
Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) wird die entsprechenden Bescheide nun als zuständige Landesmedienanstalt zustellen.
Neben der Antenne Deutschland GmbH & Co. KG hatten sich die DABP GmbH um den Investor Steffen Göpel, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. René Laier und Florian Schuck, Leipzig, und die Radi/o digital GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Caspar Schilgen, München, beworben.
Die Ausschreibung hatte sich ausschließlich an Plattformanbieter für ein bundesweit einheitliches Programmangebot gerichtet. Eine Regionalisierung war nicht vorgesehen, weil dafür ausreichend DAB+-Kapazitäten in den Ländern bereitstehen.
Antenne Deutschland begrüßt Bestätigung durch Medienanstalten


Antenne Deutschland wird Aufbau und Inbetriebnahme der Plattform nach Abschluss des Vergabeverfahrens unverzüglich beginnen. Dies kann unmittelbar nach Bestandskraft der entsprechenden Zuweisung für den Plattformbetrieb erfolgen. „Damit nehmen wir den nächsten Meilenstein in Angriff, der den Bedarf der Programmveranstalter nach DAB+ Kapazitäten erfüllt und das weitere Wachstum auf dem Radiowerbemarkt sichert“, so Willi Schreiner, Geschäftsführer der Absolut Digital GmbH & Co. KG.
Der zweite nationale Digitalradio-Multiplex wird bis zu 16 Radioprogramme zusätzlich deutschlandweit und in bester Digitalradio-Qualität on Air bringen. Mit dem geplanten Aufbau von ca. 71 Sendeanlagen wird bereits beim Start der Plattform eine bundesweite Abdeckung erreicht, die gemäß der Vorgaben der Medienanstalten erst nach sechs Jahren zu erreichen ist.
Die Ausstrahlung erfolgt zunächst auf fünf Kanälen im Bundesgebiet. Nach einer Räumung des Kanals 5A durch die BOS-Nutzung könnte perspektivisch auf diesen bundeseinheitlichen Kanal gewechselt werden. Informationen über das Programmbouquet wird der Plattformbetreiber nach Abschluss der Planungen bekannt geben. Angestrebt wird ein breiter Mix aus Radioprogrammen, der dem Anspruch an größtmöglicher Angebotsvielfalt gerecht werden wird.

„Die Weiterentwicklung von DAB+ ist Konsens bei allen Marktteilnehmern in Deutschland. Antenne Deutschland ist daher nach wie vor offen für Beteiligungen von Partnern. Ein rechtliches Vorgehen gegen die Zuweisungsentscheidung wäre – so legitim dies auch sein mag – kontraproduktiv für die Entwicklung von Digitalradio in Deutschland. Es würde den weiteren Ausbau dieser Zukunftstechnologie behindern und Deutschland nicht zuletzt ein Stück weit von der europäischen Entwicklung abkoppeln“, so Wolfgang Breuer und Willi Schreiner abschließend.
Quellen: Pressemeldungen der die medienanstalten und Antenne Deutschland








