Antenne Lübeck darf auf Sendung gehen

Veröffentlicht am 14. Okt. 2015 von unter Deutschland

MA HSHDer Medienrat der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) hat auf seiner heutigen Sitzung der Antenne Lübeck GmbH i. Gr. eine UKW-Übertragungskapazität für die Verbreitung eines lokalen kommerziellen Hörfunkvollprogramms in der Region Lübeck, Bad Schwartau, Krummesse, Ratzeburg zugewiesen.

Die Zuweisung gilt für die Dauer von zehn Jahren und erfolgt vorbehaltlich der te-lekommunikationsrechtlichen Zuteilung durch die Bundesnetzagentur. Die Anträge der anderen vier Bewerber Falkemedia Lifestyle GmbH, Nordradio GmbH, Radio Lübeck GbR und REGIOCAST GmbH & Co. KG wurden abgelehnt.

Der Entscheidung vorangegangen war ein Verfahren mit mehreren Anhörungen. Im Ergebnis hat der Medienrat zugunsten von Antenne Lübeck entschieden, da er bei der von ihm zu treffenden Prognoseentscheidung zu der Überzeugung gelangt ist, dass das Programm den gesetzlichen Anforderungen besser entsprechen wird als die Programme der übrigen Bewerber. Das Programm soll stark journalistisch geprägt sein und will lokale Themen aus dem gesamten Sendegebiet aufgreifen. Darüber hinaus sind auch Sendungen in niederdeutscher Sprache geplant. Gesellschafter der Antenne Lübeck GmbH i. Gr. sind zu 60 Prozent die Fred Dohmen Medien GmbH und zu 40 Prozent die moggimedia GmbH. Die alleinigen Gesellschafter dieser Unternehmen, Fred Dohmen und Britt Jacobsen, haben bereits mehrere regionale und lokale Sender aufgebaut, zuletzt z.B. „Radio Hannover“.

Hauptsitz der MA HSH.

Hauptsitz der MA HSH.

Das Vergabeverfahren zum nichtkommerziellen Lokalfunk in Schleswig-Holstein kann hingegen einstweilen nicht fortgesetzt werden. Zwar hatten zwei der drei Bewerber bei der Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein eine Förderung beantragt. Die von dieser in Aussicht gestellten Gelder decken jedoch nicht die zu erwartenden Kosten, so dass sich die Bewerber um zusätzliche finanzielle Unterstützung bemühen müssen. Das Verfahren wird fortgeführt, sobald ein stimmiges Finanzierungskonzept vorgelegt werden kann.

Weiterführende Informationen
Elf Bewerber für lokale UKW-Frequenzen in Schleswig-Holstein

Quelle: Pressemitteilung der MA HSH.

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