Digitalradio gewinnt an Bedeutung: 11% der Bevölkerung nutzen DAB+

Veröffentlicht am 08. Sep. 2015 von unter Pressemeldungen

DRD Logo“Der neue Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten zeigt, dass der digitale Rundfunk in Deutschland richtig Fahrt aufgenommen hat”, so Willi Schreiner, Geschäftsführer der DRD Digitalradio Deutschland GmbH. Dies verdeutlichen für ihn die vorgelegten Zahlen: Die Marktdurchdringung von DAB+ geht voran, sie steigt um 3 Prozentpunkte, so dass jetzt über 10 Prozent der Bevölkerung Radio über DAB+ hören. DAB+ verzeichnet sowohl bei der Verbreitung der Endgeräte (33 Prozent) als auch bei der Nutzung (38 Prozent) deutliche Zuwachsraten von etwa 30 Prozent. Wie Ergebnisse aus dem Handel zeigen, ist der Verkauf von DAB-Geräten zum wichtigen Wachstumsmotor innerhalb der Elektronik-Branche geworden.

Willi Schreiner (Foto: VBL)

Willi Schreiner (Foto: VBL)

Für Schreiner ist auch positiv, dass gerade der Zuwachs von DAB-Autoradios enorm zugenommen hat, knapp 2 Mio. DAB-Radios sind bereits verbaut. Der Anteil der Autoradios bei den im Markt befindlichen DAB-Geräten steigt damit von 26 Prozent auf 30 Prozent. “Für uns ist diese Entwicklung besonders bedeutsam, weil damit klar wird, dass Radio bei einer veränderten Mediennutzung im Auto nach wie vor die Nummer 1 ist”, so Schreiner. Jedes 20. neu zugelassene Fahrzeug verfügt bereits über ein Digitalradio, Tendenz steigend.

Eine besonders interessante Erkenntnis ist für Schreiner auch, dass entgegen den Erwartungen beim DAB-Empfang das Schwergewicht der Early Adapter bei den Jüngern liegt. Mit 16 Prozent DAB-Empfang liegt die Altersgruppe der 14-29 Jährigen über dem Durchschnittswert. Alle Aussagen über DAB und UKW in dem Bericht verdeutlichen, dass der terrestrische Übertragungsweg nach wie vor als einfache und unkomplizierte Empfangsart auch in der digitalen Welt für die bundesdeutschen Radiohörer ganz bedeutsam ist. “Jetzt gilt es, die Fördermöglichkeiten für private DAB-Angebote zu konkretisieren”, so Willi Schreiner. “Private Sender können sich eine lange und teure Simulcast-Phase von UKW und DAB+ nicht leisten.”

Quelle: Pressemitteilung der DRD Digitalradio Deutschland GmbH.

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