
Während sich andere Mediengruppen in Deutschland glücklich schätzen würden, auch Radiobeteiligungen zu haben, zeugt die nur aufs Fernsehen fokussierte Mediengruppen-Philosophie der RTL-Denker von einer Dauerkrankheit, die die Gruppe seit Ende der 90er Jahre befallen hat: Radio ist uninteressant, besonders in Deutschland, wo man, so wird gemunkelt, seit Jahren versucht, die ganzen Radiobeteiligungen zu verkaufen. Im Film war Kevin zwar allein zu Hause, trotzte aber mutig der Realität. In der Medienfamilie RTL ist für Radio offenkundig kein Platz mehr, obwohl die Gründungsgelder für das einstige Garagenfernsehen von Helmut Thoma aus den Gewinnen von Radio Luxemburg finanziert wurden.
Bernt von zur Mühlen arbeitet als Medienberater in Luxemburg. E-Mail: bvzm@bvzm.net
Dieser Beitrag ist im Rahmen des täglichen Tagebuchs von Bernt von zur Mühlen im Medienboten am 16. November 2007 erschienen und wird mit freundlicher Genehmigung des Medienbote Verlags auf RADIOSZENE veröffentlicht.
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