BVDW: “Radio spielt für junge Generation kaum noch eine Rolle”

Veröffentlicht am 08. Aug. 2016 von unter Deutschland

bvdw_logo-smallFür Smartphone-Nutzer sind eine geringe Akkulaufzeit, eine langsame Internetverbindung sowie Empfangsprobleme die größten Ärgernisse. Doch besonders für die junge Generation ist das Smartphone unverzichtbar – TV und Radio spielen hier kaum eine Rolle. Das ergab eine repräsentative Umfrage durch TNS Emnid im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. unter 1.004 Internetnutzern in Deutschland.

Junge Generation: Smartphone löst TV ab (Bild: bowie15/123rf)

Junge Generation: Smartphone löst TV ab (Bild: bowie15/123rf)

Fernseher und Smartphones sind die technischen Geräte, auf die die wenigsten verzichten möchten: Für jeden dritten Befragten (33 Prozent) ist das TV unentbehrlich – dicht gefolgt vom Smartphone mit 27 Prozent. Auf Platz drei liegt das Radio mit 20 Prozent. Ein radikal anderes Bild zeigt sich bei der jungen Generation: Für satte 67 Prozent der 14-29-Jährigen ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Klassische Medien wie der Fernseher (acht Prozent) oder das Radio (fünf Prozent) spielen in dieser Generation kaum eine relevante Rolle.

Thorben Fasching (Bild: ©BVDW)

Thorben Fasching (Bild: ©BVDW)

BVDW-Vizepräsident Thorben Fasching (Open Reply) erklärt: „Das Smartphone ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dass über Jahrzehnte etablierte Medien wie TV und Radio in der jüngeren Generation kaum noch stattfinden und durch das Smartphone abgelöst werden, ist ein Sinnbild des digitalen Wandels. Natürlich heißt es nicht, dass Fernsehen und Radio dem Ende nah sind – vielmehr werden sich Übertragungsweg und Konsumart grundlegend verändern.“

Schwacher Akku und schlechte Netzabdeckung nerven am meisten

Bei aller Begeisterung für Smartphones gibt es auch Schwächen zu beklagen. Die Top-3-Nachteile sind ein schwacher Akku (29 Prozent) sowie eine langsame Internetverbindung (24 Prozent) und Empfangsprobleme (24 Prozent). Das Design (zwei Prozent), die Größe (fünf Prozent) und eine schlechte Kameraqualität (neun Prozent) werden nur selten als Nachteil empfunden. Dabei nutzen viele Hersteller gerade die Güte der Kamera als Werbeargument für Neuanschaffungen. Nur neun Prozent der Befragten sind in dieser Hinsicht unzufrieden. Auch zu geringer Speicherplatz zählt nur bei 14 Prozent zu den größten Nachteilen. Trotz vereinzelter Schwächen hat das Smartphone für viele einen festen Platz im Lebensalltag: 47 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer würden sich sogar wieder auf den Heimweg machen, wenn sie ihr Smartphone zuhause vergessen haben.

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Studiensteckbrief

Die Umfrage zum Thema „Smartphone“ hat das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Juli 2016 im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführt. Für die Studie wurden 1.004 Deutsche online befragt.

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Quelle: Pressemeldung des BVDW

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