Privatradio: Ersatz der GEMAGVL4-Schnittstelle durch eine XML-Schnittstelle

Veröffentlicht am 30. Mai. 2016 von unter Pressemeldungen

GEMA-Logo-200Die Privatfunkverbände APR und VPRT verhandeln mit GEMA und GVL eine neue Schnittstelle für die elektronischen Sendemeldungen von Musik, die in den Radioprogrammen enthalten ist. Dies ist Teil einer umfassenden Regelung, die insbesondere mit der GEMA derzeit verhandelt wird.

Ziel ist es, die gegenwärtige Schnittstelle nach dem Format GEMAGVL4 durch eine neue XML-Schnittstelle zu ersetzen. Diese wird Bestandteil der Verträge für den privaten Hörfunk sein. Die Radioveranstalter werden nach bisherigem Verhandlungsstand im Jahr 2017 bereits nach der neuen Schnittstelle melden können, GEMA und GVL akzeptieren jedoch noch das alte Format für einen befristeten Übergangszeitraum.

Die Verhandlungsführer der Verbände haben sich an die ihnen bekannten Anbieter von Planungs- oder Studiosoftware gewandt. Angeschrieben sind auch die ihnen bekannten Hersteller von Werbe-Dispositionssoftware, da die XML-Schnitt- stelle im nächsten Schritt auch für die Meldung von Musik in der Werbung genutzt werden soll.

Unter www.xml-hf.ory.de sind Informationen zusammengetragen, die einen ersten Überblick ermöglichen. Insbesondere sind die technischen Angaben der Schnittstelle dort verfügbar.

Vorsitzender Medienrat 8. Amtsperiode Prof. Dr. Stephan Ory. Foto: © Jennifer Weyland

Prof. Dr. Stephan Ory. (Bild: © Jennifer Weyland)

Im ersten Schritt sollen in wettbewerbsneutraler Weise alle Anbieter der relevan- ten Softwareprodukte informiert und ihnen die Möglichkeit geben werden, sich auf die neue Schnittstelle vorzubereiten. Die Verhandlungsführer der Verbände wollen die Meinungsbildung transparent machen, lange vor endgültigen Festlegungen. Nach der Sommerpause wird es eine Informationsveranstaltung beider Privatfunkverbände gemeinsam mit GEMA und GVL zu dem Thema für die Softwareanbieter geben. Auf dieser Veranstaltung sollen sowohl die technischen als auch die organisatorischen und rechtlichen (in Bezug auf urhebergesetzliche Auskunftsansprüche) Hintergründe der Neuregelung erläutert werden.

Softwareanbieter, die in diesen Tagen nicht angeschrieben wurden, können sich unter www.xml-hf.ory.de oder per Mail sekretariat@ory.de melden, um in den weiteren Prozess einbezogen zu werden.

Quelle: Pressemeldung der Kanzlei Prof. Dr. Stephan Ory

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