Stand: Samstag, 03-Nov-2007 1:18

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Der Hans Duschke Report

Er tauchte aus dem Nichts auf und verschwand wieder im Nichts.

Er war Walldorf und Stadler in Personalunion. Er goß Kübel voller Galle aus über den Radioschaffenden, keiner war vor ihm sicher, keiner wurde verschont. Öffentlich-Rechtlich, Privat, egal, alle wurden sie abgewatscht, gezaust und geschüttelt. Aber wer war dieser Hans Duschke, der so plötzlich wieder verschwand, kaum, daß er uns heimgesucht hatte? Ein Psudonym, eine Kunstfigur, gewiß, aber warum - Hans Duschke?

Die Figur finden wir in der gehobenen Literatur wieder, im zweiten Band der Romanfolge "Trilogie des laufenden Schwachsinns" von Eckhard Henscheid. In der Erzählung "Geht in Ordnung - sowieso -genau!" ist er der Teppichverkäufer Hans Duschke, ein lärmender, permanent betrunkener, ränkeschmiedender alter Mann, sexuell längst implodiert und vom Zynismus zerfressen. Mit dem Geschäftsführer des "Ano-Teppichladens", Alfred Leobold und weiteren Protagonisten ergeht er sich in Alkoholexzessen, die nach Feierabend in verschiedenen Lokalen der fiktiven Kleinstadt Seelburg ihre Fortsetzung finden. Aber wer hat ihn geschrieben, den "Hans Duschke Report"? Eckard Henscheid, der Meister selbst? Schwerlich. Aber wer dann? Wir werden es wohl ni erfahren. Die Werke aber bleiben uns erhalten.

 

 

Der Hans Duschke-Report.

25.8.1998

Wieder brodelt die Gerüchteküche in Deutschlands wichtigstem Berliner Radiomarkt, denn wir Vollprofis wissen ja: Nach der MA ist bekanntlich zwischen zwei MAs und das sind ja schon derer drei!

Seit Menschengedenken ist 104.6 RTL ja der Klops der Klöpse, der Käse, King Of The Kings, die Numero Uno, der Über-Sender, aber so langsam geht den Radio-Giganten im Cow-Damm-Caree wohl die Puste aus. Auch geniale Major-Promotions wie "Die Juliane-Rasche-gegen-Asche"-Weibertausch-Aktion und die Steigerung der vorproduzierten Arno-Moderationen auf 85% am Morgen werden wohl nicht verhindern können, daß die Hörer sich diesmal gegen die Langeweile und für die Superlangeweile entscheiden.
Um den begehrten Spitzenplatz werden sich diesmal wohl der "Berliner Rumpfdung" und "94.3 Air Ass 2" balgen. Der von PD-Guru Arno Müller angeregte Namenstausch für den Fall des Abkackens von RTL wurde von den Mitbewerbern erstmal auf Eis gelegt. "Da muß man mal in einer Elefantenrunde drüber reden" sagte Berliner Rundfunk-Chef Rüdiger Kreklau und fügte hinzu: "Aber nur, wenn Gathmann mir nicht wieder an den Rüssel faßt!".

Radio-Urgestein Arno Müller wäre aber nicht Arno Müller, wenn er nicht noch weitere Trümpfe im Ärmel hätte. Unbestätigten Praktikanten-Hirngespinsten zufolge denkt der Radio-Gott für die nächste MA-Welle über eine Umformatierung des RTL-Programms nach. Geplanter Claim: "Das Beste von Arno & die Morgencrew aus drei Jahrzehnten und Superoldies von heute". Klingt interessant. Nebenbei hält sich aber auch das Gerücht äußerst hartnäckig, der Übervater der Programmchefs wolle zur "Antenne Bayern" wechseln. "Natürlich bleibe ich in Berlin! Antenne Bayern mache ich nebenbei. Das funktioniert mit dem neuen Bild-Telefon: für den täglichen Mitarbeiter-Einlauf langt´s allemal!" wird Müller dazu aus irgendwelchen dubiosen Quellen zitiert.

Derweil dreht sich natürlich auch wieder allerorten das Personalkarussell: Mitri geht zu TV-IA-Berlin, Jochen Trus geht erstmal einen trinken und den Sendern geht das Geld aus. Moderations-Crack-und-ex-KIFF-FM-PD-und-ex-Nick-bei-Nacht-Jock Nick Maloney kehrt wieder ins Ku-Karree zurück: "Täglich eine warme Mahlzeit und jeden morgen einen Generalanschiß beim Chef - da konnten die beim mdr nicht mithalten." Geld ist eben nicht alles im Leben. Juliane Rasche, die in einer BZ-Aktion zur geistreichsten Berlinerin der Welt gewählt wurde, will im nächsten Jahr jetzt auch noch den Yvonne Malak-Ähnlichkeitswettbewerb gewinnen. Wir drücken schonmal die Daumen!

Was macht eigentlich das Radio-Traumpaar Berlins, Andreas Torfmann und Gerlinde Jännicke? Angeblich hatten die beiden das Turteln ja eingestellt, doch unsere Spione sind überall: "Alles in Butter!" wollen Sie Andreas vernommen haben "Gerlinde ist im Moment nur sehr eingespannt: sie büffelt auf ihren Hauptschulabschluß". Dazu die bekannteste Blondine nach Verona Feldbusch: "Stimmt! Und das ist gar nicht ohne! Es gibt einfach zu wenig Büffel in Berlin!". Aha! Dorfmann bleibt gelassen: "Wenn RIAS 2 wiederkommt, brunze ich sie alle aus, hähä!".

Ein Schmankerl noch zum Schluß: Pech für Nick Maloney! Er geriet in eine Autogrammstunde von Boyzone. Plötzlich wollten die Mädels nur noch ihm an die Wäsche! "Aber ich hatte diese Latzhose an! Und das Scheißding ging nicht auf!!!" Dumm gelaufen, Nick. Um herauszufinden, ob das alles überhaupt stimmt, fragten wir unseren Gewährsmann Michael "Othello" Weiland. Sein Kommentar: "Das geht euch eine gegrillte Kackwurst an!" Na, schönen Dank auch!

 

 

Der Hans Duschke-Report.

14.11.1998

Die alte Business-Weisheit amerikanischer Fernseh-Macher hängt ja offenbar, gülden umrahmt, schon seit geraumer Zeit in den Kontoren deutscher Radiobosse: "Es hat noch keiner pleite gemacht, der sein Publikum unterschätzt hat."

Daß der "Heinz des Jahres" für die himmelschreiendste Hirnkacke aber diesmal nicht, wie üblich, nach Berlin geht, sondern in das Land der Häuslebauer und Gutedelschlotzer, straft den Verfasser, der da bislang glaubte, sich über nichts mehr wundern zu können, faustdickste Lügen: "Leben im Blödall" als Motto des aus badischem und schwäbischem Radioverständnis zusammengeschusterten "SWR 3" ist so ziemlich das sinnfreiste, das dem geplagten Radiokonsumenten seit langem zugemutet wurde. Daß der Intendant des neu entstandenen ÖRA-Mollochs "Südwestrundfunk", Peter Voss ("Freunde dürfen mich Jesus-Christ-Superstar nennen!") dafür höhere Gebühren einzufordern sich traute und nicht schämte, ist in der Tat "ganz schön Radio"!

Aber auch die Radioten in der Reichsmetropole Berlin bemühen sich weiterhin unter Einsatz kreativer Mega-Ober-Brüll-Promtions darum, möglichst viele Menschen an ihr Programm zu ketten. Hat den armen Hörern eigentlich noch keiner gesagt, daß die Mauer längst weg ist und sie doch eigentlich einfach reißaus nehmen könnten?

Der "fast berühmte" Jochen Trus läßt sich mit einem Regenschirm in der Hand und auf einer Kuh sitzend, vom Protzspargel am Alex fallen und rennt vor versammelter Journaille barfuß und nackig über ein Glasscherbenfeld am Potsdamer Platz, während er in eine Milchkanne rülpst und das alles, um berühmt zu werden. Andernfalls hat sein neuer Brötchengeber "Air-Ass-Zwei" ihn in einem Knebelvertrag dazu verpflichtet, bis ans Lebensende den "Fifty-Fifty-Mix" präsentieren zu müssen, und der geht einem ja bereits nach wenigen Tagen "A Hundred Percent" auf die Eier!

Au weier...Derweil verfolgt rs2-Chef Ralf Mothil weiterhin seinen genialen Coup, immer mehr 104.6 RTL-Mitarbeiter abzuwerben, um seinen Laden schließlich umzubenennen in -na klar!- 94,3 RTL!

Auch Ku-Damm-Komödiant Kenny Maple wird derzeit auf´s heftigste umworben, aber leider "har ick keene Zeit, weil ick Arno helfen muß, seinen neuen Jeldspeicher zu bauen, wa?" Na, denn hau man rin, Alta! Der muß nämlich fertig werden, weil der Oberguru der Programmdirektoren-Szene jetzt sein Telefonconsulting nicht, wie an dieser Stelle früher vermutet, für Antenne Bayern betreibt (...wo man angeblich Gebetszirkel eingerichtet hatte, um eben dieses zu verhindern.), sondern für den österreichischen RTL-Ableger. Seine "linke Hand" Jens Desens bereitet sich schon auf einen 1a-Frühstücksdirektor-Job in Wien vor und ernährt sich nur noch von Wiener Schnitzel.

In der Reichshauptstadt wirbelt derweil alles durcheinander. "Nepper, Schepper, alte Klepper" sind endlich wieder vereint und räppen jetzt bei Energy, während Nick Melone im Radio verkündet, er sei der einzige Mann, der mit "7 Frauen gleichzeitig schlafen" könne. "Natürlich nur, wenn keine von denen schnarcht, sonst krieg´ ich kein Auge zu!" Kriegt der Mann sowieso nicht.

Ansonsten warten wir alle gespannt auf die nächste PD-Gesamtkonferrenz, wo die Radiochefs Deutschlands wieder festlegen, welche 300 Musiktitel nächstes Jahr im Radio laufen dürfen. Da freut man sich doch, an Heiligabend wieder viele CDs auf dem Gabentisch zu finden!

 

 

Der Hans Duschke-Report.

28.12.1999

Ich habe darauf verzichtet, der verehrten Leserschaft schon vor einigen Tagen "Fröhliche Weihnachten" zu wünschen, wußte ich doch, daß sich diese überwiegend aus Menschen rekrutiert, die "beim Radio" beschäftigt sind, oder dort beschäftigt zu sein glauben, bzw. zu gern dort beschäftigt wären, und die Aufmerksamkeit eben jener konnte ich in der Zeit des Christenfestes doch unmöglich in Anspruch nehmen, waren sie zumeist doch schwer im Einsatz: in kaum einem anderen Metier, als dem des "Radios" und dessen Peripherie nämlich tummeln sich nach leidvoller, langjähriger Erfahrung des Verfassers so viele Weihnachtsmänner.

Da kann bestenfalls noch der CB-Funk der Neuzeit, das Internet konkurrieren, wo selbst Zeitgenossen Ihren geistigen Unrat kompostieren dürfen, die nicht einmal mehr bei Vera Int-Veens TV-Talk-Inferno nach ihrer Meinung gefragt werden. Wenn man einmal bedenkt, welchen Stellenwert das Medium Radio in der Prioritätenleiter des durchschnittlichen Konsumenten in unserem kapitalistischen Verarschungsmiteinander einnimmt und anhand empirischer Erhebungen weiß, daß selbst ein sog. "P1", oder, populär ausgedrückt, Stammhörer eines Senders sich gerade mal leidlich an den Namen eben jenes Moderators erinnern kann, der durch groß angelegte und teure On- und Off-Air-Promotions ins Stammhirn gehämmert wird, dann staunt man, ach was, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus darüber, wie wichtig sich die Protagonisten eines Sekundärmediums ausweislich ihrer Internet-Ergüsse nehmen. Möglich aber auch, daß zumindest einige genau dies längst erkannt haben und das Medium "Gästebuch" als Therapie verstehen, wohl wissend, daß sie dort aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Leser erreichen, als Hörer im Radio. Im Internet entsagen sie es sich dann auch nicht, ungehemmt über ihre eigenen Befindlichkeiten, ihr vergeudetes, bzw. das nicht vorhandene Talent ungeliebter Kollegen und deren sexuelle Vorlieben zu referrieren, wo sie im Sendestudio -gottlob!- nur Liner-Cards vorlesen dürfen.

Dies alles ist nicht ohne Unterhaltungswert, und auch der Verfasser möchte latent vorhandene, voyeuristische Anlagen nicht verleugnen: wo sonst, wenn nicht in den Gästebüchern der Web-Seiten erfährt man, welche Damen-Dessous Geschäftsführer unter dem Nadelstreifenanzug tragen, wenn sie Praktikanten begrabbeln, welche Schlafgewohnheiten DJs haben und daß der schon vor Dezennien aufgeflammte Generationskonflikt nun, an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend, endlich ausgestanden scheint; wissen wir doch, daß unsere jungen, dynamischen Medienfuzzis vor allem eins im Kopf haben: Mercedes-Schiebepanzer fahren, nach alter Väter Sitte! So ist´s recht, so brummt die Konjunktur, Sackelzement, Grüne hin, Sozis her.

Apropos Politik: kam da im letzten Drittel des abgelaufenen Jahres doch glatt ein Politiker aus dem Beitrittsgebiet, dessen Name ich glücklicherweise bereits verdrängt habe, auf die gloriose Idee, die Zwangsgebühren für den, inzwischen aber auch vollends überflüssigen Öffentlich Rechtlichen Rundfunk, künftig nicht mehr mittels GEZ einzutreiben, sondern gleich mit der Lohnsteuer abzuzocken, um womöglich den völlig maroden "MDR-Life" zu alimentieren, der offenbar von einer derartigen Qualitätsfreiheit durchsuppt sein muß, daß ihn selbst die Ossis nicht hören wollen. Den "Heinz des Jahres", der dem Manne für diesen Vorschlag gebühren würde, hatte ich aber bereits an "SWR"-Intendanten Voss verliehen: vielleicht erlaubt der ihm ja, mal dran zu lecken!

Von Leipzig nach Balin, wa? Ödnis macht sich breit, allerorten Heulen und Zähneklappern. RTL-Müller unterbricht neuerdings schon mal die Frühnachrichten, um diese durch intelligente Fragen aufzuwerten: "Äh, Christoph, äh, du hast da gerade von einem, äh, einer Vergewaltigung in Charlottenburg berichtet?" - "Ja, Arno!" - "Ääääh, Christoph, wo, äh, liegt denn dieses Charlottenburg?"

Nur etwa 2 Flugstunden entfernt vom österreichischen Wien, wo für Arno Müller jetzt der Traum aller kleinen Drachen in Erfüllung gegangen ist: er darf für RTL Feuerwehrmann spielen, sind doch in Berlin eh´ längst alle Flammen erloschen. Während er an einer Re-Formatierung bastelt und aus dem Born seiner Erfahrung strategische Gemeinheiten ausheckt, bleibt man beim Hörer-Primus "88.6 - Der Musiksender" gelassen und PD Bernd Sebor kann offenbar noch die Zeit erübrigen, die Gaben seines universellen Radiowissens auch im Burgenland zu verteilen, während in der Hauptstadt schon vielerorts die Kittel brennen, weil die Herren Kommerzialräte nach immerhin bald 9 Monaten Privatsender-Schwangerschaft die Geburt des Break-Even feiern wollen. Macht´s doch bitt´schön neet so a Heektik do drüb´n, die Piefkes sackeln eh das ganze Gööld ein!

Und schleppen es hoffentlich nicht in den Musikalienhandel, um dort massenweise CDs von Mariah Carey, Whitney Houston und Celine Dion zu erstehen, die doch nun schließlich und endlich, ob ihrer an Körperverletzung grenzender Unerträglichkeit, ebenso den Orkus runterrauschen mögen, wie das ganze Rapper-Gesocks, Gesindel und Gelichter!

Ist das, als einziger, bescheidener Wunsch fürs neue Jahr, wirklich zuviel verlangt?

 

 

Der Hans Duschke-Report.

23.11.2000

Radio ist eine Spelunke: da laß´ ich mich abends mit Bier & Malteser vollaufen, bis ich von den filterlosen Kippen lasse, bei den guten Sitten passe und der dicken Wirtin an die Titten fasse, weil ich ihre Fritten hasse!

Am nächsten Morgen ist mir dann kotzübel, in meiner alten Rübe tobt ein Blizzard und ich schwöre bei meiner beinamputierten Mutter, daß ich nie wieder Bier & Malteser anrühre!

Abends steh´ ich dann doch wieder an dieser verdammten Theke, denke an all die schwachsinnigen Aphorismen, die einem so zugemutet werden und geb´ der Wirtin die erste Order. Dann dämmert´s mir: Radio ist doch keine Spelunke, sondern ein U-Bahn-Schacht! Auch wenn du endlich ein Licht am Ende des Tunnels siehst, weißt du doch, daß du schon bald wieder von tiefer Dunkelheit umgeben sein wirst, so schwarz, wie das Loch der dicken Wirtin und...

Fortsetzung folgt...

 

 

Der Hans Duschke-Report.

Diesmal aus Kanada vom 10.09.2002

Mein alter Freund Jürgen von der Universität Montréal antwortete auf meinen ohnmächtigen Hilferuf ob der über uns derzeit herniedergehenden musikalischen Katastrophe in Gestalt eines neuen Phil-Collins-Machwerkes mit folgenden Zeilen, die ich bei Gott nicht besser hätte formulieren können:

Mein lieber Hans! Es ist ja längst schon ausgemacht, dass zum Jüngsten Tag, wenn's dann halligalli und vollrohr abgeht, nun doch nicht die Trachtengruppe aus Schrunz, wie ursprünglich vorgesehen, auch nicht die lange gut im Rennen liegenden Egerländer mit dem Blauen Bock im Weissen Rössl für die Begleitmusik sorgen werden- -sondern, jawohl, Philchen Collins höchstselbst wurde für den Apokalypsengig auserkoren, er wird zum Ausgang rauf- und runterdudeln, infernalisch ad infinitum und ad infantili, denn an gespreizter Mediokrität und schon meuchlerisch untiefer Seichtheit kann es dann halt doch keiner mit ihm aufnehmen, nein, selbst die vor keinem Kitsch zurückschreckende heisse Anwärterin Céline Dion, für die und bei der sonst Polen, die Welt und der Arsch offen sind, wird da in ihre Schranken verwiesen; und, so muss man aus deinen zurecht des Jammers wie des Zornes vollen Zeilen schliessen, die sich schon jetzt lustvoll mit dem Popquark geisselnde, weil offenbar zur Flagellation herunterneoliberalisierte Menschheit hat es zuletzt auch nicht besser verdient, kommt doch, wer das Schwert zückt, durch das Schwert um.

Nur ist diese Metapher in diesem Fall ja viel zu schneidig und zu schnittig, haben wir es doch im Falle Collins viel mehr mit einem endlosen Brei zu tun, in dessen Schleim und klebrig-süsser Zähigkeit man langsam aber unerbittlich versackt und versinkt und versandet. Das einzige Remedium hienieden ist ein guter Schuss Ludovico van Beethoven, schon zwei Takte genügen, und der ganze Collins zerschellt und zerbröselt wie nichts Gutes und als sei nie was gewesen.

Durchhalten! Cognac trinken! Tief einatmen! Cognac trinken! Beethoven auflegen! Cognac trinken...

Ganz auf deiner Seite:

Jürgen

 

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