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Radiotest Österreich 4/99

88.6: Kmiecik kommt morgens 31.3.2000
Schönberg verläßt 92.9 RTL Wien 30.03.2000
"Krone"-Stiftung übernimmt Wiener Privatradio 92,9 RTL 25.03.00
Neu in Graz: 107.5 Der Musiksender 13.03.2000
Lion.cc startet Internetradio "XXLarge Radio Austria" 11.03.2000
Graz: 107 5 Der Musiksender gegen Antenne Steiermark 09.03.2000
Verkauf von "Uno" und "Wörthersee" 08.03.2000
"ORF boykottiert österreichische Musik" 08.03.2000
Österreichs Privatradios droht Sendestopp 03.03.2000
Internet Radio PIONEER jetzt auch auf UKW 24.02.2000
Oberhauser geht von 88.6 zum Grazer Stadtradio 23.2.2000
a3BOOM! beendet Kooperation mit Radionetz 03.02.2000
Musikresearch für Life Radio von Spectra 02.02.2000
Hans Knobloch neuer NRJ-International PD 31.01.2000

88.6: Kmiecik kommt morgens 31.3.2000

88.6 Der MusiksenderAb 10. April übernimmt Martin Kmiecik, Ex-Antenne Steiermark-Moderator, die Morgenschiene bei 88.6 von Gerald Fleischhacker, der dafür in die Drive Time-Schiene am Nachmittag wechselt: Bernd Sebor kündigte in diesem Zusammenhang auch eine verstärkte Lokalberichterstattung am Morgen an.  Neu im Team ist außerdem Christoph Mierau (vorher beum "Kurier"), der ebenfalls in die Morgenschiene eingebunden wird, sowie Carola Gausterer (vorher bei Antenne Wien bzw. Ö3), die am Wochenende die Nachrichten übernimmt.

Die Sendung "Kult-Songs" wird außerdem auf Freitag und Sonntag ausgedehnt und ersetzt "Super-Klassiker" und "Juke Box", nachmittags wird es künftig ein "Journal kurz vor Fünf" geben sowie mehr lokalen Service. Begleitet wird der "Frühjahrsputz" bei 88.6 von einem neuen Jingle-Paket, das im Sender produziert wurde und auch bei 107,5 Der Musiksender in Graz im Einsatz ist.

Sebor verwies schließlich auf neue Zahlen einer Erhebung, die "auf einer größeren Stichprobe als der Radiotest in Wien" beruht: In Face-to-Face-Befragungen ergab sich laut seinen Angaben, daß 88.6 im 1. Quartal in der Altersgruppe 14-49 wieder nahe an die 20-Prozent-Grenze herangekommen ist. Nach dieser Erhebung lag Ö3 bei etwas über 50 Prozent.

Schönberg verläßt 92.9 RTL Wien

Wien · 29.03.00 · Erich Schönberg, Geschäftsführer des Wiener Rocksenders 92.9 RTL, wird den Sender am 13 Mai verlassen und am 15. Mai beim Sportmagazin Verlag einsteigen: Er wird dort neben Geschäftsführer und Herausgeber Herbert Pinzolits und Holger Baer (kommt vom Axel Springer Verlag Hamburg) als Mitglied der Geschäftsführung fungieren.

Die künftige Ressortverteilung beim Sportmagazin Verlag: Pinzolits fungiert vor allem als Herausgeber und wird neue Magazinprojekte für den österreichischen Markt entwickeln, Schönberg wird im operativen Bereich tätig sein, und Baer wird für den nötigen Know-how-Transfer von Springer sorgen.

Schönberg betonte gegenüber a3BOOM!, daß sein Weggang nichts mit den Diskussionen über die eigentlichen Eigentümer von 92.9 RTL zu tun hat: "Ich habe immer ein gutes Verhältnis zu den Eigentümern gehabt, die über meine Absichten auch rechtzeitig informiert wurden. Bis zu meinem Ausscheiden werde ich die Geschäfte sorgfältig weiterführen und eine geordnete Übergabe in die Wege leiten."

Bei 92.9 RTL ist derweilen noch alles offen: Die für Dienstag anberaumte Gesellschaftersitzung wurde auf Donnerstag verschoben, vermutlich will man das Ergebnis der Sitzung der Privatradiobehörde, die ebenfalls am 30. März tagt und die Gesellschafterstruktur bei 92.9 RTL unter die Lupe nehmen will, abwarten.

BACKGROUND:
Seit Anfang voriger Woche ist klar, wer hinter der bisher etwas rätselhaften SE-SE Liegenschaftsverwaltung von Burkhart Ernst, Besitzer von Mazda-Rainer, steckt: Der "Standard" recherchierte, daß hinter der SE-SE Liegenschaftsverwaltung eine Kurzwelle Privatstiftung steht - und hinter dieser Wolfgang Altermann und Hansjörg Fondermann, die die 66,6 Prozent SE-SE-Anteile kürzlich übernommen hatten.

Wolfgang Altermann ist nicht nur Geschäftsführer der Mediaprint (wie auch Fondermann), sondern auch als Geschäftsführer bei 88.6 Der Musiksender tätig, an dem die Krone Media mit 26 Prozent beteiligt ist. Hans Dichand, Herausgeber der "Krone", sitzt überdies neben Altermann und Fondermann im Beirat der Kurzwelle Privatstiftung.

Die Regionalradiobehörde wird nicht nur zu prüfen haben, ob bei dieser Konstruktion eine Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen über Beteiligungsverhältnisse vorliegt (was kaum der Fall sein dürfte, da solche Konstrukte vorher juristisch gründlich abgesichert werden), sondern auch, ob ein Verstoß gegen die Meldepflicht vorliegt: Laut Regionalradiogesetz muß bei Verkauf von mehr als 50 Prozent eines Senders bei der Regionalradiobehörde Meldung gemacht werden - was dem Vernehmen nach allerdings nicht geschehen ist.

Denkbar - aber noch im Bereich der Spekulation - ist jedenfalls, daß über kurz oder lang eine engere Abstimmung zwischen 88.6 und 92.9 RTL passieren könnte: Beide Sender sind vom Format her ohne große Probleme kompatibel. Die Karten auf dem Wiener Radiomarkt würden dadurch noch einmal neu gemischt.

aus: a3boom vom Mittwoch, 29.3.2000

"Krone"-Stiftung übernimmt Wiener Privatradio 92,9 RTL

Der "Standard" berichtet in seiner Dienstagausgabe, eine Privatstiftung der "Kronen Zeitung" habe die Mehrheit beim Wiener Privatradio 92,9 RTL übernommen. Unter Berufung auf Recherchen im Firmenbuch wurde die "Kurzwelle Privatstiftung" zum Jahreswechsel von Wolfgang Altermann und Hansjörg Fondermann als Geschäftsführer der Krone Vermögensverwaltung gegründet. Sie übernahm Ende Februar die Se-Se Liegenschaftsverwaltung, der 66 Prozent an 92,9 RTL Wien gehören.  Kaufpreis laut Firmenbuchakt: 3,75 Millionen Schilling. Im Beirat der Stiftung: Hans Dichand, Altermann und Fondermann. Altermann ist zugleich Geschäftsführer des Wiener Privatradios 88.6 mit den Hauptgesellschaftern "Krone" und Bank Austria. Kleinere Anteile an 88.6 halten Metro-Verlag, "Gewinn", Dornier und "Der Standard".

aus www.etat.at

Neu in Graz: 107.5 Der Musiksender

107.5 Der MusiksenderNach der mehrheitlichen Übernahme des Grazer Stadtradios durch Leykam und "Krone" geht das ehemalige Grazer Stadtradio 107,5 ab heute neue Wege - mit neuem Namen, neuem Programm und neuer Führungsmannschaft: Der Sender firmiert künftig unter 107.5 Der Musiksender.

Die neue Programmphilosophie stützt sich dabei auf das Ergebnis einer umfangreichen Marktanalyse: Mit den "beliebtesten Musiktiteln der 80er und 90er und den besten Songs der 60er und 70er Jahre" will man den Grazern eine echte Alternative zu Ö3 und der Antenne Steiermark bieten.

Das Programmkonzept stammt von 88.6-Geschäftsführer Bernd Sebor, Stationvoice ist wie bei 88.6 der Schauspieler Frank Hoffmann. Im Musikbereich werden die beiden Sender ebenso eng kooperieren wie auch im Programm- und im Marketingbereich, wo Synergien mit 88.6 genutzt werden sollen.

Das neue Führungsteam besteht aus Nikolaus Wisiak (Leykam Medien AG) und Bernhard Weiss (ehemals Assistent von Mediaprint-Geschäftsführer Wolfgang Altermann), die als neue Geschäftsführer fungieren. Norbert Oberhauser, vorher Unterhaltungschef bei 88.6, fungiert als Programmdirektor, Dieter Fellhofer (bisher Verkaufsleiter bei Mustang Jeans) übernimmt die Verkaufsleitung, für Marketing ist Birgit Lill zuständig.

Der Relaunch wird von einer großangelegten Werbekampagne begleitet: Plakate, City Lights, Inserate in der "Steirer Krone" und dem "Grazer" sowie zahlreiche Off-Air-Aktionen sollen die Sation mit dem neuen Namen bekanntmachen.

Das Team von 107.5 Der Musiksender will durch die Kampagne und das neue Musikformat die schon bisher beachtliche Reichweite von 16,5% (laut Radiotest 2. HJ, 14-49 Jahre, Mo-So) in der Stadt Graz weiter gesteigert werden: Mit einer technischen Reichweite von 400.000 Hörern erreicht der Sender fast die Hälfte aller Steirerinnen und Steirer - insbesondere in den Ballungsräumen.

Auch die Werbekunden profitieren von der Einführungskampagne, 20% Frühbucherrabatt garantiert 107.5 Der Musiksender all jenen Kunden, die bis 30. April 2000 ihre Kampagne für das Jahr 2000 buchen.

Lion.cc startet Internetradio "XXLarge Radio Austria"

Nach einigen Monaten Probelauf ist Lion.cc, der Online-Bereich des Buch-Papier- und Medienhandelskonzerns Libro, am Freitag 10.03.00 auf Sendung gegangen. XXLarge Radio Austria sei bereits ohne jegliche Promotion zum größten Internet-Radio Österreichs aufgestiegen, jetzt soll aus dem Nischenprodukt ein Vorzeigemodell für eine neue Form des Entertainment werden, sagte Lion.cc-Geschäftsführer Herbert Mayrhofer bei der Präsentation in Wien.

Der Online-Sender strahlt täglich 24 Stunden Programm aus, entweder reine Musikbeiträge oder gekoppelt an einen Chat. Programmchef des neuen XXL-Radios ist der 16-jährige Harry Just, der als EDV-Lehrling bei Lion.cc das Radio auch aufgebaut hat. Ziel sei es, eigene Communities zu schaffen und für einzelne Lion.cc-Aktivitäten spezielle Sendeleisten zu entwickeln. Gestartet wird mit einem Programm für die virtuelle Partnerbörse Love.at, so Mayrhofer.

Als Moderator soll der ehemalige Ö3-Redakteur Meinrad Nell gewonnen werden. Pläne aus dem Internet-Radio irgend wann ein terrestrisches Radio zu entwickeln gebe es keine. Damit würde die Legitimation für ein solches Medium verloren gehen, betonte Mayrhofer. Derzeit sei das Internetradio das einzige wahre demokratische Medium, bei dem die Besucher das Programm bestimmten.  Zusätzlich bietet Lion.cc ab kommenden Mittwoch eine "Radio Construction CD-Rom", die eine Anleitung für den Bau eines eigenen Interent-Radiosenders im Wohnzimmer enthält. Basis für die neue Form des Privatradios ist die MP3-Technologie. Die Gratis-CD-Rom enthält außerdem die 32 besten MP3-Songs aus den mehr als 500 an den MP3-Kanal von Lion.cc gesendeten Files. (APA)

Graz: 107 5 Der Musiksender gegen Antenne Steiermark

Nach den umfangreichen Änderungen der Beteiligungsverhältnisse startet das lokale Grazer Stadtradio am Montag (13. 3.) einen umfassenden Relaunch: Nach der mehrheitlichen Übernahme durch die Leykam Medien AG und die Krone Verlags GmbH wird der Privatsender künftig "107.5 Der Musiksender" heißen, auch das gesamte Team wurde erneuert. Nicht nur im Namen, sondern auch im Programm- und Marketingbereich soll es künftig eine enge Kooperation mit dem Wiener Radio "88.6 Der Musiksender" geben.  Für die Leykam Medien AG zieht Nikolaus Wisiak in der Geschäftsführung die Fäden, für die Krone Verlags GmbH Bernhard Weiss. Sie sollen, unterstützt durch großangelegte Werbekampagnen, Plakate und Inserate, versuchen, dem Stadtradio Zuwächse zu bescheren. Derzeit liegt die Reichweite eigenen Angaben zufolge bei 16,5 Prozent bei den 14-49-Jährigen.  Mit dem 88.6-Konzept sehen die Grazer Radiomacher die Chance, "eine echte Alternative zu Ö3 und der Antenne Steiermark" zu werden, hieß es am Mittwoch: Das Konzept stammt von 88.6-Geschäftsführer Bernd Sebor, als Programmdirektor kommt der ehemalige 88.6-Unterhaltungschef Norbert Oberhauser. (aus: www.etat.at)

Verkauf von "Uno" und "Wörthersee"

Klagenfurt - Die Kärntner Privatradio-Szene befindet sich im Umbruch. Der Pionier der privaten Sendestationen, Willi Weber, will sowohl "Radio Uno" als auch "Radio Wörthersee" verkaufen. Als Interessenten treten die Betreibergruppe "Italian Network" bzw. eine Kärntner Gruppe um die Styria-Verlagsgesellschaft und die Multi Media Zeitschriften Verlags GesmbH.auf. Multi-Media-Chef Norbert Sternad bestätigte am Dienstag gegenüber der APA, dass man in intensiven Verhandlungen mit Weber um den Kauf von "Radio Wörthersee" stehe. Ebenso wolle man vom Villacher die Spittaler Lokalfrequenz "Radio Gute Laune" erwerben. Sternad rechnet schon in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung.
Als Kaufpreis für "Radio Uno" werden rund acht Millionen Schilling gehandelt. Der Sender befindet sich auf dem Dreiländereck oberhalb von Arnoldstein (Bezirk Villach) knapp hinter der Staatsgrenze auf italienischem Gebiet. "Italian Network" besitzt bereits einen Sender in Mailand und einen auf Sizilien. Mit Hilfe der Radio-Uno-Station soll Oberitalien beliefert werden.  Willi Weber galt in Kärnten jahrelang als "Radio-Rebell", da er schon vor der Radio-Liberalisierung von Italien aus vorerst den Raum Villach und in der Folge nahezu ganz Kärnten mit einem Radioprogramm versorgt hatte. Jetzt will er sich dem Vernehmen nach ins Privatleben zurückziehen. (aus: www.etat.at)

"ORF boykottiert österreichische Musik"

Musikergilde: Öffentlich-rechtliche Anstalt missachtet Kulturauftrag

Ein klares Bekenntnis zu den in Österreich lebenden Musikschaffenden fordern erneut Musikergilde http://www.musikergilde.at und Musikergewerkschaft vom ORF. "Ein öffentlich-rechtlicher Sender hat eine wichtige Aufgabe, wenn er allerdings wie ein privater agiert, soll er sich auch so finanzieren. Nicht nur der volkswirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden - Tausende Musikschaffende kämpfen schlicht um ihre Existenz. Unsere Geduld ist erschöpft", erklärte der Präsident der Musikergilde, Peter Paul Skrepek. Der ORF hat bisher auf die Forderungen der Musiker nicht reagiert.

"Musik aus Österreich ist vom ORF vorsätzlich ausgeblendet worden. In erster Linie betroffen ist die junge Generation von Musikerinnen und Musikern, über die der staatliche Rundfunk gleichermaßen ein Aufführungs- und Wettbewerbsverbot verhängt hat - auf Weisung einer deutschen Rundfunkberatungsfirma. Neue Talente dürfen sich bei uns nicht entwickeln", so Skrepek. Sogar die musikalische Gestaltung, zum Beispiel die Ö3-Signations, wurden importiert. Von Seiten des ORF-Pessesprechers Wolfgang Fischer hieß es dazu, dass die österreichischen Komponisten noch nicht soweit wären.

Die Musikergilde sieht in der Umgestaltung der Regionalsender zu Formatprogrammen auch die volkstümliche Musikszene bedroht. "Popmusik Made in Austria wird bereits seit mehreren Jahren boykottiert, Jazz sowie Avantgarde führen nur während der Nachtstunden ein Schattendasein", so Skrepek gegenüber pressetext.austria. Hörfunkintendant Manfred Jochum wies für den ORF die Kritik zurück: "Auf eine Quotenregelung lassen wir uns nicht ein. Wir lassen uns unsere Programme nicht ruinieren."

Skrepek sieht darin einen direkten Angriff auf die österreichischen Musiker: "Das hieße, dass der Einsatz heimischer Musik ruinös auf das ORF-Programm wirke. Jochum blieb jedoch eine Begründung dieser diffamierenden Unterstellung schuldig. Der pathologische Hass auf alles Eigene mutiert dabei zur schlechten Karikatur einer Antithese der Xenophobie", so Skrepek.

Der Filmmusik-Komponist und Studiomusiker Mischa Krausz (Foto) fordert, dass sich der ORF an den EU-Standard annähert und heimische Produktionen in jenem Ausmaß sendet, wie es für andere EU-Staaten wie zum Beispiel Italien, Frankreich, Spanien oder Großbritannien schon immer eine Selbstverständlichkeit ist. "Gesetzlichen Regelungen soll der ORF durch Verankerung dieses Grundsatzes in seinen Programmrichtlinien zuvorkommen", so Krausz.

Der ORF kündigte für die folgenden Tage eine schriftliche Stellungnahme an. Bis heute blieb diese jedoch aus. Auch mehrere Anfragen von pressetext.austria beim ORF blieben erfolglos. "Sollten die ORF-Verantwortlichen den gesetzlichen Kulturauftrag weiter als unverbindliche Empfehlung interpretieren, werden wir die Gebührenfrage stellen müssen", erklärte Skrepek. (ww)

Aussender: pressetext.austria

Österreichs Privatradios droht Sendestopp

Verfassungsexperte rechnet mit Aufhebung des Gesetzes - ÖVP und FPÖ versprechen "Reparatur" - Suche nach Frequenzen startet

Die Angst vor der Aufhebung des Regionalradiogesetzes und der damit verbundenen Lizenzen geht derzeit unter den heimischen Privatradiomachern um. "Die Situation ist unbefriedigend", meinte der oberösterreichische Lokalradiobetreiber Wolfgang Gabler am Donnerstag in Wien beim vom Verlag Medien & Recht organisierten Seminar "Privatradio 2000". Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) prüft derzeit das Gesetz. Eine Entscheidung des Höchstgerichts wird in der Juni-Session erwartet. Kommt es zur Aufhebung, befürchten die Radiomacher "Sendepause" auf ihren Frequenzen. Zu Recht, sagen Juristen.

Für den Verfassungsexperten Michael Holoubek besteht diese Angst zu Recht. "Zurück an den Start kennen wir ja schon. Müsste ich tippen, würde ich auf die Variante der Aufhebung setzen", so Privatrundfunkbehörden-Mitglied Holoubek. Betroffen wären davon verschiedene Stationen in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten und Tirol. "Aus dem Schneider" sind Sender wie das "Life Radio" in Oberösterreich, "Rpn" in Niederösterreich, das Salzburger "Melody FM" oder "Antenne Steiermark". Gegen diese Stationen laufen keine Beschwerdeverfahren anderer Radio-Interessenten.

"Egal, was der Verfassungsgerichtshof entscheidet, die Reparaturmechanismen werden relativ rasch gehen", erklärte Gerhard Popp, ÖVP-Medienverhandler und Pressesprecher von ÖVP-Mediensprecher und Minister Wilhelm Molterer. "Wir werden uns bemühen, dass kein Radio abgedreht wird. Politisches Ziel ist es, dass bestehende Radios weiter senden können", so Popp. Folgt man Kurt Lukasek, FPÖ-Medienverhandler und Mitglied der Privatrundfunkbehörde, dann sind "Übergangsregelungen für bestehende Lizenz-Bescheide" denkbar. Anschließend müsste es natürlich ein neues Lizenz-Verfahren geben. Aber: "Niemand soll in die Wüste geschickt werden", sagte Lukasek.

Rechtliche Entscheidungen könnten bald auch in Sachen Fernsehen fallen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg beschäftigt sich mit einer Beschwerde von Hans Dichands Tele 1. Dichand war 1993 eine terrestrische TV-Lizenz für den Ballungsraum Wien verweigert worden. Tele 1-Anwalt Thomas Höhne erwartet "demnächst" das Urteil, wie er am Rande der Veranstaltung sagte. Schon 1993 wurde Österreich in Sachen TV in Straßburg verurteilt. Die heimische Medienpolitik will dieses Thema aber ohnehin bald vom Tisch haben. "Wir werden flächendäckendes Privatfernsehen in dieser Legislaturperiode zustande bringen, neben dem ORF und in einer Form, die die Digitalisierung nicht versperrt", berichtete Popp.

Neben dem Fernsehbereich will die neue ÖVP-FPÖ-Regierung diverse Kompetenzen in einer unabhängigen Medienbehörde bündeln. Popp sprach von "Familienzusammenführung". Frequenzgutachten im TV- und Radiobereich werden in den nächsten Tagen ausgeschrieben und sollen noch vor dem Sommer für das nötige Unterfutter sorgen. "Wir suchen nach zusätzlichen Frequenzen. Wir werden schauen, ob der ORF 'Familiensilber' versteckt oder ob das Frequenzbüro auf irgendwelchen 'Ostereiern' sitzt", so Lukasek. Das Privat-TV-Gesetz könnte dann noch vor der Sommerpause in Begutachtung gehen.

Darüber, ob man dem ORF eine Radiokette - im Gespräch war zuletzt FM4 - wegnimmt, will FPÖ-Vertreter Lukasek vorerst nicht spekulieren. "Das wird man alles nach dem Gutachten sehen." Die ÖVP und Popp präferieren die Ermöglichung der "Kettenbildung", so dass es "de facto" bundesweites Privatradio gibt. Die Privatisierung einer ORF-Kette würde "mit einem Schlag" ja auch neue Konkurrenz für die bestehenden Regional- und Lokalradios bedeuten. Alles in allem sei beim Regionalradiogesetz eine "umfassende Novelle" geplant. In Richtung Opposition meinte Popp, dass das Medienpapier von ÖVP und FPÖ so gemacht sei, dass es "auch die SPÖ mittragen kann, wenn es im Parlament nicht eine Fundamentalopposition gibt". (APA)

Internet Radio PIONEER jetzt auch auf UKW

Das neue Internet-Radio PIONEER (Motto: Melodic Rock is back) ist seit November nun auch terrestrisch zu empfangen, und zwar über die Frequenzen von Radio M1 im Großraum Innsbruck (104.2) und in Südtirol (96.9). Immer Mttwoch und Sonntag jeweils ab 21:00 laufen die Sendungen, die 1 Monat zuvor live im Internet gesendet wurden.

Oberhauser geht von 88.6 zum Grazer Stadtradio 23.2.2000

Graz/Wien · 23.02.00 · Neuer Programmdirektor beim Grazer Stadtradio 107,5 wird Norbert Oberhauser, bisher bei 88.6 Der Musiksender in Wien. Überhaupt engagiert sich 88.6 stark beim Grazer Sender: Bernd Sebor, geschäftsführender Programmdirektor von 88.6, wird in Graz den Relaunch des Programms leiten, er hatte bereits früher Relaunches bei Burgenland 1 und kleineren Sendern vorbereitet.
Hintergrund des Engagements ist vermutlich der Gesellschafterwechsel beim Grazer Stadtradio: Ende '99 hatte bekanntlich die "Krone" ihre 10-Prozent-Beteiligung an Antenne Steiermark zurückgelegt und war beim Grazer Stadtradio eingestiegen - die "Krone" ist auch mit 26 Prozent an 88.6 beteiligt.

aus a3boom

a3BOOM! beendet Kooperation mit Radionetz

Fast ein Jahr lang lieferte a3BOOM! News & Hintergrund-Stories für die private Homepage von Radionetz unabhängig recherchiert, aktuell - und unendgeltlich.

Jetzt teilte Peter Prohaska, Betreiber der Homepage, mit, daß er sich die Nachrichten auf seiner Homepage in Zukunft sponsern lassen will. Das entspricht nicht ganz unserer Auffassung von Journalismus. Gespräche über Formen einer möglichen Zusammenarbeit lehnte Prohaska ab. Da wir nicht auch noch in die grassierende Unsitte unendlicher "Sondierungsgespräche" verfallen wollen, bringen wir künftig  die Radionews direkt auf unserer eigenen Homepage unter

                                www.a3verlag.com

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch weiterhin mit Berichten versorgen,   damit wir wie bisher aktuell aus der österreichischen Radioszene berichten können.
Mit freundlichen Grüßen

Christian  Krebs
Chefredakteur a3BOOM!
Tel.:       (022 36) 425 28-35
eMail:     ch.krebs@a3verlag.com

Stellungnahme zur Meinung von Herrn Krebs/a3-Verlag:

Am Freitag, den 28.1. kontaktierte ich Herrn Krebs /a3-Boom und teilte ihm mit, daß radionetz.at seine Nachrichten und Beiträge in Zukunft selbst firmenintern produzieren werde. Dies war eine logische Konsequenz, da wir seit Mitte 1999 nur noch sehr vereinzelt Radio-Meldungen vom a3-Verlag erhielten.

Tatsache ist, daß radionetz.at von Anfang an (Sommer 1998) ein Internet-Forum der Firma Cybernetworx war und ist. Wenn Herr Krebs jetzt von einer 'privaten Homepage' spricht, (die immerhin mehr als 12.500 Besucher und knapp 60.000 PageImp. monatlich erreicht!) dann klingt das für mich eher nach Verzweiflung und weniger als Anerkennung, daß radionetz.at mittlerweile einen fixen Bestandteil der heimischen Radioszene darstellt. Bis vor wenigen Wochen hieß es noch, es sei sehr zeit- und kostenaufwendig, einen a3-Boom-Redakteur wöchentlich mehrere Stunden für radionetz.at (unentgeltlich) recherchieren zu lassen.

Und siehe da: Innerhalb einer Woche ist es a3-Boom auf einmal möglich, eine eigene Internet-Seite extra für Radio Themen und News zu betreiben. Im übrigen haben wir die Beziehung zum a3-Verlag bis dato prinzipiell für 'gut' empfunden und wir stehen abgesehen von Radio/News-Meldungen dem Verlag in Zukunft gerne für andere Vorhaben zur Verfügung.

Radionetz.at bedankt sich an dieser Stelle bei allen Stationen und hofft weiterhin auf gute Zusammenarbeit. Infos/Kontakt wie bisher an office@radionetz.at

MfG
Peter Prohaska

Musikresearch für Life Radio von Spectra 02.02.2000

Im Herbst 1999 ließ Life Radio verschiedene quantitative und qualitative Umfragen und Studien durchführen: Sowohl die Promotion "Der größte oberösterreichische Musiktiteltest" als auch ein Musikresearch (vom Marktforschungsinstitut Spectra auf Basis einer repräsentativen Befragung durchgeführt) und die Qualitative Hörerbefragung (durchgeführt von IMAS) bestätigten den "grundsätzlich richtigen Kurs" und bildeten gleichzeitig die Basis für weitere Programmaktivitäten, die ab Anfang Februar on-air gehen sollen.

An der Spitze steht dabei die leichte Erhöhung der Musiktitel aus den 60er, 70er und 80er Jahren, mit denen man den Wünschen der Hörer nach einer breiten und abwechslungsreichen Musikmischung noch mehr Rechnung tragen will. Außerdem werden neue Verpackungselemente und Jingles eingesetzt.

Neu konzipiert wurde schließlich auch der Internet-Auftritt (seit 31. Jänner unter www.liferadio.at): Er bietet aktuellere und umfassendere Informationen z.B. in den Bereichen Musik und Kino und wurde übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet. Außerdem gibt es jetzt auch bei Life Radio eine interaktive Studio-Tour, und es wurde eine Fotogalerie zu Veranstaltungen und Events eingerichtet

aus: a3boom

Hans Knobloch neuer NRJ-International PD 31.01.2000

Hans Knobloch (36), bisher Programmdirektor von Energy 104,2 Wien, ist zum 15. Februar zum neuen International Program Director der NRJ-Gruppe berufen worden. Damit ist Hans Knobloch für die strategische Programmentwicklung der NRJ-Stationen in Deutschland, Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und Belgien zuständig.
Seine Agenden in Wien übernimmt Christian Schalt (23), bisher Creative Director  von Energy 104,2. Christian Schalt ist seit Sendestart im April 1998 in Wien, davor   arbeitete er bei planet radio in Frankfurt und bei Radio FR 1 in Freiburg.

Energy 104,2-Geschäftsführerin Mag. Andrea Kozak-Kuszak: "Die Berufung von Hans Knobloch zum International PD ist auch eine Bestätigung für die hervorragende Performance von Energy 104,2 in Wien. In Christian Schalt haben wir den idealen Nachfolger gefunden, da er auch bisher entscheidend am Programmerfolg beteiligt war. Hans Knobloch wünsche ich, dass er auch international genauso so viel Erfolg haben wird wie in Wien."

Radio Energy 104,2 Wien - Wir machen die Hits!

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