

„Digitale Übertragungswege gewinnen auch im Hörfunk zunehmend an Bedeutung. Ziel der Landesanstalt für Medien NRW ist die möglichst umfassende Versorgung der Bevölkerung mit einem vielfältigen und zukunftstauglichen Audio-Angebot. Über die digitalen Verbreitungswege besteht die Chance, Vielfalt zu erhöhen, und zwar sowohl bei den Inhalten als auch bei den Veranstaltern. Ob dies über DAB+ oder über Streamingangebote erfolgen wird, entscheidet letztlich der Markt“, so Schmid.

Die technische Machbarkeit der vorgeschlagenen Modelle hängt dann noch von den zur Verfügung stehenden Kapazitäten ab. Das ist in den Grundzügen im sog. „DAB+-Bedarfsstrukturkonzept“ der Bundesländer geregelt. Demnach könnte es für den privaten Hörfunk in NRW eine landesweit einheitliche sowie eine landesweite, in neun Regionen unterteilte Bedeckung geben.

Pro Region könnten unterschiedliche Programme eingespeist werden. Ob es darüber hinaus weitere regionale oder lokale Kapazitäten für einzelne Städte oder Ballungsräume geben wird, kann noch nicht abschließend beantwortet werden.
Großer Druck auf UKW in den nächsten Jahren
Auf der Fachtagung der Medienanstalt hat der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Goldhammer die Ergebnisse einer Szenario-Modellierung zur Zukunft des Audiomarktes in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Demnach wird sich der Markt auch in NRW zum Teil deutlich verändern.

Goldhammer sagte: „In den nächsten Jahren wird der Konkurrenzdruck auf den klassischen UKW-Hörfunk erheblich steigen. Die Bedeutung von UKW wird durch digitale Verbreitungswege und neue Wettbewerber zwangsläufig abnehmen. Lokalradios und radio NRW können mit eigenen Konzepten hier gegensteuern.“ Er erwartet, dass der Anteil von UKW an der Hörfunknutzung je nach Szenario in den kommenden fünf Jahren um bis zu 30 Prozent absinken könnte.
Quelle: Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien NRW








