Studie zeigt: NDR-Werbemodell macht ARD-Radios nicht arm

Veröffentlicht am 26. Nov. 2013 von unter Pressemeldungen

APR-weissDie Gleichbehandlung aller ARD-Radios bei den Werbemöglichkeiten entsprechend dem „NDR-Modell“ ist dringend geboten, resümiert der APR-Vorsitzende Felix Kovac als Reaktion auf den im Bericht der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) zur wirtschaftlichen Lage im Hörfunkmarkt Berlin-Brandenburg. 

Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung wird dort festgehalten, dass die ländereinheitliche Übernahme der Regelung für den NDR ein sachgerechter erster Schritt ist, um die negativen Auswirkungen der Preispolitik der ARD-Werbung einzudämmen und bestehende Wettbewerbsverzerrungen bei der Werbevermarktung den Boden zu entziehen. Der NDR darf in einem Radioprogramm werktäglich 60 Minuten Werbung senden.

Felix Kovac (APR)

Felix Kovac (APR)

Die von Johannes Kors erstellte Studie der mabb untersucht auch, ob durch den Wegfall von Radiowerbung in den übrigen ARD-Anstalten die Gattung Hörfunk an Attraktivität gegenüber der werbetreibenden Industrie verliert. Die Auswirkungen werden von der Studie als „vernachlässigbar gering“ eingeschätzt. Die Studie kommt vielmehr zum Ergebnis, dass die medienpolitische Entscheidung, den ARD-Hörfunk entsprechend dem „NDR-Modell“ zu regeln, „erhebliche Bedeutung für die ökonomische Nachhaltigkeit des dualen Hörfunksystems in Deutschland“ hat.

Kovac sieht die APR durch die vorliegende Studie bestätigt. Seit langer Zeit fordert die APR, einheitliche bundesweite Vorgaben für die ARD-Radios entsprechend dem norddeutschen Vorbild. „Das NDR-Modell berücksichtigt auch die Interessen der Werbetreibenden, denn es schafft einen verlässlichen Rahmen für die ARD-Radiowerbung, mit dem man in Norddeutschland gut lebt“, hebt Kovac hervor. Auch die in den letzten Tagen bekannt gewordenen Schätzungen, wonach der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch die Umstellung von der Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag in der laufenden Gebührenperiode mehrere 100 Mio. Euro Zusatzeinnahmen verbuchen könne, zeige, dass die Länder ausreichend ökonomischen Handlungsspielraum haben. „Die Reform des Rundfunkstaatsvertrages bei der Radiowerbung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden“, fasst Kovac zusammen.

 

Quelle: Pressemitteilung der APR

 

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