LMS schreibt UKW-Frequenz in Merzig aus

LMSNach den Bera­tun­gen in der Sit­zung des Medi­en­ra­tes vom 20.11.2014 schreibt die Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land die lokale UKW-Frequenz Mer­zig 105,1 MHz aus. Die Aus­schrei­bung rich­tet sich an pri­vate Hör­funk­ver­an­stal­ter, die ihre Bewer­bun­gen bis zum 22. Dezem­ber 2014, 12 Uhr (Aus­schluss­frist) bei der LMS ein­rei­chen kön­nen.

Der Aus­schrei­bungs­text wird vor­aus­sicht­lich am 4. Dezem­ber 2014 im Saar­län­di­schen Amts­blatt erschei­nen und kann auch online abge­ru­fen wer­den.

Der Medi­en­rat dul­det die Wei­ter­sen­dung des Pro­gramms „Radio Mer­zig“ der Funk­haus Saar GmbH, das zur­zeit über diese Fre­quenz aus­ge­strahlt wird, bis zum 28. Februar 2015.

Update: Zwei Bewerber für UKW-Frequenz in Merzig

Auf die lokale UKW-Frequenz Merzig 105,1 MHz, die die Landesmedienanstalt Saarland im November 2014 ausgeschrieben hatte, haben sich folgende zwei Interessentinnen fristgerecht beworben:

  • die Central FM Media GmbH für das Hörfunkspartenprogramm „Radio Saarschleifenland“,
  • die Radio Merzig 105,1 UG für das Hörfunkvollprogramm „Radio Merzig“.

Die Bewerbungsunterlagen werden nun auf ihre Vollständigkeit geprüft. Sofern beide Antragsstellerinnen die gesetzlichen Zulassungs- und Zuweisungsvoraussetzungen erfüllen, wird unter Moderation des Medienrates der LMS ein Verständigungsgespräch zwischen den beiden durchgeführt werden. Wenn zwischen den beiden Antragstellerinnen keine Verständigung erzielt werden kann, trifft der Medienrat eine Auswahlentscheidung, bei der die Sicherung der Meinungsvielfalt im Saarland zentrales Kriterium ist.

Quelle: Pressemitteilung der LMS vom 5.01.2015

 

In der Sit­zung wurde dar­über hin­aus die Cen­tral FM Media GmbH als lokale Hör­funk­ver­an­stal­te­rin für das 24-stündige lokale Hör­funk­spar­ten­pro­gramm „Radio Saarschlei­fen­land“ zuge­las­sen. Eine Fre­quenz­zu­wei­sung ist mit der Zulas­sung nicht verbunden.

Wei­ter­hin wurde die Zuwei­sung von DAB+ Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tä­ten an die RADIO SALÜ Euro-Radio Saar GmbH für das Pro­gramm „Radio Salü“ für die Dauer von 5 Jah­ren verlängert.

Die Mit­glie­der des Medi­en­ra­tes haben zudem den Wirt­schafts­plan 2015 der LMS fest­ge­stellt, der nach Geneh­mi­gung durch die Staats­kanz­lei des Saar­lan­des auf der Web­site der LMS ver­öf­fent­licht wird.

 

Vor­stel­lung der Pro­gramm­ana­lyse 2014 im Medi­en­rat der LMS

Prof. Dr. Andreas Vlašić, Lei­ter des Medien-Instituts Lud­wigs­ha­fen, stellte dem Medi­en­rat der Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land in des­sen Sit­zung  die „Pro­gramm­ana­lyse pri­va­ter saar­län­di­scher Hör­funk­pro­gramme 2014“ vor, die sein Insti­tut im Auf­trag der LMS durch­ge­führt hat.

Unter­sucht wur­den die sie­ben durch die LMS zuge­las­se­nen und über UKW emp­fang­ba­ren pri­va­ten Hör­funk­pro­gramme bigFM Saar­land, Clas­sic Rock Radio, Radio Hom­burg, Radio Mer­zig, Radio Neun­kir­chen, Radio Saar­brü­cken und Radio Salü hin­sicht­lich ihrer Pro­gramm­struk­tur und Pro­gramm­in­halte, Aspek­ten der Pro­gramm­qua­li­tät, ihrer Pro­gramm­pro­file und der Posi­tio­nie­rung der Sen­der zuein­an­der. Ana­ly­siert wur­den ins­ge­samt 588 Sen­destun­den an sechs Sen­de­ta­gen im Mai 2014. Beson­ders her­aus­ge­ar­bei­tet wurde dabei auch der Exklu­si­vi­täts­grad der Sen­der hin­sicht­lich ihres Wort­an­teils und der Nach­rich­ten. Dem­nach fin­den sich z.B. 24,2 % der Nach­rich­ten­in­halte nicht in der regio­na­len Tages­presse sowie 30,8 % erst am nächs­ten Tag.

„Die Stu­die zeigt zum einen, dass die pri­va­ten Hör­funk­ver­an­stal­ter im Saar­land einen wesent­li­chen Bei­trag zur publi­zis­ti­schen Viel­falt leis­ten, zum ande­ren wird deut­lich, dass die Gat­tung Radio im Bereich der Medien ganz deut­lich ein Allein­stel­lungs­merk­mal auf­weist. Das Radio berich­tet oft­mals schnel­ler als z.B. Zei­tun­gen und greift dar­über hin­aus bestimmte The­men auch exklu­siv auf“, kom­men­tiert Prof. Dr. Ste­phan Ory die Ergeb­nisse der Studie.

Der Direk­tor der LMS, Dr. Gerd Bauer, wird die Stu­die nun an die pri­va­ten Hör­funk­ver­an­stal­ter wei­ter­lei­ten. „Sie lie­fert eine gute empi­ri­sche Grund­lage für unse­rer wei­tere Arbeit und künf­tige Gesprä­che zwi­schen dem Medi­en­rat der LMS und den Ver­an­stal­tern zur Ent­wick­lung der Radiolandschaft.“

Die Hörfunk-Programmanalyse soll künf­tig alle zwei Jahre durch­ge­führt wer­den. Die aktu­elle Stu­die ist unter fol­gen­dem Link abzu­ru­fen: http://www.lmsaar.de/service/publikationen/

Quelle: Pressemitteilung der LMSaar.