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Radioszene Österreich

Beschwerde gegen BDR Umwandlung in Jugendradio 16.12.1999
SPÖ und Kronenzeitung kaufen "Grazer Stadtradio" 10.12.99
95 9 Music Radio: Die längste Morningshow der Welt
Radio mpv hofft auf eigene Lokalfrequenz
Energy zieht erfolgreiche Zwischenbilanz
Burgenland 1: Standard und Wiener steigen aus
ÖVP fordert Reform des Regionalradiogesetzes
Grazer "Radio Helsinki" erhält befristete Lokalradiolizenz

Schlechtes Klima zwischen ORF und Privatradios
Verhandlungen über "Grazer Stadtradio" dauern an
Privatradios planen rechtliche Schritte gegen "Radio 4"
92.6 Das City-Radio - In Linz die Nr. 1
09.09.99
hitradio ö3: Millionen-Fünfziger in Graz gefunden 21.08.
Drei zusätzliche Radiolizenzen ausgeschrieben 20.07
Burgenland 1 GF Schanta tritt ab 08.07.
Radio A1: Erste Bilanz nach 2 Monaten
ORF installiert kommerzielles Jugendprogramm
Mazda Rainer hat Mehrheit bei 92.9 RTL übernommen
MPV gewinnt Prozeß gegen Antenne Steiermark
Vorsichtiger Optimismus in steirischer Privatradioszene

Beschwerde gegen BDR Umwandlung in Jugendradio

Der Privatradioverband bringt den ORF vor die EU-Kommission, weil dieser Blue Danube in ein Jugendradio umwandelt.
Es ist entschieden: Der Verband der Privatradiobetreiber unter Marco Huter reicht bei der EU-Kommission Beschwerde gegen das Vorgehen des ORF ein.
Es geht darum, daß der ORF ab 1. 2. 2000 die vierte Radio-Frequenz, auf der derzeit Blue Danube Radio und das Jugendradio FM4 senden, in ein ganztägiges Jugendradio (Name: ebenfalls FM4) umwandelt. Das neue FM4 soll laut ORF vorwiegend fremdsprachig sein, sich an ein "kulturinteressiertes junges Publikum" wenden und im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Auftrages bleiben. Die Privatradiobetreiber dagegen sprechen von der "Kommerzialisierung" der vierten Kette, von Wettbewerbsvorteilen des ORF, vom Mißbrauch einer machtvollen Marktstellung. Möglicherweise folgt der Beschwerde vor der EU-Kommission auch der Gang zum Wiener Handelsgericht (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb), das ist aber noch nicht entschieden.
Grundlage der Beschwerde der Privatradios, die in der Anwaltskanzlei Höhne vorbereitet wird, ist ein Gutachten von Medienrechtler Heinz Wittmann (der auch VP-Mitglied der Privatrundfunkbehörde ist). Wittmann nennt "grundrechtliche und wettbewerbsrechtliche Bedenken" gegen die Umwandlung von Blue Danube in FM4, auch eine Verletzung des Rundfunkgesetzes ortet er. In Wittmanns Augen müßte der ORF für die internationale Gemeinschaft in Österreich fremdsprachiges Programm machen, nicht für die Zielgruppe Jugend. Das Projekt würde zu "massiven Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der privaten Hörfunkveranstalter" führen, was bedenklich sei, da der ORF Gebühren erhalte.
Huter setzt auf eine Beschwerde vor der EU-Kommission, "weil die Sache dann der österreichischen und der ORF-Einflußsphäre entzogen ist". Daß so ein Verfahren Jahre dauern kann, ist ihm bewußt - "aber wir wollen uns eben wehren". Georg Streit aus der Kanzlei Höhne räumt der Beschwerde gute Chancen ein. Der ORF dagegen nennt den Vorwurf, daß FM4 auf Kosten der Privatradios gehe, "völlig absurd". FM4 sei "keine nationale Kommerzkette", sondern ein öffentliches Vollprogramm, das "neue Strömungen in Kultur, Wissenschaft und Kommunikationstechnologie" reflektiere.
Unterdessen zittern die Privatradios um ihre eigenen Lizenzen. Wie berichtet prüft der Verfassungsgerichtshof (VfGH), ob die Lizenz-vergebende Privatrundfunkbehörde (einst: Regionalradiobehörde) rechtmäßig eingerichtet war. Es geht darum, daß bis 1. August 1999 die "nachprüfende Kontrolle" durch den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) gesetzlich nicht möglich war, man sich also nicht beim VwGH über Bescheide der Behörde beschweren konnte.
Drei Milliarden in Gefahr
"Zuerst habe ich mir keine Sorgen gemacht. Jetzt ist mir aber klar: Entscheidet der VfGH, daß die Behörde gesetzwidrig eingerichtet war, werden alle beeinspruchten Privatradiolizenzen ungültig!", erklärt Kurt Lukasek, FP-Mitglied der Privatrundfunkbehörde. Wittmann gibt ihm prinzipiell recht. Andere Stimmen beruhigen: Der VfGH werde wohl nicht das Erlöschen der Lizenzen anstreben.
Huter hofft das auch, alles andere wäre "ökonomischer Wahnsinn". Lukasek spricht von drei Milliarden Schilling (218,02 Mill. Euro) Investitionen, die beim Verfall der Privatradio-Lizenzen "weg wären". Betroffen wären alle Radios, gegen deren Lizenz jemand (der keine erhalten hat) Beschwerde führt. 90 Beschwerden sind gegen die 51 Privatradios anhängig. lui

aus: (c) Die Presse, Wien 16.12.1999

SPÖ und Kronenzeitung kaufen "Grazer Stadtradio"

graz2.gif (1560 Byte)Im Gegenzug werden 20 Prozent Anteile an der "Antenne Steiermark" verkauft. Das "Grazer Stadtradio" bekommt neue Eigentümer: Neuer Mehrheitseigentümer ist nach neuesten Meldungen das der SPÖ gehörende Medienhaus Leykam mit 65,1 Prozent. Neu an Bord ist die Kronenzeitung mit zehn Prozent. Im Gegenzug geben diese beiden Gesellschafter ihren jeweils zehn-Prozent-Anteil an der "Antenne Steiermark" ab, der neue Eigentümer ist noch nicht bekannt. Bis Ende Februar soll das Stadtradio ein neues Programmkonzept erhalten, entwickelt werden soll dieses von Bernd Sebor, früher Programmchef der Antenne. Geht es nach Wunsch der neuen Eigentümer, soll ein Gegengewicht zur "Antenne" aufgebaut werden.

aus "Kleine Zeitung" vom 10.12.99

95 9 Music Radio: Die längste Morningshow der Welt

Wie wird man noch vor dem Millenium innerhalb 3 Wochen komplett verrückt ? Diese Frage wird vom 6.12 bis 1.1.2000 nur von einem einzigen Mann auf diesem Planeten zu beantworten sein. santajos.jpg (11895 Byte)Dieser Mann nennt sich Santa Jos  und moderiert ab kommenden Montag die längste Morningshow der Welt auf Vorarlbergs jungem Privatradio 95.9 Music Radio.
Täglich 14 Stunden Dauermoderation treibt nicht nur unseren Moderator an das Äußerste des Fassbaren sondern fordert auch unseren zahlreichen Hörern alles ab! Unterstützt von Psychologen, Fitnesstrainer ,einem Geistlichen und Ernährungsberatern , versucht Santa Jos das Unmögliche möglich zu machen und sich einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde passend zum Jahrtausendwechsel zu sichern. Doch damit nicht genug ! Das rund 10 Quadratmeter grosse Sendestudio wird für 26 Tage seine Heimat – sein Ein und Alles Alles inkludiert : essen, trinken, schlafen, wohnen...... Vergesst Big Brother Das hier ist die Realität und - sie ist hart ! Per Webcam kann nicht nur der Hörsinn in allen Bereichen stimuliert werden sondern auch das Auge kommt dabei nicht zu kurz Alles Live – Weltweit Und zum Kotzen laaaaaaaaaang..........
...... wer der Meinung ist besser moderieren zu können als unser durchgeknallter Moderator Santa Jos hat die Möglichkeit seine Fähigkeiten zu testen und so als unser neuer Morningman eine unvergleichliche Karriere anzusteuern !

Für mehr Infos, Anregungen, Spenden, Kritik, Glückwünsche steht unser Team ( und Santa Jos ) ihnen gerne zur Verfügung

95 9 MUSIC RADIO
Gutenbergstrasse 1
6858 Schwarzach Vorarlberg /Österreich
Tel. ( 0043 ) 05572 / 501 611
Fax ( 0043 ) 05572 / 501 622
E-Mail : kontakt@music-radio.at
Homepage mit Real Audio und Webcam : www.music-radio.at

Radio mpv hofft auf eigene Lokalfrequenz

Das erste steirische Jugendradio mpv feiert Ende des Monats sein erfolgreiches zweijähriges Bestehen auf dem eigenständigen Sendefenster der Antenne Steiermark. In diesen zwei Jahren hat Radio mpv nicht nur eine wichtige mediale Plattform für Jugendkultur, KünstlerInnen, Initiativen und sonstige Organisationen installiert, sich mit der Einbindung Neuer Medien befaßt und ein erfolgreiches Internetradio auf die Beine gestellt, sondern im Rahmen des offenen Zugangs für alle Radiointeressierten konnten gut 400 junge Leute das professionelle Arbeiten im und mit dem Medium Radio erlernen. Durch den Erfolg des Sendefensters und gestärkt durch das Feedback unserer Hörerschaft streben wir natürlich nach wie vor eine eigene Lokalfrequenz für Graz an, abseits der herkömmlichen Rundfunkberieselung bereits bestehender Sender und versuchen vehement die Ausschreibung einer weiteren Frequenz für Graz voranzutreiben.

Abgesehen davon hat uns die Vielzahl von Radiointeressierten, die den Rahmen unsers bestehenden 5-stündigen Sendefensters einfach sprengen, veranlaßt, die Zulassung eines für alle frei zugänglichen, nichtkommerziellen mpv-Jugend- und Ausbildungsradios mit 24-stündiger Sendezeit zu beantragen. Radio mpv könnte somit schon im Frühjahr 2000 rund um die Uhr zu empfangen sein und damit das bestehende und bewährte professionelle Ausbildungsangebot in Verbindung mit den uns wichtigen inhaltlichen Belangen (Jugendkultur, Meinungsvielfalt und
gesellschaftspolitischer Diskurs, Nachwuchsförderung, Spartenradio, etc.) optimal verbinden.

Wie wir seit zwei Jahren beweisen, kann offenes und unabhängiges Radio durchaus professionell gemacht werden und wird durch die Erreichung gewisser Qualitätsstandards bei Aufbereitung und Produktion auch gerne vom Zielpublikum gehört. Wir erlauben uns schon jetzt unsere große mpv-Geburtstagsparty Anfang Dezember voranzukündigen, wo wir auch schon Konkretes zur geplanten Zukunft veröffentlichen können.

Homepage: Radio MPV

Energy zieht erfolgreiche Zwischenbilanz

nrj.gif (3486 Byte)Etwas früher als erwartet - in eineinhalb Jahren - will der Wiener Lokalsender "Radio Energy" den Break-even erreichen. "Wir arbeiten low-Budget. Wir haben im heurigen Geschäftsjahr Werbeerlöse im zweistelligen Millionenbereich und erreichen bereits eine Kostendeckung von 60 Prozent", sagte "Energy"-Geschäftsführerin Andrea Kozak-Kuszak.

70 Prozent der Werbeerlöse des jugendorientierten Senders werden über das eigene Vertriebsnetz erwirtschaft, die restlichen 30 Prozent über den Vermarktungsring Radio Marketing Service Austria (RMS) herein gespielt. Der Umwandlung der vierten ORF-Radiokette in ein Jugendprogramm sieht man gelassen entgegen. "Energy" gilt in der Branche als Hauptangriffsziel des ORF-Vorstoßes. "Wettbewerb belebt den Markt. Wir fürchten uns nicht, aber natürlich gleicht das ganze dem Kampf David gegen Goliath", so Kozak-Kuszak.

"Der Wiener Markt ist besetzt"
Programmchef Hans Knobloch: "Der Wiener Markt ist besetzt, ein zweiter Bewerber hat es da schwer. Wir haben jedenfalls gute Chancen, gegen 'Radio 4' zu bestehen. FM4 ist ein Minderheitenprogramm, 'Energy' spricht hingegen in der Kernzielgruppe zehn bis 29 Jahre den Mehrheitsgeschmack an. Es kann schon sein, dass wir etwas verlieren, aber im Bereich des Vertretbaren. Wir fahren unsere Linie weiter." Nicht so gut sei es, dass eine öffentlich-rechtliche Frequenz für etwas genutzt werde, was im Gesetz nicht vorgesehen sei. Besser wäre es, die vierte ORF-Kette gleich zu privatisieren, so Knobloch.

In einigen Jahren könnte sich dieses Thema von selbst erledigen. "Wenn es digitales Radio gibt, bin ich nicht mehr an lokale Frequenzen gebunden", so Knobloch. Auch das Internet werde neue Möglichkeiten bieten. "In vier Jahren kann ich Radio-Signale vielleicht schon via Internet empfangen. Dann heißen wir nicht mehr 'Energy 104,2', sondern 'Energy.at' oder 'Energy.com' mit vielen nationalen Ablegern. Die Pläne für ein solches Modell liegen beim NRJ-Konzern in Paris schon in der Schublade. Die Jungen werden damit ganz natürlich umgehen", erklärte Knobloch.

Die Wiener Lokalstation gehört zu einem der größten europäischen Radionetwerke, dem NRJ-Konzern, der bereits in mehr als 270 Städten Europas sendet. Jeder der Sender folgt dabei einem einheitlichen Grundkonzept: ein Radioprogramm mit klarer Orientierung auf die Zielgruppe zwischen zehn und 29 Jahren. Unter den Gesellschaftern befindet sich auch die Concorde Media des Filmhändlers Herbert Kloiber. Mittwochabend hat das Wiener "Radio Energy" seine neue Herbst-Kampagne präsentiert, in deren Mittelpunkt ein Weltreise-Gewinnspiel steht. (APA)

burgen1.gif (2406 Byte)Burgenland 1: Standard und Wiener steigen aus

Beteiligungsänderungen bei Privatradio "Burgenland 1" "Standard" und Metro Verlag geben Anteile ab - Burgenländisches Kabelfernsehen und BF-Medien übernehmen Wien (APA) - Beteiligungsverschiebungen gibt es beim privaten Regionalradio "Burgenland 1". Die Tageszeitung "Der Standard" sowie der Klosterneuburger Metro Verlag, der die Zeitschriften "Wiener" und "Wienerin" herausgibt, trennen sich von ihren Anteilen. Die beiden Medienhäuser waren mit je zehn Prozent beteiligt. Übernommen werden die Pakete vom Burgenländischen Kabelfernsehen (BKF), das schon bisher mit 15 Prozent größter Gesellschafter war, und der BF-Medien, die zehn Prozent hielt. "Standard"-Geschäftsführer Hans Peter Schmidtbauer bestätigte den Deal.

"Der Notariatsakt ist zwar noch nicht da, aber die Beschlüsse sind gefasst und die Verträge unterschrieben", sagte Schmidtbauer zur APA. Die Gründe für den Ausstieg: "Das Engagement bringt keine Synergien mehr. Wir sind in Sympathie ausgeschieden." Die wirtschaftlichen Perspektiven von "Burgenland 1" seien eher langfristig. Mit Gewinn wäre in drei Jahren zu rechnen, so der "Standard"-Geschäftsführer.

Keine Überlegungen gebe es über die Beteiligung am Wiener Regionalsender "88.6". Der Verlag Oscar Bronners hält zehn Prozent der Station. "Bei '88.6' bleiben wir mit Sicherheit drinnen", betonte Schmidtbauer. (APA)

Reformen bei Beteiligungsbeschränkungen möglich

Eine "seriöse Evaluierung" des Regionalradiogesetzes wünscht sich die ÖVP in der nächsten Legislaturperiode. "Wenn wir in der Regierung sind, müssen wir uns etwas überlegen", so Gerhard Popp, Pressesprecher von ÖVP-Minister und -Mediensprecher Wilhelm Molterer. "Ist das Gesetz in der jetzigen Form tauglich, um ein duales System leben zu können", laute dabei die Kernfrage.

Heimische Privatradiobetreiber sprachen sich zuletzt für eine Änderung bei den Beteiligungsbeschränkungen für Medienunternehmen aus. So dürfen sich Medienunternehmen mit höchstens 26 Prozent an einem Regional- oder Lokalradio beteiligen. Dazu sind zehn Prozent an zwei weiteren Sendern in anderen Bundesländern möglich. Ausländische Medienkonzerne würden diese Regelungen aber über Schachtelfirmen oder Stiftungen unterlaufen, so der Vorwurf österreichischer Radiomacher. Der britische Medienkonzern GWR hat etwa das Salzburger "Melody FM" zur Gänze übernommen und hält rund 50 Prozent an "Antenne Wien".

Für die ÖVP-Medienverhandler sei es vorstellbar, "regionale Begrenzungen zu lockern und bundesweitere Programme zu ermöglichen", meinte Popp zu diesen Bedenken. Man könnte etwa die Prozentsätze zwischen den verschiedenen Bundesländerradios öffnen. Gleiches gelte für die Lokalsender.

Ein weiterer Punkt: Wie öffentlich-rechtlich ist der öffentlich-rechtliche ORF. Im Zusammenhang mit den von den Privatradios heftig kritisierten Programmänderungen auf der vierten ORF-Radiokette Blue Danube Radio/FM4 meinte Popp: "Reformen müssen möglich sein. Wenn dadurch aber die Wettbewerbsbedingungen für die Privaten schlechter werden, muss man sich eine Reaktion überlegen. In der Praxis muss es ein duales System geben." (APA)

Grazer "Radio Helsinki" erhält befristete Lokalradiolizenz

Mit einer zeitlich befristeten Lokalradiolizenz wurde das Grazer "Radio Helsinki" bedacht: Ab 24. September wird der Sender des Vereins Freies Radio Steiermark im Grazer Raum einen Monat lang auf der Frequenz 103,2 zu hören sein. Programmschwerpunkt von "Radio Helsinki" ist der "steirische herbst". Dies gaben die Radiobetreiber am Mittwoch bekannt.

Ein tägliches "herbst-magazin" (10.00 bis 12.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr) soll die verschiedenen Veranstaltungen beleuchten, künstlerische Projekte vorstellen, Diskussionen übertragen und einen aktuellen Veranstaltungskalender liefern. Darüber hinaus stehen Eigenproduktionen von Grazer Künstlern sowie die Morgenleiste "Frühstück: ohne Eier" (7.00 bis 10.00 Uhr) auf dem Programm. (APA)

Schlechtes Klima zwischen ORF und Privatradios

Mit rund 500 Millionen Schilling (36,3 Mill. Euro) Werbeerlösen dürfen die heimischen Privatradios 1999 rechnen. Dies prognostizierte "Antenne Steiermark"-Geschäftsführer Alfred Grinschgl Dienstag abend bei einem Pressegespräch anläßlich des vierten Geburtstags der steirischen "Antenne". Der Wettbewerb zwischen Privaten und ORF werde sich nach Meinung Grinschgls künftig noch verschärfen.

Konfliktpotential sieht der Privatradiopionier vor allem bei den Rundfunkgebühren, dem Entgelt für ORF-Sendeanlagen, dem Radiotest sowie den "Radio 4"-Plänen des ORF. Die vom Parlament vor dem Sommer beschlossene Ausgleichszahlung (für entgangene Gebührenentgelte) an den ORF, die ab dem Jahr 2002 rund 600 Millionen Schilling beträgt, bezeichnete Grinschgl als "Raubzug in die Steuertöpfe". Die Presseförderung für Printmedien betrage immerhin bloß 250 Millionen Schilling pro Jahr. "Während sich die Privatradios ausschließlich aus Werbeerlösen finanzieren, bereitet sich der ORF auf den sanften Übergang von der Doppel- zur Dreifachfinanzierung vor."

Änderungen fordern die Privaten bei der Nutzung der ORF-Sendeanlagen. "Der ORF verlangt keine marktüblichen Preise, sondern Monopolentgelte", betonte Grinschgl. Allein "Antenne Steiermark" zahle pro Jahr fünf Millionen Schilling an den ORF. "Wenn wir die Sender selbst bauen, dann hat sich das in drei Jahren amortisiert." Im Herbst will Grinschgl neue Preisverhandlungen führen. "Die Verträge laufen noch eineinhalb Jahre. Entweder es gibt andere Tarife, oder wir bauen", sagte Grinschgl.

Während es auch bei der Finanzierung und Auswertung des Radiotests Meinungsverschiedenheiten gibt, zeichnet sich zumindest in der Erscheinungsweise des Tests Konsens ab. "Ab dem Jahr 2000 sollen Halbjahresberichte veröffentlicht werden, da sich die Vorlage von Quartalsberichten nicht wirklich bewährt hat." Gegen die Umwandlung der vierten ORF-Hörfunkkette in ein Jugendprogramm wollen die Privaten rechtlich vorgehen.

Allgemein sei das Klima zwischen ORF und Privatradios nicht gut. "ORF-Generalintendant Weis läßt keine Gelegenheit aus, um die Privaten schlecht zu machen", so Grinschgl. "Antenne"-Programmchef Oliver Pokorny: "Der ORF ist aus dem Kuratorium für Journalistenausbildung ausgetreten, weil man die Mitarbeiter nicht gemeinsam mit Privatradiomitarbeitern in einem Klassenzimmer ausbilden lassen wollte. Wirft man einen Blick auf die lange Liste jener Privatradiomitarbeiter, die mittlerweile im Sold des ORF stehen, hat Gerhard Weis allerdings die Maturazeugnisse der Privatradiomitarbeiter längst anerkannt. Es kann also nicht so ein Schund sein, wie Weis immer sagt."

Mit der Entwicklung bei "Antenne Steiermark" zeigten sich die Sender-Manager zum vierten Geburtstag zufrieden. Nach einem fulminanten Start und späteren Einbrüchen nach der großen Ö3-Reform wittert man nun wieder Morgenluft. Die Neupositionierung nach dem Relaunch vor drei Monaten sei laut Grinschgl gelungen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Sendern wurde zuletzt erheblich verbessert, erklärte Pokorny.

"Vor allem im Informationsbereich werden derzeit österreichweit Kooperationen gesucht." Die "Antenne" sei dabei auf dem Weg zum "Info-Syndicator", so Pokorny. Der Sender liefert Nachrichten an "Antenne 4" im Burgenland und künftig - zumindest am Wochenende - auch an "Life Radio" in Oberösterreich. Grinschgl rechnet damit, dass es in den kommenden Jahren unter den Privaten zu "Fusionierungen mit Mantelprogramm" kommen werde. Ein News-Mantel sei der erste Schritt in Richtung solcher Kooperationen.

Gemeinsam mit "Life Radio" hat man indes die neue Werbekombi "Österreich Mitte" gegründet. Das Tarifmodell wird in den nächsten Tagen vorgelegt und vorerst von 1. Oktober bis 30. Juni 2000 gelten. Die Vermarktung übernimmt voraussichtlich die RMS Austria. (APA)

Verhandlungen über "Grazer Stadtradio" dauern an

graz2.gif (1560 Byte)Beim "Grazer Stadtradio 107,5" dauern die Gespräche über Beteiligungsänderungen noch an. "Es ist noch nichts reif", erklärte Gesellschafter Rudi Hinterleitner am Montag. Während Wolfgang Messner, Vorstandsdirektor der Grazer Stadtwerke und Gesellschaftersprecher des Senders, vor dem Sommer noch von Verhandlungen mit "fünf Interessenten" gesprochen hatte, wurden zuletzt nur mehr vier Kandidaten kolportiert. Dabei handelt es sich nach Angaben eines Branchenkenners um den deutschen Burda-Konzern, die niederländische Murdoch-Tochter Sky Radio, die Media Süd-Ost der steirischen Leykam sowie eine Gruppe aus dem Umfeld der "Antennte Steiermark". Eine Entscheidung werde für Mitte Okober erwartet.

"Kein Kommentar. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen", meinte Hinterleitner dazu. Das "Grazer Stadtradio" dürfte für potentielle Bewerber vor allem deshalb interessant sein, weil es in der wirtschaftlich attraktiven Region nach der Koordinierung der Frequenzen mit Ungarn, Slowenien und Kroatien keine weiteren freien Sendefrequenzen mehr gibt. (APA

Privatradios planen rechtliche Schritte gegen" Radio 4"

Der geplante Relaunch der vierten ORF-Radiokette Blue Danube Radio/FM4 sorgt weiter für "böses Blut" unter den heimischen Privatradios. Ein Gutachten des Wiener Medienrechtlers Heinz Wittmann liefert den Privaten nun Munition. Tenor der Expertise: "Die Umwandlung des vierten Hörfunkprogramms des ORF in das geplante 'Radio 4' als Zielgruppenprogramm für die alternative Jugendszene widerspricht dem Rundfunkgesetz und begegnet Bedenken aus grundrechtlicher und wettbewerbsrechtlicher Sicht."

Die gesetzliche Auflage, dass die vierte Kette "vorwiegend fremdsprachig" sein muss, interpretiert Wittmann so, dass der ORF verpflichtet sei, "ein Programm für die internationale Gemeinde in Österreich in einer Struktur, wie sie durch Blue Danube Radio grundgelegt ist, zu veranstalten". Bei einer Realisierung der "Radio 4"-Pläne würde der ORF das Rundfunkgesetz verletzen. Weiters würde ein Relaunch zu einer "massiven Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der privaten Hörfunkveranstalter führen und damit einen Eingriff in die verfassungsgesetzlich gewährleistete Rundfunkveranstaltungsfreiheit bedeuten".

Wittmann, der auch als Mitglied der Privatrundfunkbehörde tätig ist, gibt in seinem Gutachten auch die Möglichkeit vor, wegen Verstoßes gegen das Verbot des unlauteren Wettbewerbs (UWG) vor das Handelsgericht zu ziehen. Auch eine Anrufung der Europäischen Kommission wäre denkbar. Nach Praxis der Kommission sei davon auszugehen, "dass das ORF-Programmentgelt als gesetzlich angeordneter Zwangsbeitrag den Tatbestand einer staatlichen Beihilfe im Sinne des EG-Vertrags erfüllt". Zu prüfen ist, in welchem Umfang die Gebührenfinanzierung, wenn sie zu einer Wettbewerbsverzerrung führt, durch den öffentlich-rechtlichen Auftrag gerechtfertigt ist.

Der Medienrechtsexperte geht alles in allem von einem "Verstoß gegen das Beihilferecht" sowie dem "Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung" durch den ORF aus. Sollte die Europäische Kommission diese Bedenken teilen, habe sie jedenfalls "weitgehendere Einsichtsrechte und -möglichkeiten als das österreichische Kartellgericht". Die Kommission könnte dann direkt auf dem Küniglberg eine "Prüfung der Geschäftsunterlagen" vornehmen.

"Wir haben lange geredet, jetzt soll es konkrete Schritte geben", sagte Marco Huter, Vorsitzender des Privatradioverbandes und Geschäftsführer des Salzburger Senders Melody FM, angesichts des Gutachtens. Mögliches Vorgehen: Beschwerde bei der Kommission zur Wahrung des Rundfunkgesetzes, Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof, Klage beim Handelsgericht, Gang zur Europäischen Kommission. "Die Frage ist: Was tun wir? Gehen wir gleich zur EU oder zuerst zur Rundfunkkommission. Klar ist, dass wir was tun. Es besteht nur die Gefahr, dass in Österreich nichts weiter geht, weil der ORF stark im Lobbying ist." Ein Gang zur Europäischen Kommission habe deshalb einiges für sich. "Coca-Cola musste eine Hausdurchsuchung erleben, vielleicht erleben wir das ja auch beim ORF auch", so Huter.

Wolfgang Fischer, Pressesprecher des ORF-Radios sieht die Expertise mit Gelassenheit. "Wir haben die Pläne rechtlich durchgeprüft. Wir sind sicher, dass das Projekt gesetzeskonform ist. Und offensichtlich ist auch das ORF-Kuratorium dieser Meinung, da es dem Reformvorhaben ja einhellig zugestimmt hat. Ansonsten ist von einem Auftragsgutachten nichts anderes zu erwarten", sagte Fischer. (APA)

92.6 Das City-Radio - In Linz die Nr. 1

92.6 Das CityradioUngebrochen steigend ist die Erfolgskurve von 92.6 Das City-Radio.  In nur zehn Monaten ist das City-Radio mit Steigerungsraten der  Tagesreichweiten und Marktanteile von bis zu 600 (!) Prozent pro  Quartal zu Österreichs größtem und erfolgreichsten Stadtradio gewachsen.

Laut neuesten offiziellen Radiotest ist 92.6 Das City-Radio in  der Landeshauptstadt Linz nicht nur der meistgehörte Privatsender, sondern in kürzester Zeit auch zu einer ernsthaften Konkurrenz für die öffentlich-rechtlichen Sender herangewachsen. Zu verschiedenen Tageszeiten hat 92.6 Das City-Radio die ORF-Sender   bereits deutlich überholt:

Huber, LengauerTagesreichweite: 1. Halbjahr 99, 14-49 Jahr Mo-So Linz:
92.6 Cityradio: 19,8 %, Life Radio 17,6 %, Radio OÖ 9,3 %.

Marktanteil: 1. Halbjahr 99, 10+ Mo-Fr in Linz:
ö3: 33%, Radio OÖ: 23 %, 92.6 Cityradio: 20 %, Life Radio 12%.

"Dieser Erfolg ist vor allem auf eine ausgewogene Musikmischung und eine lebendige, sehr vielfältige und lokal orientierte Berichterstattung zurückzuführen", erklären die 92.6-Geschäftsführer  Hans Huber und Christian Lengauer das Erfolgsrezept. Details über die Entwicklung von 92.6 Das City-Radio erhalten Sie unter radiosales@cityradio.at

hitradio ö3: Millionen-Fünfziger in Graz gefunden

hitradio ö3Ö3 und VISA machen 29jährigen Steirer zum Millionär

"Die wilden 50er" auf Ö3 sind vergangenen Montag in die Schlußrunde gegangen - und seit diesem Tag war ganz Österreich auf der Suche nach dem Millionen-Fünfziger mit der Gewinnnummer P 317 817 A. Nun ist er gefunden: Dem Besitzer - es ist der 29jährige Hannes Pracsner aus Graz-Wetzelsdorf - wurde heute morgen im "Ö3 Wecker" die Visa-Karte im Wert von einer Million Schilling übergeben.

Hannes Pracsner - er besitzt eine Firma für Palettenhandel - fand den begehrten 50er unter jenen Scheinen, die er als Wechselgeld am Mittwoch von der Bank abgeholt hat. Am Tag davor schrieb ihm einer seiner Lieferanten - ein LKW-Fahrer - die gesuchte Gewinnummer auf. Deshalb dachte Hannes Pracsner zuerst nur an einen schlechten Scherz, als er den Millionen-50er dann tatsächlich in seinem Wechselgeld fand.

Sofort rief er beim Ö3 Hörerservice an, um sich nochmals zu vergewissern, daß die Nummer auf seinem Schein tatsächlich die gesuchte Nummer war - und sie stimmte überein. Eine Kopie der Banknote gleich an Ö3 durchzufaxen (wie es die Spielregeln vorsehen) war übrigens nicht gleich möglich - zuerst mußte noch ein LKW beladen werden, da bereits ein Kunde wartete!

Als erstes wurde seine Freundin Beate - sie arbeitet als Krankenschwester in einem Grazer Krankenhaus - angerufen. Und bis zur Übergabe wurde der Schein in einem Buch im Haus der Eltern sicher aufbewahrt.

Heute morgen wurde dem Gewinner im "Wecker" die VISA-Karte im Wert von 1.000.000.- Schilling von KR Helmut Nahlik, dem Vorstandsvorsitzenden von VISA Austria, übergeben. Zuvor aber wurde der Schein von einem Vertreter der Nationalbank, Dir. Alfred Scherz, auf Echtheit untersucht, um Manipulationen restlos auszuschließen.

Konkrete Pläne mit dem Geld haben Hannes Pracsner und Beate schon - seit zwei Jahren wohnen sie in einem noch unfertigen Haus, nun kann der Bau abgeschlossen werden. Was dem frischgebackenen Millionär noch fehlt zu seinem Glück? Daß Beate "Ja" sagt und die beiden ein Ehepaar werden, so Pracsner. Sie wollten ja zuerst noch das Haus fertigbauen, um eine Familie zu gründen. Der Gewinn von Ö3 dürfte sie ihren Plänen und Träumen jetzt ein gutes Stück nähergebracht haben.

Rückfragehinweis: Öffentlichkeitsarbeit Ö3 01 / 36 069 / 19120

Drei zusätzliche Radiolizenzen ausgeschrieben

Drei Radiolizenzen hat nun die im Bundeskanzleramt angesiedelte Privatrundfunkbehörde ausgeschrieben: und zwar für die Bezirke Völkermarkt und Wolfsberg in Kärnten,Hallein in Salzburg sowie die Lizenz für das obere Ennstal in der Steiermark. Die entsprechenden Anträge können bis 15. Oktober bei der Privatrundfunkbehörde eingereicht werden.

Derzeit gibt es inklusive Oberes Ennstal 53 Privatradiolizenzen. Mit den Lizenzen für Völkermarkt/Wolfsberg sowie Hallein erhöht sich diese Zahl auf 55. Ob weitere Frequenzen hinzukommen, wird derzeit noch technisch geprüft.

© Der Standard

Burgenland 1 GF Schanta tritt ab

Burgenland 1Zu einem Knalleffekt kam es am Mittwoch in der Führungsetage der Privatradio Burgenland GmbH. Der bisherige Geschäftsführer Peter Schanta legte seine Funktion mit heutigem Tag zurück. Seine Agenden übernimmt Heinz Bundschuh, Geschäftsführer des Burgenländischen Kabelfernsehens (BKF). Der bisherigen Verkaufsleiterin Ingrid Fuhrmann wurde die Prokura erteilt.

Der Eisenstädter Schanta, Jahrgang 1961, hatte die Funktion des Geschäftsführers im Dezember 1997 übernommen. Unter seiner Führung ging der burgenländische Privatsender "radio servus" am 1. April 1998 erstmals auf Sendung. Nachdem die erzielte Reichweite jedoch hinter den Erwartungen zurück geblieben war, entschloß man sich Ende des Vorjahres zu einem Relaunch. Unter dem nunmehrigen Namen "Burgenland 1 - das Musikradio" wagte der Sender am 1. Februar 1999 einen Neustart. Über die Gründe des plötzlichen Ausscheidens Schantas, der vor seinem Engagement beim Privatradio über zehn Jahre lang Mitarbeiter des Aktuellen Dienstes im ORF-Landesstudio Burgenland war, gibt es derzeit keine Stellungnahmen. (APA)

Radio A1: Erste Bilanz nach 2 Monaten (von Richard Scheiber)

Radio A1Nach 2 Monaten "On Air" zeigt sich, zumindest hier bei A1 Radio -  daß sich das Arabella/Euro AC Format als richtig erweisen wird. Damit glauben wir, für unsere Region die richtige Musikmischung gefunden zu haben. Auch die Wirtschaftstreibenden werden nach und nach munter, derweilen steht man dem "neuen" Medium "Lokalradio" ja noch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Aber auch hier wird sukzesive ein Umdenken stattfinden. Als "Renner" erweisen sich unsere "Liveübertragungen" mit einem eigenen "Ü-Wagen" nebst 25 Watt Reportagensender sowie einem Music Taxi, der bei sämtlichen Veranstaltungen, ob Landesausstellung in Knittelfeld, Landesliga-Schlagerspiele oder Formel 1 auf dem A1-Ring eingesetzt wird.

Was unsere Homepage anbelangt (http://www.a1radio.at), so ist diese in Arbeit und sollte in Kürze zur Verfügung stehen.Wir denken weiters daran, sofern  die Austromechana hier nicht auch noch die Hand aufhält, unser Programm im MP3-Format  in das Netz zu stellen. Ansonsten sind wir daran, mit der Feinarbeit zu beginnen, und da und dort das Programm und dessen Fluß nachzujustieren. Große Bedeutung kommt hier natürlich der Verpackung zu,  die wir in Wien produzieren lassen (Station Voice: Christian Brunnner & Michael Seemann). Alles in allem  liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, das Radio zu dem werden zu lassen, was es letztendlich sein sollte: Gerne gehört...

Richard Scheiber
(Programmchef)

ORF installiert kommerzielles Jugendprogramm

ORFWIEN # Der ORF wird im Herbst sein FM4-Konzept ändern und ein kommerzielles Jugend-Programm anbieten. Programm- direktor Hans Knobloch über die Entscheidung der ORF-Kuratoren: "Für die junge Zielgruppe gibt es viel zu wenige Hörfunkangebote. Energy 104,2 hat sich seit Sendestart zum Ziel gesetzt, genau dem Bedürfnis junger Radiohörer zu entsprechen. Der ORF hat am Beispiel von Energy 104,2 gemerkt, daß ein konsequent ausgerichtetes Radio für junge Menschen äußerst erfolgreich sein kann."

Für Energy 104,2-Geschäftsführerin Mag. Andrea Kozák-Kuszák könnte die Entscheidung auch positive Auswirkungen auf den österreichischen Hörfunk- markt haben: «Es wird in Österreich viel über Wettbewerb gesprochen. Jetzt wird er auch im jungen Marktsegment Wirklichkeit. Wir begrüßen die neue Konkurrenzsituation und wünschen dem ORF viel Erfolg bei der Umsetzung der Pläne. Interessant wird allerdings sein, mit welcher Argumentation die Entscheidung des zu einem guten Teil aus Hörer- und Seher-Zwangsbeiträgen finanzierten ORF, Blue Danube Radio endgültig in einen kommerziellen - nicht mehr auf die internationale Hörerschaft ausgerichteten - Sender umzuwandeln, seitens des ORF begründet wird.»

(a3BOOM! für Radio Netz)

Vergl. auch:

ORF startet werbefinanziertes Jugendprogramm schon im Herbst
Privatrundfunkverband  kritisiert BDR/FM4 Pläne des ORF
Blue Danube Radio  - Die Geheimwaffe des ORF

Mazda Rainer hat Mehrheit bei 92.9 RTL übernommen

RTL RockmixDie SE-SE Liegenschaftsverwertungs GmbH, eine Tochter von Mazda-Rainer, hat die Mehrheit beim Wiener Lokalsender "92.9 RTL" übernommen, bestätigt "RTL"-Geschäftsführer Erich Schönberg. Die SE-SE, die bisher 6,4 Prozent des Senders hielt, hat ihre Anteile auf 27,8 Prozent gesteigert. Die PSK, bisher mit 23,4 Prozent beteiligt, erhöhte auf 26 Prozent.

Die beiden Gesellschafter übernahmen Anteilspakete des Falter Verlags (12 Prozent), der Ottakringer (10 Prozent) und von Thomas Madersbacher (2 Prozent), der sich inzwischen mit dem Wiener Kabel-TV-Sender TIV dem Fernsehen zugewandt hat. Weitere Anteilseigner von "RTL" sind derzeit mit 25,1 Prozent die deutsche Bertelsmann-Tochter CLT-UFA, der Manstein Verlag (10), die Wiener Städtische (7,1), Scholdan & Company (3,1) und Geyserich Tichy (0,9).

Ursprünglich war die deutsche Oschmann-Gruppe, die über die von ihr kontrollierte Salzburger Telefon & Buch VerlagsgmbH bereits 26 Prozent am Salzburger "Arabella" sowie je zehn Prozent an "Antenne Tirol" und "Antenne Vorarlberg" hält, an einem Einstieg bei "92.9 RTL" interessiert. Die Mazda-Rainer-Tochter SE-SE und die PSK haben jedoch ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen, erklärte Schönberg. Die Oschmann-Gruppe hatte sich in der Vergangenheit gemeinsam mit Nora Frey ("Radio Mega Herz") erfolglos um eine Wiener Radiolizenz bemüht. (APA)

MPV gewinnt Prozeß gegen Antenne Steiermark

PRESSEAUSSENDUNG

Erstgericht gibt MPV im Prozeß gegen Antenne Steiermark Recht. Nach eineinhalb Jahren liegt nun endlich das lang ersehnte Urteil im Rechtsstreit Medienprojektverein Steiermark (MPV), Betreiber des Jugendradios MPV, gegen Antenne Steiermark vor. Wie uns unser Rechtsanwalt Dr. Georg Eisenberger von der Anwaltssozietät Eisenberger & Partner am heutigen Tage mitgeteilt hat, hat das Erstgericht die Rechtsmeinung von MPV zur Gänze bestätigt. Eisenberger: "Das Urteil bestätigt das Senderecht von MPV sowohl am Donnerstag als auch am Sonntag auf der Frequenz der Antenne Steiermark. Das Erstgericht hat die Rechtsmeinung von MPV eindrucksvoll und unmißverständlich bestätigt."  Gleichzeitig wurde Antenne Steiermark vom Erstgericht für die Vertragsverletzung bis April 1999 zu einer Schadenersatzzahlung an MPV in Höhe von über S 3,7 Mio. verurteilt. Unabhängig davon, ob Antenne Steiermark gegen dieses Urteil Berufung erheben wird (Eisenberger: "Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Antenne Steiermark hat die Möglichkeit der Berufung an das OLG Graz"), wird MPV jedenfalls auch die entstandenen Schäden für die weiteren Vertragsverletzungen ab April 1999 gerichtlich geltend machen. Es bleibt abzuwarten, wie lange es sich Antenne Steiermark noch leisten kann, die abgeschlossenen Verträge nicht einzuhalten.
MPV ist jedenfalls überzeugt, daß das Jugendradio MPV bald sogar zwei Mal die Woche, nämlich Sonntag und Donnerstag jeweils 5 Stunden ab 20 Uhr on air zu hören ist.

Dessen ungeachtet wird das erste steirische Jugendradio MPV natürlich weiterhin Live im Internet auf der dazugehörigen Homepage www.radio-mpv.com zu empfangen sein.

Für Rückfragen bitten wir um Kontaktaufnahme mit unserer rechtsfreundlichen Vertretung Herrn Dr. Georg Eisenberger unter 0316/36 47 26 oder direkt mit unserer Geschäftsführung Christina Vaterl und Werner Kiegerl.

Vorsichtiger Optimismus in steirischer Privatradioszene

Werbe- und News-Verbund wird diskutiert

Die sieben steirischen Privatradios sehen nach unterschiedlich erfolgreichen Starts mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Wie bei einer Diskussionsveranstaltung Montag abend in Graz zu hören war, sind die meisten Stationen noch mit Nachjustierungen ihres Programms beschäftigt. Über einen Werbe- und Nachrichtenverbund in Anlehnung an niederösterreichische
Entwicklungen wird diskutiert.

Für die "Antenne Steiermark" als mit nunmehr bald vier Jahren ältesten Privatsender Österreichs ließ Geschäftsführer Alfred Grinschgl eine gewisse Unzufriedenheit erkennen. Nach einem anfänglichen Höhenflug habe man sich jetzt bei einer guten Reichweite im Segment der jungen Hörer etabliert. Grinschgl kündigte für die nächsten Monate inhaltliche Verfeinerungen an.
Die steirischen Lokalradios sind durchgängig dem sogenannten Arabella Euro AC-Format, das auf Oldies und Hits im Popbereich setzt, verpflichtet. Der Wortanteil, der bei maximal 15 Minuten in der Stunde liegt, wird skeptisch als "Ausschaltfaktor" gesehen und ist tendenziell auf dem Rückzug. Aus dem Rahmen fällt lediglich Franz Scherz mit seinem "Radio West" (Voitsberg), der stärker auf Volks- und volkstümliche Musik sowie deutsche Schlager setzt, und zum Teil Klaus Schuster von "Radio Grün Weiß" (Leoben), wo ein Mix von Pop und volkstümlicher Musik als Progammlinie gilt.

Insgesamt ist leicht konsumierbare, "mehrheitsfähige" Musik, kombiniert mit lokalen Informationen die Generallinie. Zumindest Karl-Heinz Kerschischnik vom "Grazer Stadtradio" kündigte an, daß in Zukunft auch Spartenprogramme berücksichtigt werden sollen, allerdings in weniger attraktiven Sendezeiten.

Eine enge Kooperation sind das "A1-Radio" (Judenburg) und "89,6 - Das Musikradio" (Bruck/Mur) sowohl redaktionell als auch in der Werbeakquisition eingegangen: Für Hans Marcher und Bruno Rabl, der News bei "Antenne" zukauft, eine zukunftsträchtige Perspektive, um die bestriebswirtschaftliche Gestion aller Privaten zu verbessern.

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