VPRT-Prognose 2014: Radio und TV wachsen nachhaltig

Veröffentlicht am 21. Okt. 2014 von unter Pressemeldungen

VPRTDer Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. hat im Vorfeld der Medientage München seine diesjährige Marktprognose in Deutschland für das Jahr 2014 veröffentlicht. Sie weist ein anhaltendes Wachstum über alle Bereiche der elektronischen Medien aus, die damit nachhaltig an das Wachstum der Vorjahre anknüpfen.

Für die Fernsehwerbung wird ein Netto-Wachstum von ca. 2,7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro erwartet. Damit bleibt das Fernsehen der mit Abstand stärkste Umsatzträger im deutschen Werbemarkt und kann sein Umsatzwachstum 2014 im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern (2013: + 2,2 Prozent). Für den Bereich der in Streamings eingebundenen Online-Videowerbung (Instream-Videowerbung) prognostiziert der VPRT einen Anstieg um ca. 22 Prozent auf 244 Millionen Euro. Insgesamt wird für die Umsätze aus Bewegtbildwerbung (linear und nonlinear) ein Anstieg um rund 3,6 Prozent erwartet.

Für die Radiowerbung prognostiziert der VPRT ein Netto-Umsatzplus von ca. 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 750 Millionen Euro (2013: + 3,7 Prozent). Für den Bereich der Instream-Audiowerbung erwartet der VPRT ein Wachstum um 30 Prozent auf über 10 Millionen Euro. Damit wird für die Audiowerbeumsätze insgesamt (linear und nonlinear) mit einem Anstieg der Netto-Werbeumsätze um rund 1,3 Prozent gerechnet.

Die Netto-Werbeumsätze Online/Mobile-Display sollen nach der VPRT-Prognose 2014 um 6 Prozent auf über 1,2 Milliarden Euro wachsen. Für Teleshopping wird mit einem Zuwachs von ca. 4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gerechnet.

Im Pay-TV wird zum Jahresende ein Wachstum von ca. 12 Prozent prognostiziert, für den Paid-Video-on-Demand-Markt von ca. 18 Prozent. Damit wächst der Pay-TV- und Paid-VoD-Markt insgesamt auf einen jährlichen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.

Claus Grewenig (Bild: VPRT)

Claus Grewenig (Bild: VPRT)

Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT: “Bewegbild- und Radioangebote auf allen Wegen sind mit die wichtigsten Säulen der Kreativwirtschaft. Maßgeblicher Refinanzierungsfaktor bleibt die Werbung. Nicht nur für Medien, sondern die gesamte soziale Marktwirtschaft ist essenziell, in diesem Bereich Planungssicherheit zu haben. Produktspezifischen Werbeverboten für legale Produkte, wie sie aktuell vereinzelt in die politische Diskussion getragen werden, sind daher eine klare Absage zu erteilen.”

Frank Giersberg, Leiter Marktentwicklung im VPRT: “Die Umsätze der audiovisuellen Medien wachsen über alle Angebotsformen und Geschäftsmodelle hinweg. Das größte prozentuale Wachstum ist im Bereich der Audio- und Video-Streamingangebote festzustellen, die größten absoluten Zuwächse dagegen im Bereich der linearen Angebote. Damit bleiben die klassischen TV- und Radioangebote weiterhin mit Abstand die umsatzstärksten Segmente.”

Für die Jahre 2015 bis 2020 erwarten die für die VPRT-Prognose befragten Experten einen anhaltenden Audio- und Bewegtbildboom über alle Plattformen, fortschreitende Fragmentierung, weitere Markteintritte und eine zunehmenden Wettbewerbs- und Innovationsdruck.

Prognostizierte Netto-Umsatzentwicklung 2014*
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Radiowerbung            ca. + 1,1 Prozent
Instream-Audiowerbung   ca. + 30,0 Prozent
Fernsehwerbung          ca. + 2,7 Prozent
Instream-Videowerbung   ca. + 22,0 Prozent
Online-Displaywerbung   ca. + 4,4 Prozent
Mobile-Displaywerbung   ca. + 48,0 Prozent
Teleshopping            ca. + 4,0 Prozent
Pay-TV                  ca. + 12,0 Prozent
Paid-Video-on-Demand    ca. + 18,0 Prozent
Paid Audio              ca. + 8,0 Prozent

* Prognosewerte jeweils für den Gesamtmarkt in Deutschland im Gesamtjahr 2014 Quelle: VPRT (Basis: Expertenbefragung, Stand: Oktober 2014)

Die jährlich erscheinende VPRT-Marktprognose basiert auf einer Befragung von Führungskräften deutscher Medienunternehmen. Auswertungsbasis der diesjährigen Prognose sind Rückmeldungen von 55 Unternehmen, die im Befragungszeitraum vom 15. September bis zum 17. Oktober 2014 eingegangen sind.

Quelle: Pressemitteilung des VPRT.

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