

„Ziel ist es, sächsische kommerzielle und nichtkommerzielle Hörfunkveranstalter bzw. Internetradioanbieter unter wirtschaftlich vertretbaren Voraussetzungen für einen vorzeitigen Einstieg in die digital-terrestrische Radiotechnologie zu motivieren“, sagte Michael Sagurna, Präsident des Medienrates der SLM. „Programme mit lokaler Reichweite generieren nicht so hohe Einnahmen, dass sich ein Programmplatz in einem überregionalen oder gar landesweiten DAB-Netz bezahlen ließe. Hier setzt Small Scale DAB an“, so Sagurna weiter. „Es geht nicht um die Neuerfindung der digitalen Hörfunkübertragung, sondern um den Aufbau lokaler DAB-Versorgungsstrukturen mit möglichst geringen Investitionskosten. Das bekannte Rundfunkkonzept ‚High Tower‘ – ‚High Power‘ will die SLM für die lokale Versorgung abwandeln in ‚Not so high Tower‘ – ‚Not so high Power‘.“
Die bereits jetzt vorliegenden Interessensbekundungen stimmen die SLM optimistisch, dass es ein vielfältiges Angebot geben wird.
Begleitend zur Einführung des lokalen DAB+-Netzes soll eine evaluierenden Studie durchgeführt werden. Dabei wird der Status Quo der DAB+-Marktdurchdringung, -Nutzung und -Akzeptanz gemessen und mit Wiederholungsmessungen Veränderungen, Entwicklungen und Tendenzen aufgezeigt.
Über die Beauftragung dieser Studie wird der Medienrat auf seiner kommenden Sitzung im April beraten.
Auf Basis einer Open-Source Software, die die Encodierung, das Multiplexing und die abschließende Modulation umsetzt, können sogenannte DAB-Inseln, auch „Small Scale DAB“ genannt, im Kleinleistungsbereich geschaffen werden. Durch den Verzicht auf herkömmliche Hardware zur Ausstrahlung von Radiodiensten werden die Anschaffungskosten beachtlich reduziert, so dass vergleichsweise geringe Kosten es finanziell schwächer gestellten Lokalradios erlauben, ihre Programme über DAB+ zu verbreiten.
Quelle: SLM-Pressemitteilung






