Radio Advertising Summit 2015: Radio im Zeitalter der Medienkonvergenz

Veröffentlicht am 18. Jun. 2015 von unter Deutschland

Radio-Advertising-Summit-Logo-smallRund 580 Entscheider aus der Werbe- und Radiowirtschaft waren beim zweiten Radio Advertising Summit in Düsseldorf dabei und erlebten Top-Referenten, exklusive Insights und unterhaltsame Inszenierungen rund um das Kongress-Motto „Der Faktor Konvergenz: Massenkommunikation plus One-to-One“. Moderatorin und Entertainerin Barbara Schöneberger führte durch das mit zahlreichen Höhepunkten gespickte Tagesprogramm.

Konvergente Mediaplanung und neue Touchpoints

Lutz Kuckuck

Lutz Kuckuck

Das Areal Böhler in Düsseldorf stand am heutigen Donnerstag ganz im Zeichen von Radio und den Herausforderungen, die sich durch die fortschreitende Medienkonvergenz für den Werbemarkt ergeben. „Der Radio Advertising Summit hat auch im zweiten Jahr gezeigt, wie relevant Radio für die Mediaplanung der Unternehmen und Agenturen ist. Die etablierten UKW-Programme werden zunehmend durch neue digitale Angebote ergänzt. So kommen neue exklusive
Touchpoints hinzu – kein anderes Medium ist über den gesamten Tag und in den kaufentscheidenden Situationen so nah an der Zielgruppe wie Radio“, so Veranstalter Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale.

Im ersten Kongress-Teil lag der Fokus auf dem Faktor Konvergenz: Der Schweizer Zukunftsforscher Dr. David Bosshart (GDI/Gottlieb Duttweiler Institutes für Wirtschaft und Gesellschaft) beleuchtete zunächst aus einer sehr umfassenden Perspektive die konvergenten Verbindungen der Zukunft und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunikation.

Anknüpfend daran zeigten weitere Top-Referenten neue Kommunikationswege auf, die sich durch die Medienkonvergenz auftun: Die fünf Radio-Experten Rainer Henze (laut.ag / Fokusgruppe Audio BVDW), Kristian Kropp (bigFM / RPR1.), Olaf Lassalle (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse), Jochen Rausch (WDR-Hörfunk) und Florian Ruckert (RMS) stellten das Dreamteam UKW und WWW in den Mittelpunkt ihres Panels: In je fünf Minuten beantworteten sie die fünf wichtigsten Fragen rund um die exklusiven Zielgruppen-Touchpoints, die sich aus der Kombination von etablierten UKW-Formaten und neuen digitalen Angeboten ergeben. Florian Fritsche (Antenne Bayern), Caroline Grazé (Radio Energy / NRJ), Alexander Ibenhain (Sport1.fm) und Matthias Pfaff (Regiocast) gingen dann noch einen Schritt weiter: In ihrer Session „Smart Listening“ stellten sie konkrete Beispiele für neue digitale Touchpoints vor – von Live-Berichterstattung über personalisierbare Apps bis hin zu Echtzeit-Kommunikation.

Tom Batoy, Geschäftsführer, Mona Davis Music/Mona Davis Beat: „Den Radio Advertising Summit halte ich für eine wahnsinnig gute Idee. Früher hat
man gesagt, Radio sei Kino im Kopf. Und ich glaube immer noch daran, dass es so ist. Das Medium regt die Fantasie an. Da die Bildbezogenheit komplett fehlt, muss das Gehirn einfach etwas herstellen, was zum Sound passt – und das liebe ich. Wenn Audiospots gut gemacht sind, wenn sie ein gutes Audiostyling haben, dann liebe ich Radio.“

Dr. David Bosshart, CEO, Gottlieb Duttweiler Institute: „Ich glaube, dass es beim Radio Advertising Summit um zwei Sachen geht: Erstens um Inspiration und um Anregung. Die Leute wollen ihren Geist trainieren und gute Ideen mitbekommen. Aber das Zweite ist mindestens genauso wichtig, nämlich, dass man sich austauscht.“ „Man muss auch lernen, mehr zu experimentieren, um Lernstoff zu haben für die Zukunft.“

Sebastian Fitzek, Bestseller-Autor: „Ich hoffe, dass die Besucher aus meinem Vortrag ein paar Anregungen mitnehmen konnten, um sich erst einmal mit der Geschichte als solche zu beschäftigen. Viele sagen ja, Storytelling sei das neue In-Word, die Zauberformel, mit der sich alles machen lässt. Aber die wenigsten haben sich überhaupt einmal Gedanken gemacht, was eine Geschichte überhaupt ist.“ „Radio ist mir wichtig, weil es mein Leben begleitet und inspiriert und mir dadurch fast minütlich Impulse gibt für mein Leben und meine weitere Entwicklung.“

J Mark Gillman, Inhaber, TMGS Creative: „’Perform or die!’ is about the broadcasting industry: we must perform or we’re out. But the reason I used the term ‚performance’ is because humans are the only people who can perform: Twitter can’t perform, Facebook can’t perform, the internet can’t perform, the digital  revolution can’t perform – only we can perform!“

Philip Maes, CEO Ph.M. Radio & TheMaffia.be: „Radio is the national medium for the smarter advertiser, because it’s cheaper to produce and the possibilities are limetless.“ „It works the best if you do emotional stories in radio! This has to do with the fact that the emotional power of radio lies in the emotional power  of the human voice. Radio really gets to people!“

Manfred Mandel, Chief Marketing Officer, Karstadt: „Auf dem Radio Advertising Summit kommt die geballte Fachkompetenz zusammen – und vor allem Kollegen, die immer wieder neue Ideen haben. Und es geht auf der Veranstaltung darum, Radio von einer anderen Seite kennenzulernen.“

Roland Meves, Department Head of Media, McDonald’s Deutschland „Radio macht einen guten Job! Bei McDonald’s im speziellen Fall hat Radio einen sehr hohen Stellenwert im Mediamix: Wir haben sehr viele Kampagnen on Air übers Jahr, die von Radio begleitet werden, um eben den Abverkauf zu pushen.“

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero: „Radio ist ein spannendes Medium, das mit der Verlängerung in die digitalen Netze eine ungeheure Chance hat. Die Radionutzung kann sehr viele neue Touchpoints und neue Zielgruppen eröffnen. Man muss sich mit dem Thema Radio beschäftigen, weil es einem große Chancen bietet.“

Georg Tiemann, Geschäftsführender Gesellschafter, CROSSMEDIA: „Ich finde den Radio Advertising Summit sehr interessant und wichtig und habe hier gute Panel-Beiträge gesehen, wo es beispielsweise um den Wirkungsnachweis ging. Am Ende wollen alle Kunden Produkte verkaufen, Wirkung erzielen und Absätze steigern. Der Weg dahin kann ganz unterschiedlich sein: eine große Markeninszenierung oder einfache Promotion. Dafür bietet Radio eine Fläche, die man im Gesamtkonzert einsetzen kann.“

Carsten Achterfeld, Head of Buying Management, VivaKi: „Der Radio Advertising Summit ist die Veranstaltung für Radio in Deutschland. Man erfährt den aktuellsten Stand der Technik und den aktuellsten Stand der Gedanken der nächsten Jahre. Das kam vor allem am Vormittag sehr gut rüber: Das Kongress-Thema, der Faktor Konvergenz, wird auch in den nächsten Jahren das Hauptthema für Radio sein.“

Niels Alzen, CCO, Scholz & Friends Group: „Für mich ist der Radio Advertising Summit eine der interessantesten Veranstaltungen des Jahres rund um Radio als Medium für Werbung und Marketingkommunikation. Man erhofft sich natürlich immer Inspiration, wie man auch in Zukunft wieder neue Wege gehen kann, um das Medium noch vielfältiger und kreativer zu nutzen.“ „Ich bin froh, dass Storytelling eines der entscheidenden Themen des diesjährigen Radio Advertising Summit war. Storytelling ist im Radio – und gerade in der Radiowerbung – die Königsdisziplin. Klar, Radio ist ein tolles Abverkaufsmedium und auch sehr wirkungsvoll, aber dahinter bleibt oftmals zurück, dass Radio gerade auch für den Markenaufbau und für das Image einer Marke sehr viel leisten kann. Da ist Storytelling der richtige Weg. Und daher halte ich es für eine wichtige Aufgabe, einem größeren Publikum, wie hier auf dem Radio Advertising Summit, zu vermitteln, inwiefern Storytelling effektiv ist und funktioniert.“

Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation/Partner, Grabarz & Partner: „Ich fand die Silent Conference von Philip Maes sehr gut – ein sehr inspirierender
Vortrag. Und auch den Beitrag über Storytelling von Sebastian Fitzek fand ich toll. Besonders beeindruckt hat mich, dass er das komplett frei gemacht hat – der Mann weiß, wovon er redet. Ich habe auf jeden Fall das ein oder andere von ihm mitgenommen.“ „Radio wird immer schnell so nebenbei gemacht. Ich finde daher, dass es das Mindeste ist, diesem faszinierenden Medium einen Tag zu widmen und auch internationale Leute einzuladen, die zeigen, was alles möglich ist, damit wir aus diesem deutschen Radio-Ghetto herauskommen, das immer nur Abverkauf, Aktivierung und Sales-Promotion heißt.“

Thomas Koch, Blogger: „Ich bin mit sehr hohen Erwartungen zum Radio Advertising Summit gekommen, weil die Premieren-Veranstaltung im vergangenen Jahr schon sehr gut war. Und genauso habe ich es auch heute wieder empfunden. Die gezeigte Mischung aus ernsten Themen wie Wirkungsmessung und dieser Unbekümmertheit und Unterhaltung das spiegelt Radio wider. Ich höre Radio ja, weil ich informiert sein will, genauso aber, um unterhalten zu werden.“ „Ich mag Radio. Ich bin mir sicher, dass es eines der wirksamsten Medien ist, weil Audio so stark ist. Wir glauben immer, es bräuchte Bilder oder dass sich Dinge einprägen, wenn man sie liest. Aber nein, Hören ist unglaublich stark. Bei einer der Sessions auf dem Radio Advertising Summit kam das besonders stark rüber: Ich flüstere einem etwas ins Ohr und dann fängt das an: Schmetterlinge im Bauch und so – das macht die Stimme! Die ist so stark!“

Stefan Zilch, Geschäftsführer, Spotify Deutschland: „Der Keynote-Vortrag von Dr. Bosshart aus der Schweiz war für mich ein echtes Highlight! Ich bin ja auch eher im Digitalen Zuhause und deshalb denke ich auch hauptsächlich an die Zukunft. Was er gezeigt hat, war sehr schlüssig und teilweise ja gar keine Zukunftsfantasie mehr, sondern schon Realität.“ „Meine Erwartungen an den Radio Advertising Summit haben sich erfüllt. Das ist eine ganz spannende Veranstaltung und es sind viele Partner und Kunden hier, was natürlich für uns zum Networking sehr wichtig ist.“

Quelle: Pressemitteilung der RADIOZENTRALE.

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