Welche Tools lohnen sich für Radiomacher?

Veröffentlicht am 21. Dez. 2018 von unter Deutschland

Welche Tools lohnen sich für Radiomacher? (Bild: ©Shutterstock 1111185239)In Zeiten von YouTube und Online-Radios spielen viele Menschen mit dem Gedanken, ebenfalls eine eigene Sendung oder einen Podcast ins Leben zu rufen. Wer aber spontan auf die Idee kommt, mal eben einen Radiosender zu gründen, wird über kurz oder lang scheitern. Das funktioniert so nämlich nicht. Die Arbeit besteht natürlich nicht nur darin, etwas aufzunehmen und es direkt zu veröffentlichen. Da steckt noch einiges mehr dahinter. Glücklicherweise gibt es Tools, die den Radiomachern von heute und morgen die Arbeit enorm erleichtern können. 

Tipps für den Anfang 

Bevor man sich darüber informiert, welche Tools geeignet sind für die individuellen Anforderungen, sollte man sich zunächst mit den grundlegenden Fakten auseinandersetzen. Dazu zählen zum Beispiel die Fragen nach der GEMA oder einer Lizenz. Dieser Ratgeber gewährt einen ersten Einblick. Doch zurück zu den Tools. 

Die perfekte All-in-one-Lösung gibt es in der Regel nicht. Die angebotenen Komplettlösungen sind zwar durchaus praktisch – gerade für Anfänger auf dem Gebiet – und bieten einen großen Funktionsumfang, aber irgendeine Kleinigkeit fehlt immer. Zudem muss man auch einen entsprechenden Preis für die Softwareprogramme zahlen. Wer sich unsicher ist, wie lange der persönliche Trend für Radioshows und Podcasts anhält, sollte daher zu kleineren Insellösungen greifen. Viele Tools gibt es kostenlos oder für einen kleinen Preis. 

Vorgehen sollte man ähnlich wie ein Unternehmen und sich die Frage stellen: „Was brauche ich, um meine Sendung am Laufen zu halten?“. Firmen greifen zum Beispiel zu einem ERP-System mit integrierter Cloud, um Prozesse und Strukturen zu optimieren. Das macht an der Stelle auch Sinn, denn sie haben eine Flut an Informationen schnell zu bearbeiten. Für Radiomacher im Anfangsstadium lohnt sich diese Investition allerdings noch nicht. Sie ist eher etwas für die Industrie und große Konzerne. Aber ähnlich müssen Radiomacher auch denken. Diese Tools helfen Radiomachern dabei, effizienter zu arbeiten.

Audiobearbeitung

Eine Aufnahme will auf Vordermann gebracht werden, bevor man sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Ein wahrer Alleskönner ist Audacity. Mit diesem Programm kann man:

  • Audio aufnehmen,
  • Aufnahmen schneiden,
  • Tonspuren bearbeiten und zusammenfügen.

Eine detailliertere Auflistung aller Funktionen finden Interessierte auf der Webseite von Audacity. Die Software steht sowohl Windows- als auch Mac-Nutzern kostenlos zur Verfügung. Aufwändige Aufnahmen stellen für das Tool kein Problem dar. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass es über einen großen Umfang an Formaten verfügt. Mit Audacity kann man bei Bedarf auch direkt aufnehmen. Wer am Anfang Schwierigkeiten damit hat, sich in dem Programm zu Recht zu finden, muss nicht verzagen. Bei YouTube gibt es beispielsweise eine ganze Menge Tutorials, die den Einstieg deutlich erleichtern.

Den Trends auf der Spur

Wer einen Radiosender betreibt, muss wissen, was seine Zuhörer erfahren wollen. Das können die aktuellen Nachrichten sein oder eben die angesagten Trends, die in einem Podcast thematisiert werden. Aktuell gibt es kein Tool, welches die Aufgabe komplett übernimmt. Ein bisschen gesunder Menschenverstand ist auch weiterhin nötig. Aber es bietet zumindest eine sehr gute Grundlage für die künftige Contenterstellung. Die Rheinische Post hat es vor ein paar erfolgreich vorgemacht. Mit der Entwicklung der Software „Listening Center“ haben sie sich eine Möglichkeit erschlossen, in Echtzeit alle relevanten Informationen zu ausgewählten Themenbereichen zu erhalten. 

Abgesehen davon gibt es auf dem Markt „nur“ abgespeckte Versionen. Nichtsdestotrotz sind auch diese Varianten sehr hilfreich. Ein sehr beliebtes Tool ist zum Beispiel „Talkwalker Quick Search“. Mit ihm kann man bis zu fünf Themen gleichzeitig recherchieren lassen. Die Ergebnisse beinhalten unter anderem Hashtags, Beiträge in den sozialen Medien, etc. Ist das Monitoring abgeschlossen, kann man sich einen allgemeinen Überblick über besonders interessante Themen verschaffen.