APR schlägt Umstrukturierung der ARD-Radios vor

Veröffentlicht am 01. Sep. 2017 von unter Pressemeldungen

APRVier Radioprogramme soll der Auftrag der ARD-Landesrundfunkanstalten zukünftig jeweils umfassen, musikorientierte Webchannel gehören nicht zum Anstaltsauftrag. Das ist ein Vorschlag der APR zur laufenden Debatte um die zukünftige Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Neben dem Ziel der Beitragsstabilität müssen die Bundesländer das Gleichgewicht beider Teile des dualen Rundfunks auszutarieren, so die Interessenvertretung vorwiegend lokaler und regionaler elektronischer Medien.

Felix Kovac, Geschäftsführer rt1.media group GmbH (Bild: RT1)

„Wir stellen nicht die Existenzberechtigung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage“, äußert der APR-Vorsitzende Felix Kovac. Mit vier Hörfunkprogrammen sei jede Anstalt in der Lage, alle Segmente der Gesellschaft zu erreichen. Der besondere Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besteht aus Sicht der APR darin, etwa im Bereich von Information oder Kultur für die gesamte Gesellschaft wichtige Fragen in zielgruppengerechten Radioprogrammen unterzubringen. „Das ist die Stärke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, das ist der Grund für die Beitragsfinanzierung“, so Kovac.

Kommerzielle Aktivitäten, Gewinnspiele oder die Veranstaltung von Events seien nicht vom demokratie-bezogenen besonderen Anstaltsauftrag und dessen „Finanzgewährleistungsanspruch“ umfasst. In diesem Zusammenhang müsse sichergestellt werden, dass Rundfunkwerbung tatsächlich für die Finanzierung der publizistischen Programme verwendet werde.

Auch formale inhaltliche Anforderungen an die Programme der Rundfunkanstalten sind aus Sicht der APR notwendig. „Dem besonderen Auftrag der Rundfunkanstalten entspräche es, bei ihnen Wortanteile vorzusehen, die über denen der privaten Anbieter liegen“, so Kovac. Lokale und regionale Programminhalte seien die Domäne der privaten Anbieter. Die APR wendet sich zudem dagegen, dass die Rundfunkanstalten Content kostenfrei an Online-Plattformen abgeben, die ihn wie eigene Angebote gegen Abo-Entgelte verkaufen.

Die Forderung nach einer Reduzierung der Radiowerbung bei der ARD hat die APR im vorliegenden Zusammenhang nicht wiederholt „Wir sehen das politische Ziel der Beitragsstabilität, behalten uns aber vor, diesen für uns wichtigen Punkt später noch einmal aufzugreifen“, so Kovac abschließend.

Quelle: APR-Pressemitteilung

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