Sie zählt zu den Kommentatorinnen der „Tagesthemen“. Für ihre Arbeit wurde Anja Reschke 2015 zur Journalistin des Jahres gekürt und erhielt unter anderem den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Anja Reschke tritt die Nachfolge von Dr. Katja Wildermuth an, die als Programmdirektorin zum Mitteldeutschen Rundfunk zurückgekehrt ist.

1 Thorsten Hapke 2019
Thorsten Hapke (Bild: NDR/Michael Uphoff)

Thorsten Hapke (56) stammt aus Hannover. Er studierte Biologie und Germanistik in Bayreuth und Göttingen. Seit 1983 arbeitete Thorsten Hapke als freier Mitarbeiter für diverse Tageszeitungen und radio ffn. 1991 volontierte er beim NDR. Seit 1993 war er als Redakteur tätig, zunächst in der Hörfunkredaktion Landespolitik, Wirtschaft im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen. Seit 2001 leitet er dort die Fernsehredaktion Landespolitik, Wirtschaft, ARD aktuell. Thorsten Hapke folgt auf Andrea Lütke, die am 1. Juli 2019 ihr Amt als Direktorin des Landesfunkhauses Niedersachsen antreten wird.

In seiner Sitzung befasste sich der Verwaltungsrat des Weiteren mit dem Entwicklungsplan 2020 des NDR. Der Entwicklungsplan beschreibt die unternehmenspolitischen Zielsetzungen und Vorstellungen des Norddeutschen Rundfunks für Programm, Produktion, Verwaltung, Technik und Personal.

 

Quelle: NDR-Pressemitteilung