Der Privatradioverband bringt den ORF vor die EU-Kommission, weil dieser
Blue Danube in ein Jugendradio umwandelt. aus: (c) Die Presse, Wien 16.12.1999
aus "Kleine Zeitung" vom 10.12.99
Wie wird man noch vor dem Millenium innerhalb 3 Wochen komplett verrückt ? Diese Frage
wird vom 6.12 bis 1.1.2000 nur von einem einzigen Mann auf diesem Planeten zu beantworten
sein. Für mehr Infos, Anregungen, Spenden, Kritik, Glückwünsche steht unser Team ( und Santa Jos ) ihnen gerne zur Verfügung
Das erste steirische Jugendradio mpv feiert Ende des Monats sein erfolgreiches zweijähriges Bestehen auf dem eigenständigen Sendefenster der Antenne Steiermark. In diesen zwei Jahren hat Radio mpv nicht nur eine wichtige mediale Plattform für Jugendkultur, KünstlerInnen, Initiativen und sonstige Organisationen installiert, sich mit der Einbindung Neuer Medien befaßt und ein erfolgreiches Internetradio auf die Beine gestellt, sondern im Rahmen des offenen Zugangs für alle Radiointeressierten konnten gut 400 junge Leute das professionelle Arbeiten im und mit dem Medium Radio erlernen. Durch den Erfolg des Sendefensters und gestärkt durch das Feedback unserer Hörerschaft streben wir natürlich nach wie vor eine eigene Lokalfrequenz für Graz an, abseits der herkömmlichen Rundfunkberieselung bereits bestehender Sender und versuchen vehement die Ausschreibung einer weiteren Frequenz für Graz voranzutreiben. Abgesehen davon hat uns die Vielzahl von Radiointeressierten, die den
Rahmen unsers bestehenden 5-stündigen Sendefensters einfach sprengen, veranlaßt, die
Zulassung eines für alle frei zugänglichen, nichtkommerziellen mpv-Jugend- und
Ausbildungsradios mit 24-stündiger Sendezeit zu beantragen. Radio mpv könnte somit schon
im Frühjahr 2000 rund um die Uhr zu empfangen sein und damit das bestehende und bewährte
professionelle Ausbildungsangebot in Verbindung mit den uns wichtigen inhaltlichen
Belangen (Jugendkultur, Meinungsvielfalt und Wie wir seit zwei Jahren beweisen, kann offenes und unabhängiges Radio durchaus professionell gemacht werden und wird durch die Erreichung gewisser Qualitätsstandards bei Aufbereitung und Produktion auch gerne vom Zielpublikum gehört. Wir erlauben uns schon jetzt unsere große mpv-Geburtstagsparty Anfang Dezember voranzukündigen, wo wir auch schon Konkretes zur geplanten Zukunft veröffentlichen können. Homepage: Radio MPV
70 Prozent der Werbeerlöse des jugendorientierten Senders werden über das eigene Vertriebsnetz erwirtschaft, die restlichen 30 Prozent über den Vermarktungsring Radio Marketing Service Austria (RMS) herein gespielt. Der Umwandlung der vierten ORF-Radiokette in ein Jugendprogramm sieht man gelassen entgegen. "Energy" gilt in der Branche als Hauptangriffsziel des ORF-Vorstoßes. "Wettbewerb belebt den Markt. Wir fürchten uns nicht, aber natürlich gleicht das ganze dem Kampf David gegen Goliath", so Kozak-Kuszak. "Der Wiener Markt ist besetzt" In einigen Jahren könnte sich dieses Thema von selbst erledigen. "Wenn es digitales Radio gibt, bin ich nicht mehr an lokale Frequenzen gebunden", so Knobloch. Auch das Internet werde neue Möglichkeiten bieten. "In vier Jahren kann ich Radio-Signale vielleicht schon via Internet empfangen. Dann heißen wir nicht mehr 'Energy 104,2', sondern 'Energy.at' oder 'Energy.com' mit vielen nationalen Ablegern. Die Pläne für ein solches Modell liegen beim NRJ-Konzern in Paris schon in der Schublade. Die Jungen werden damit ganz natürlich umgehen", erklärte Knobloch. Die Wiener Lokalstation gehört zu einem der größten europäischen Radionetwerke, dem NRJ-Konzern, der bereits in mehr als 270 Städten Europas sendet. Jeder der Sender folgt dabei einem einheitlichen Grundkonzept: ein Radioprogramm mit klarer Orientierung auf die Zielgruppe zwischen zehn und 29 Jahren. Unter den Gesellschaftern befindet sich auch die Concorde Media des Filmhändlers Herbert Kloiber. Mittwochabend hat das Wiener "Radio Energy" seine neue Herbst-Kampagne präsentiert, in deren Mittelpunkt ein Weltreise-Gewinnspiel steht. (APA)
Beteiligungsänderungen bei Privatradio "Burgenland 1" "Standard" und Metro Verlag geben Anteile ab - Burgenländisches Kabelfernsehen und BF-Medien übernehmen Wien (APA) - Beteiligungsverschiebungen gibt es beim privaten Regionalradio "Burgenland 1". Die Tageszeitung "Der Standard" sowie der Klosterneuburger Metro Verlag, der die Zeitschriften "Wiener" und "Wienerin" herausgibt, trennen sich von ihren Anteilen. Die beiden Medienhäuser waren mit je zehn Prozent beteiligt. Übernommen werden die Pakete vom Burgenländischen Kabelfernsehen (BKF), das schon bisher mit 15 Prozent größter Gesellschafter war, und der BF-Medien, die zehn Prozent hielt. "Standard"-Geschäftsführer Hans Peter Schmidtbauer bestätigte den Deal. "Der Notariatsakt ist zwar noch nicht da, aber die Beschlüsse sind gefasst und die Verträge unterschrieben", sagte Schmidtbauer zur APA. Die Gründe für den Ausstieg: "Das Engagement bringt keine Synergien mehr. Wir sind in Sympathie ausgeschieden." Die wirtschaftlichen Perspektiven von "Burgenland 1" seien eher langfristig. Mit Gewinn wäre in drei Jahren zu rechnen, so der "Standard"-Geschäftsführer. Keine Überlegungen gebe es über die Beteiligung am Wiener Regionalsender "88.6". Der Verlag Oscar Bronners hält zehn Prozent der Station. "Bei '88.6' bleiben wir mit Sicherheit drinnen", betonte Schmidtbauer. (APA)
Eine "seriöse Evaluierung" des Regionalradiogesetzes wünscht sich die ÖVP in der nächsten Legislaturperiode. "Wenn wir in der Regierung sind, müssen wir uns etwas überlegen", so Gerhard Popp, Pressesprecher von ÖVP-Minister und -Mediensprecher Wilhelm Molterer. "Ist das Gesetz in der jetzigen Form tauglich, um ein duales System leben zu können", laute dabei die Kernfrage. Heimische Privatradiobetreiber sprachen sich zuletzt für eine Änderung bei den Beteiligungsbeschränkungen für Medienunternehmen aus. So dürfen sich Medienunternehmen mit höchstens 26 Prozent an einem Regional- oder Lokalradio beteiligen. Dazu sind zehn Prozent an zwei weiteren Sendern in anderen Bundesländern möglich. Ausländische Medienkonzerne würden diese Regelungen aber über Schachtelfirmen oder Stiftungen unterlaufen, so der Vorwurf österreichischer Radiomacher. Der britische Medienkonzern GWR hat etwa das Salzburger "Melody FM" zur Gänze übernommen und hält rund 50 Prozent an "Antenne Wien". Für die ÖVP-Medienverhandler sei es vorstellbar, "regionale Begrenzungen zu lockern und bundesweitere Programme zu ermöglichen", meinte Popp zu diesen Bedenken. Man könnte etwa die Prozentsätze zwischen den verschiedenen Bundesländerradios öffnen. Gleiches gelte für die Lokalsender. Ein weiterer Punkt: Wie öffentlich-rechtlich ist der öffentlich-rechtliche ORF. Im Zusammenhang mit den von den Privatradios heftig kritisierten Programmänderungen auf der vierten ORF-Radiokette Blue Danube Radio/FM4 meinte Popp: "Reformen müssen möglich sein. Wenn dadurch aber die Wettbewerbsbedingungen für die Privaten schlechter werden, muss man sich eine Reaktion überlegen. In der Praxis muss es ein duales System geben." (APA)
Mit einer zeitlich befristeten Lokalradiolizenz wurde das Grazer "Radio Helsinki" bedacht: Ab 24. September wird der Sender des Vereins Freies Radio Steiermark im Grazer Raum einen Monat lang auf der Frequenz 103,2 zu hören sein. Programmschwerpunkt von "Radio Helsinki" ist der "steirische herbst". Dies gaben die Radiobetreiber am Mittwoch bekannt. Ein tägliches "herbst-magazin" (10.00 bis 12.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr) soll die verschiedenen Veranstaltungen beleuchten, künstlerische Projekte vorstellen, Diskussionen übertragen und einen aktuellen Veranstaltungskalender liefern. Darüber hinaus stehen Eigenproduktionen von Grazer Künstlern sowie die Morgenleiste "Frühstück: ohne Eier" (7.00 bis 10.00 Uhr) auf dem Programm. (APA)
Mit rund 500 Millionen Schilling (36,3 Mill. Euro) Werbeerlösen dürfen die heimischen Privatradios 1999 rechnen. Dies prognostizierte "Antenne Steiermark"-Geschäftsführer Alfred Grinschgl Dienstag abend bei einem Pressegespräch anläßlich des vierten Geburtstags der steirischen "Antenne". Der Wettbewerb zwischen Privaten und ORF werde sich nach Meinung Grinschgls künftig noch verschärfen. Konfliktpotential sieht der Privatradiopionier vor allem bei den Rundfunkgebühren, dem Entgelt für ORF-Sendeanlagen, dem Radiotest sowie den "Radio 4"-Plänen des ORF. Die vom Parlament vor dem Sommer beschlossene Ausgleichszahlung (für entgangene Gebührenentgelte) an den ORF, die ab dem Jahr 2002 rund 600 Millionen Schilling beträgt, bezeichnete Grinschgl als "Raubzug in die Steuertöpfe". Die Presseförderung für Printmedien betrage immerhin bloß 250 Millionen Schilling pro Jahr. "Während sich die Privatradios ausschließlich aus Werbeerlösen finanzieren, bereitet sich der ORF auf den sanften Übergang von der Doppel- zur Dreifachfinanzierung vor." Änderungen fordern die Privaten bei der Nutzung der ORF-Sendeanlagen. "Der ORF verlangt keine marktüblichen Preise, sondern Monopolentgelte", betonte Grinschgl. Allein "Antenne Steiermark" zahle pro Jahr fünf Millionen Schilling an den ORF. "Wenn wir die Sender selbst bauen, dann hat sich das in drei Jahren amortisiert." Im Herbst will Grinschgl neue Preisverhandlungen führen. "Die Verträge laufen noch eineinhalb Jahre. Entweder es gibt andere Tarife, oder wir bauen", sagte Grinschgl. Während es auch bei der Finanzierung und Auswertung des Radiotests Meinungsverschiedenheiten gibt, zeichnet sich zumindest in der Erscheinungsweise des Tests Konsens ab. "Ab dem Jahr 2000 sollen Halbjahresberichte veröffentlicht werden, da sich die Vorlage von Quartalsberichten nicht wirklich bewährt hat." Gegen die Umwandlung der vierten ORF-Hörfunkkette in ein Jugendprogramm wollen die Privaten rechtlich vorgehen. Allgemein sei das Klima zwischen ORF und Privatradios nicht gut. "ORF-Generalintendant Weis läßt keine Gelegenheit aus, um die Privaten schlecht zu machen", so Grinschgl. "Antenne"-Programmchef Oliver Pokorny: "Der ORF ist aus dem Kuratorium für Journalistenausbildung ausgetreten, weil man die Mitarbeiter nicht gemeinsam mit Privatradiomitarbeitern in einem Klassenzimmer ausbilden lassen wollte. Wirft man einen Blick auf die lange Liste jener Privatradiomitarbeiter, die mittlerweile im Sold des ORF stehen, hat Gerhard Weis allerdings die Maturazeugnisse der Privatradiomitarbeiter längst anerkannt. Es kann also nicht so ein Schund sein, wie Weis immer sagt." Mit der Entwicklung bei "Antenne Steiermark" zeigten sich die Sender-Manager zum vierten Geburtstag zufrieden. Nach einem fulminanten Start und späteren Einbrüchen nach der großen Ö3-Reform wittert man nun wieder Morgenluft. Die Neupositionierung nach dem Relaunch vor drei Monaten sei laut Grinschgl gelungen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Sendern wurde zuletzt erheblich verbessert, erklärte Pokorny. "Vor allem im Informationsbereich werden derzeit österreichweit Kooperationen gesucht." Die "Antenne" sei dabei auf dem Weg zum "Info-Syndicator", so Pokorny. Der Sender liefert Nachrichten an "Antenne 4" im Burgenland und künftig - zumindest am Wochenende - auch an "Life Radio" in Oberösterreich. Grinschgl rechnet damit, dass es in den kommenden Jahren unter den Privaten zu "Fusionierungen mit Mantelprogramm" kommen werde. Ein News-Mantel sei der erste Schritt in Richtung solcher Kooperationen. Gemeinsam mit "Life Radio" hat man indes die neue Werbekombi "Österreich Mitte" gegründet. Das Tarifmodell wird in den nächsten Tagen vorgelegt und vorerst von 1. Oktober bis 30. Juni 2000 gelten. Die Vermarktung übernimmt voraussichtlich die RMS Austria. (APA)
"Kein Kommentar. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen", meinte Hinterleitner dazu. Das "Grazer Stadtradio" dürfte für potentielle Bewerber vor allem deshalb interessant sein, weil es in der wirtschaftlich attraktiven Region nach der Koordinierung der Frequenzen mit Ungarn, Slowenien und Kroatien keine weiteren freien Sendefrequenzen mehr gibt. (APA
Der geplante Relaunch der vierten ORF-Radiokette Blue Danube Radio/FM4 sorgt weiter für "böses Blut" unter den heimischen Privatradios. Ein Gutachten des Wiener Medienrechtlers Heinz Wittmann liefert den Privaten nun Munition. Tenor der Expertise: "Die Umwandlung des vierten Hörfunkprogramms des ORF in das geplante 'Radio 4' als Zielgruppenprogramm für die alternative Jugendszene widerspricht dem Rundfunkgesetz und begegnet Bedenken aus grundrechtlicher und wettbewerbsrechtlicher Sicht." Die gesetzliche Auflage, dass die vierte Kette "vorwiegend fremdsprachig" sein muss, interpretiert Wittmann so, dass der ORF verpflichtet sei, "ein Programm für die internationale Gemeinde in Österreich in einer Struktur, wie sie durch Blue Danube Radio grundgelegt ist, zu veranstalten". Bei einer Realisierung der "Radio 4"-Pläne würde der ORF das Rundfunkgesetz verletzen. Weiters würde ein Relaunch zu einer "massiven Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der privaten Hörfunkveranstalter führen und damit einen Eingriff in die verfassungsgesetzlich gewährleistete Rundfunkveranstaltungsfreiheit bedeuten". Wittmann, der auch als Mitglied der Privatrundfunkbehörde tätig ist, gibt in seinem Gutachten auch die Möglichkeit vor, wegen Verstoßes gegen das Verbot des unlauteren Wettbewerbs (UWG) vor das Handelsgericht zu ziehen. Auch eine Anrufung der Europäischen Kommission wäre denkbar. Nach Praxis der Kommission sei davon auszugehen, "dass das ORF-Programmentgelt als gesetzlich angeordneter Zwangsbeitrag den Tatbestand einer staatlichen Beihilfe im Sinne des EG-Vertrags erfüllt". Zu prüfen ist, in welchem Umfang die Gebührenfinanzierung, wenn sie zu einer Wettbewerbsverzerrung führt, durch den öffentlich-rechtlichen Auftrag gerechtfertigt ist. Der Medienrechtsexperte geht alles in allem von einem "Verstoß gegen das Beihilferecht" sowie dem "Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung" durch den ORF aus. Sollte die Europäische Kommission diese Bedenken teilen, habe sie jedenfalls "weitgehendere Einsichtsrechte und -möglichkeiten als das österreichische Kartellgericht". Die Kommission könnte dann direkt auf dem Küniglberg eine "Prüfung der Geschäftsunterlagen" vornehmen. "Wir haben lange geredet, jetzt soll es konkrete Schritte geben", sagte Marco Huter, Vorsitzender des Privatradioverbandes und Geschäftsführer des Salzburger Senders Melody FM, angesichts des Gutachtens. Mögliches Vorgehen: Beschwerde bei der Kommission zur Wahrung des Rundfunkgesetzes, Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof, Klage beim Handelsgericht, Gang zur Europäischen Kommission. "Die Frage ist: Was tun wir? Gehen wir gleich zur EU oder zuerst zur Rundfunkkommission. Klar ist, dass wir was tun. Es besteht nur die Gefahr, dass in Österreich nichts weiter geht, weil der ORF stark im Lobbying ist." Ein Gang zur Europäischen Kommission habe deshalb einiges für sich. "Coca-Cola musste eine Hausdurchsuchung erleben, vielleicht erleben wir das ja auch beim ORF auch", so Huter. Wolfgang Fischer, Pressesprecher des ORF-Radios sieht die Expertise mit Gelassenheit. "Wir haben die Pläne rechtlich durchgeprüft. Wir sind sicher, dass das Projekt gesetzeskonform ist. Und offensichtlich ist auch das ORF-Kuratorium dieser Meinung, da es dem Reformvorhaben ja einhellig zugestimmt hat. Ansonsten ist von einem Auftragsgutachten nichts anderes zu erwarten", sagte Fischer. (APA)
Ungebrochen steigend ist die Erfolgskurve von 92.6 Das City-Radio. In nur
zehn Monaten ist das City-Radio mit Steigerungsraten der Tagesreichweiten und
Marktanteile von bis zu 600 (!) Prozent pro Quartal zu Österreichs größtem und
erfolgreichsten Stadtradio gewachsen.
Laut neuesten offiziellen Radiotest ist 92.6 Das City-Radio in der Landeshauptstadt Linz nicht nur der meistgehörte Privatsender, sondern in kürzester Zeit auch zu einer ernsthaften Konkurrenz für die öffentlich-rechtlichen Sender herangewachsen. Zu verschiedenen Tageszeiten hat 92.6 Das City-Radio die ORF-Sender bereits deutlich überholt:
92.6 Cityradio: 19,8 %, Life Radio 17,6 %, Radio OÖ 9,3 %. Marktanteil: 1. Halbjahr 99, 10+ Mo-Fr in Linz: ö3: 33%, Radio OÖ: 23 %, 92.6 Cityradio: 20 %, Life Radio 12%. "Dieser Erfolg ist vor allem auf eine ausgewogene Musikmischung und eine lebendige, sehr vielfältige und lokal orientierte Berichterstattung zurückzuführen", erklären die 92.6-Geschäftsführer Hans Huber und Christian Lengauer das Erfolgsrezept. Details über die Entwicklung von 92.6 Das City-Radio erhalten Sie unter radiosales@cityradio.at
"Die wilden 50er" auf Ö3 sind vergangenen Montag in die Schlußrunde gegangen - und seit diesem Tag war ganz Österreich auf der Suche nach dem Millionen-Fünfziger mit der Gewinnnummer P 317 817 A. Nun ist er gefunden: Dem Besitzer - es ist der 29jährige Hannes Pracsner aus Graz-Wetzelsdorf - wurde heute morgen im "Ö3 Wecker" die Visa-Karte im Wert von einer Million Schilling übergeben. Hannes Pracsner - er besitzt eine Firma für Palettenhandel - fand den begehrten 50er unter jenen Scheinen, die er als Wechselgeld am Mittwoch von der Bank abgeholt hat. Am Tag davor schrieb ihm einer seiner Lieferanten - ein LKW-Fahrer - die gesuchte Gewinnummer auf. Deshalb dachte Hannes Pracsner zuerst nur an einen schlechten Scherz, als er den Millionen-50er dann tatsächlich in seinem Wechselgeld fand. Sofort rief er beim Ö3 Hörerservice an, um sich nochmals zu vergewissern, daß die Nummer auf seinem Schein tatsächlich die gesuchte Nummer war - und sie stimmte überein. Eine Kopie der Banknote gleich an Ö3 durchzufaxen (wie es die Spielregeln vorsehen) war übrigens nicht gleich möglich - zuerst mußte noch ein LKW beladen werden, da bereits ein Kunde wartete! Als erstes wurde seine Freundin Beate - sie arbeitet als Krankenschwester in einem Grazer Krankenhaus - angerufen. Und bis zur Übergabe wurde der Schein in einem Buch im Haus der Eltern sicher aufbewahrt. Heute morgen wurde dem Gewinner im "Wecker" die VISA-Karte im Wert von 1.000.000.- Schilling von KR Helmut Nahlik, dem Vorstandsvorsitzenden von VISA Austria, übergeben. Zuvor aber wurde der Schein von einem Vertreter der Nationalbank, Dir. Alfred Scherz, auf Echtheit untersucht, um Manipulationen restlos auszuschließen. Konkrete Pläne mit dem Geld haben Hannes Pracsner und Beate schon - seit zwei Jahren wohnen sie in einem noch unfertigen Haus, nun kann der Bau abgeschlossen werden. Was dem frischgebackenen Millionär noch fehlt zu seinem Glück? Daß Beate "Ja" sagt und die beiden ein Ehepaar werden, so Pracsner. Sie wollten ja zuerst noch das Haus fertigbauen, um eine Familie zu gründen. Der Gewinn von Ö3 dürfte sie ihren Plänen und Träumen jetzt ein gutes Stück nähergebracht haben. Rückfragehinweis: Öffentlichkeitsarbeit Ö3 01 / 36 069 / 19120
Drei Radiolizenzen hat nun die im Bundeskanzleramt angesiedelte Privatrundfunkbehörde ausgeschrieben: und zwar für die Bezirke Völkermarkt und Wolfsberg in Kärnten,Hallein in Salzburg sowie die Lizenz für das obere Ennstal in der Steiermark. Die entsprechenden Anträge können bis 15. Oktober bei der Privatrundfunkbehörde eingereicht werden. Derzeit gibt es inklusive Oberes Ennstal 53 Privatradiolizenzen. Mit den Lizenzen für Völkermarkt/Wolfsberg sowie Hallein erhöht sich diese Zahl auf 55. Ob weitere Frequenzen hinzukommen, wird derzeit noch technisch geprüft.
Der Eisenstädter Schanta, Jahrgang 1961, hatte die Funktion des Geschäftsführers im Dezember 1997 übernommen. Unter seiner Führung ging der burgenländische Privatsender "radio servus" am 1. April 1998 erstmals auf Sendung. Nachdem die erzielte Reichweite jedoch hinter den Erwartungen zurück geblieben war, entschloß man sich Ende des Vorjahres zu einem Relaunch. Unter dem nunmehrigen Namen "Burgenland 1 - das Musikradio" wagte der Sender am 1. Februar 1999 einen Neustart. Über die Gründe des plötzlichen Ausscheidens Schantas, der vor seinem Engagement beim Privatradio über zehn Jahre lang Mitarbeiter des Aktuellen Dienstes im ORF-Landesstudio Burgenland war, gibt es derzeit keine Stellungnahmen. (APA)
Was unsere Homepage anbelangt (http://www.a1radio.at), so ist diese in Arbeit und sollte in Kürze zur Verfügung stehen.Wir denken weiters daran, sofern die Austromechana hier nicht auch noch die Hand aufhält, unser Programm im MP3-Format in das Netz zu stellen. Ansonsten sind wir daran, mit der Feinarbeit zu beginnen, und da und dort das Programm und dessen Fluß nachzujustieren. Große Bedeutung kommt hier natürlich der Verpackung zu, die wir in Wien produzieren lassen (Station Voice: Christian Brunnner & Michael Seemann). Alles in allem liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, das Radio zu dem werden zu lassen, was es letztendlich sein sollte: Gerne gehört... Richard Scheiber
Für Energy 104,2-Geschäftsführerin Mag. Andrea Kozák-Kuszák könnte die Entscheidung auch positive Auswirkungen auf den österreichischen Hörfunk- markt haben: «Es wird in Österreich viel über Wettbewerb gesprochen. Jetzt wird er auch im jungen Marktsegment Wirklichkeit. Wir begrüßen die neue Konkurrenzsituation und wünschen dem ORF viel Erfolg bei der Umsetzung der Pläne. Interessant wird allerdings sein, mit welcher Argumentation die Entscheidung des zu einem guten Teil aus Hörer- und Seher-Zwangsbeiträgen finanzierten ORF, Blue Danube Radio endgültig in einen kommerziellen - nicht mehr auf die internationale Hörerschaft ausgerichteten - Sender umzuwandeln, seitens des ORF begründet wird.» Vergl. auch:
Die beiden Gesellschafter übernahmen Anteilspakete des Falter Verlags (12 Prozent), der Ottakringer (10 Prozent) und von Thomas Madersbacher (2 Prozent), der sich inzwischen mit dem Wiener Kabel-TV-Sender TIV dem Fernsehen zugewandt hat. Weitere Anteilseigner von "RTL" sind derzeit mit 25,1 Prozent die deutsche Bertelsmann-Tochter CLT-UFA, der Manstein Verlag (10), die Wiener Städtische (7,1), Scholdan & Company (3,1) und Geyserich Tichy (0,9). Ursprünglich war die deutsche Oschmann-Gruppe, die über die von ihr kontrollierte Salzburger Telefon & Buch VerlagsgmbH bereits 26 Prozent am Salzburger "Arabella" sowie je zehn Prozent an "Antenne Tirol" und "Antenne Vorarlberg" hält, an einem Einstieg bei "92.9 RTL" interessiert. Die Mazda-Rainer-Tochter SE-SE und die PSK haben jedoch ihr Vorkaufsrecht wahrgenommen, erklärte Schönberg. Die Oschmann-Gruppe hatte sich in der Vergangenheit gemeinsam mit Nora Frey ("Radio Mega Herz") erfolglos um eine Wiener Radiolizenz bemüht. (APA)
PRESSEAUSSENDUNG Erstgericht gibt MPV im Prozeß gegen Antenne Steiermark Recht. Nach
eineinhalb Jahren liegt nun endlich das lang ersehnte Urteil im Rechtsstreit
Medienprojektverein Steiermark (MPV), Betreiber des Jugendradios MPV, gegen Antenne
Steiermark vor. Wie uns unser Rechtsanwalt Dr. Georg Eisenberger von der Anwaltssozietät
Eisenberger & Partner am heutigen Tage mitgeteilt hat, hat das Erstgericht die
Rechtsmeinung von MPV zur Gänze bestätigt. Eisenberger: "Das Urteil bestätigt das
Senderecht von MPV sowohl am Donnerstag als auch am Sonntag auf der Frequenz der Antenne
Steiermark. Das Erstgericht hat die Rechtsmeinung von MPV eindrucksvoll und
unmißverständlich bestätigt." Gleichzeitig wurde Antenne Steiermark vom
Erstgericht für die Vertragsverletzung bis April 1999 zu einer Schadenersatzzahlung an
MPV in Höhe von über S 3,7 Mio. verurteilt. Unabhängig davon, ob Antenne Steiermark
gegen dieses Urteil Berufung erheben wird (Eisenberger: "Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig, Antenne Steiermark hat die Möglichkeit der Berufung an das OLG
Graz"), wird MPV jedenfalls auch die entstandenen Schäden für die weiteren
Vertragsverletzungen ab April 1999 gerichtlich geltend machen. Es bleibt abzuwarten, wie
lange es sich Antenne Steiermark noch leisten kann, die abgeschlossenen Verträge nicht
einzuhalten. Dessen ungeachtet wird das erste steirische Jugendradio MPV natürlich weiterhin Live im Internet auf der dazugehörigen Homepage www.radio-mpv.com zu empfangen sein. Für Rückfragen bitten wir um Kontaktaufnahme mit unserer rechtsfreundlichen Vertretung Herrn Dr. Georg Eisenberger unter 0316/36 47 26 oder direkt mit unserer Geschäftsführung Christina Vaterl und Werner Kiegerl.
Werbe- und News-Verbund wird diskutiert Die sieben steirischen Privatradios sehen nach unterschiedlich
erfolgreichen Starts mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Wie bei einer
Diskussionsveranstaltung Montag abend in Graz zu hören war, sind die meisten Stationen
noch mit Nachjustierungen ihres Programms beschäftigt. Über einen Werbe- und
Nachrichtenverbund in Anlehnung an niederösterreichische Für die "Antenne Steiermark" als mit nunmehr bald vier Jahren
ältesten Privatsender Österreichs ließ Geschäftsführer Alfred Grinschgl eine gewisse
Unzufriedenheit erkennen. Nach einem anfänglichen Höhenflug habe man sich jetzt bei
einer guten Reichweite im Segment der jungen Hörer etabliert. Grinschgl kündigte für
die nächsten Monate inhaltliche Verfeinerungen an. Insgesamt ist leicht konsumierbare, "mehrheitsfähige" Musik, kombiniert mit lokalen Informationen die Generallinie. Zumindest Karl-Heinz Kerschischnik vom "Grazer Stadtradio" kündigte an, daß in Zukunft auch Spartenprogramme berücksichtigt werden sollen, allerdings in weniger attraktiven Sendezeiten. Eine enge Kooperation sind das "A1-Radio" (Judenburg) und "89,6 - Das Musikradio" (Bruck/Mur) sowohl redaktionell als auch in der Werbeakquisition eingegangen: Für Hans Marcher und Bruno Rabl, der News bei "Antenne" zukauft, eine zukunftsträchtige Perspektive, um die bestriebswirtschaftliche Gestion aller Privaten zu verbessern.
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