
Lettland ist das siebte osteuropäische Land, in dem das digital-terrestrische Radio eingeführt wird, und das erste im Baltikum. In Kürze könnte die Ukraine folgen: Der Nationalrat für Radio und Fernsehen in Kiew hat am 22. Dezember 2016 die Bereitstellung von Frequenzen für DAB+ beschlossen.
Tschechien und Polen haben bereits den Regelbetrieb gestartet

Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung in Tschechien: Hier sind 29 Hörfunkprogramme vom staatlichen Sender Český rozhlas und von Privatradios über DAB+ zu empfangen, darunter zahlreiche exklusive Digitalwellen. 58 Prozent der Bevölkerung werden erreicht. Zunehmend feiern reine Digitalsender Erfolge. In Prag etwa konnte das Metropolenradio ČRo Regina binnen eines Jahres seine Tagesreichweite von 8.000 auf 16.000 Hörer steigern.
Auch in Polen befindet sich DAB+ bereits im Regelbetrieb. Der Staatsrundfunk Polskie Radio strahlt 28 nationale und regionale Hörfunkprogramme aus, darunter sieben exklusiv auf DAB+. 56 Prozent der Bevölkerung werden versorgt. In der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Rumänien gibt es laufende Pilotbetriebe mit DAB und DAB+. Weitere Länder wie Litauen oder Estland sind interessiert.
Steul: Multichip-Initiative könnte Entwicklung weiter beschleunigen

„Aus diesem Grund wird es im Vergleich zu vielen westeuropäischen Staaten noch länger dauern, bis sich DAB+ auch in Osteuropa durchsetzt“, erklärt Steul weiter. „Eine europaweite Festlegung auf einen Multichip, der neben UKW auch DAB+ empfängt, könnte die Entwicklung aber beschleunigen“. Ziel der Multichip-Initiative der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist es, die Geräteindustrie zu veranlassen, in ganz Europa mehrheitlich Endgeräte anzubieten, die sowohl analoge als auch digital-terrestrische Signale verarbeiten können.
Quelle: Pressemitteilung Digitalradio Büro Deutschland








