Howard
Stern wechselt zum Sat-Radio Sirius
Sirius
lässt sich Howard-Stern-Show jährlich 100 Mio. Dollar kosten
Der
umstrittene aber äußerst erfolgreiche Radiomoderator Howard
Stern wird mit seiner Show ab 2006 beim Satellitenradio Sirius on air
gehen. Finanzielle Einzelheiten über den auf fünf Jahre ausgelegten
Vertrag wurden nicht bekannt gegeben. Sirius teilte aber mit, dass es
sich die Produktion der Show inklusive Sterns Gehalt rund 100 Mio. Dollar
pro Jahr kosten lassen werde, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).
Sterns Vertrag mit seinem aktuellen Arbeitgeber Viacom läuft 2005
aus.
Die Übernahme
der Stern-Show könnte für Sirius allerdings leicht zu einem
finanziellen Debakel werden. Das Satellitenradio warnte in einer Mitteilung
an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, dass es zur Deckung
der Produktionskosten für die publikumswirksame Show mindestens
eine Mio. Kunden an sich binden müsse. Zum Ende des zweiten Quartals
dieses Jahres konnte Sirius auf insgesamt 480.341 verweisen, ein Plus
von 37 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Howard
Stern ist laut WSJ trotz einer leichten Abnahme seiner Popularität
in den vergangenen Jahren immer noch eine der entscheidenden Stimmen
der US-Radiolandschaft. Der Moderator war jedoch in den vergangenen
Jahren aufgrund angeblich unflätiger Äußerungen mehrmals
ins Visier der Moralwächter der US-Regulierungsbehörde FCC
geraten.
Anfang
April dieses Jahres hatte die Radiokette Clear Channel die Sendung Sterns
aus dem Programm genommen, nachdem die FCC eine Strafe von insgesamt
495.000 Dollar gegen sechs Clear-Channel-Stationen verhängt hatte.
Stern soll sich in einer seiner Shows im April 2003 dreimal unflätig
geäußert haben. Sterns Arbeitgeber Viacom drohten wegen der
Ausstrahlung derselben Show sogar 1,49 Mio. Dollar Strafe.
Die Zukunft
des Moderators stand laut WSJ lange Zeit in den Sternen nachdem Viacom-Chef
Mel Karmazin, einer der stärksten Verfechter Sterns im Konzern,
seinen Hut genommen hatte (pte)
Links:
Sirius Satellite
Radio
Viacom
Howard Stern
FCC