Fast 140 Bewerberinnen und Bewerber für den WDR-Rundfunkrat

Veröffentlicht am 02. Jun. 2016 von unter Pressemeldungen

WDR RundfunkratIm Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders WDR zu sitzen, ist ein attraktives Ehrenamt: Fast 140 Einzelpersonen haben sich beim Rundfunkrat um eine Mitgliedschaft in der nächsten Amtsperiode beworben, die Frist dazu lief gestern ab. “Wir freuen uns über das große Interesse”, sagt die Vorsitzende Ruth Hieronymi. “Der Rundfunkrat vertritt im WDR die Interessen der Allgemeinheit – diese sollte sich im Gremium so gut wie möglich widerspiegeln.”

Erstmals in seiner Geschichte hatte das Aufsichtsgremium des WDR Mitgliedschaften direkt ausgeschrieben. Grundlage ist das neue WDR-Gesetz, das seit Februar 2016 in Kraft ist: Nach § 15 Abs. 5 WDR-Gesetz sind zwei Personen als Mitglieder und zwei Personen als stellvertretende Mitglieder direkt vom Gremium zu wählen. Sie gehören dem Rundfunkrat in der nächsten Amtsperiode an – zusätzlich zu den 58 Personen, welche von gesellschaftlichen Institutionen entsandt werden. Die nächste Amtsperiode des WDR-Rundfunkrats beginnt nach aktueller Planung am 2. Dezember 2016 und dauert fünf Jahre.

Aus den Bewerbungen wird der WDR-Rundfunkrat bis 1. Oktober 2016 nach dem gesetzlich vorgeschrieben Verfahren zwei künftige Mitglieder und zwei Stellvertreter/innen wählen. Bewerben konnten sich Personen, die nicht unter § 13 Abs. 3 bis 5 WDR-Gesetz fallen: Vom Rundfunkrat ausgeschlossen sind danach Regierungsmitglieder, Parteivorstände, politische – und die meisten Wahlbeamt/innen, Mitarbeiter/innen und Gremienmitglieder des WDR und anderer Rundfunkanbieter oder einer Landesmedienanstalt sowie Personen, bei denen wirtschaftliche oder sonstige Interessenkonflikte bestehen. Auch ehemalige und derzeit amtierende Mitglieder des WDR-Rundfunkrats können nicht direkt vom Gremium für die nächste Amtsperiode gewählt werden.

Auf der Internetseite des Gremiums wdr-rundfunkrat.de finden sich Informationen zu den Aufgaben, Positionen und öffentlichen Sitzungen des Rundfunkrats sowie zu Mitgliedern und zur abgelaufenen Ausschreibung.

Quelle: Pressemitteilung des WDR.

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