KRONEHIT testet Gleichwelle in Wien

Veröffentlicht am 11. Mai. 2011 von unter Österreich

Um den Empfang im Wiental zu verbessern, führt Krone Hit derzeit Versuche mit sogenannten Gleichwellen durch. Bis Freitag testen die Techniker von Krone Hit unter der Aufsicht der KommAustria auf den Frequenzen 105,8 und 106,0 (Standort Himmelhof) sowohl synchrone als auch asynchrone Gleichwellenausstrahlung.

Da es in Wien kaum noch freie UKW-Frequenzen gibt, will Krone Hit mit dieser, zumindest in Österreich, neuen und sehr aufwändigen Technik auch die letzten unter- oder unversorgten Gebiete in Wien erreichen. In der rund 60 Kilometer entfernten slowakischen Hauptstadt Bratislava sendet Radio Express bereits erfolgreich via Gleichwelle.

Antennenstandort Himmelhof Wien

Antennenstandort Himmelhof Wien

Üblicherweise betreiben Radiostationen benachbarte Senderanlagen auf unterschiedlichen Frequenzen, da es sonst zu Interferenzen, Schwankungen oder gar zur vollständigen Auslöschung des Sendesignals kommen kann. Bei Gleichwellenetzen wird mittels aufwändiger technischer Verfahren verhindert, dass es zu diesen Interferenzen kommt. Das Sendegebiet kann dadurch auf derselben Frequenz erweitert und verdichtet werden. Ob dies auch in Wien gelingen wird, werden die beiden kommenden Tage zeigen.

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Archivierte Kommentare

  1. Matthias Hornsteiner

    12. Mai. 2011

    Ich bin sehr gespannt auf den Gleichwellentest von Kronehit. Allerdings enthält obiger Text einige kleine Fehlerchen. Radio Expres (mit einem “s”!) sendet seit 15.12.2005 vom Standort Bratislava-Kamzik mit 10 kW und hat aus diesem Grund damals die beiden bisherigen Standorte Bratislav-Horsky park und Bratislava-Devinska Nova Ves aufgegeben.

    Es ist übrigens nicht so, daß es in Wien kaum mehr freie Frequenzen gibt (da ist viel mehr frei als in manchen Städten Tirols). Zudem muß ein Gleichwellennetz nicht zwangsläufig teuer und aufwendig sein (das hängt davon ab, was man alles synchronisiert – wenn überhaupt). Und eine vollständige Signalauslöschung kriegt man nur dann zusammen, wenn die beiden Wellenzüge kohärent sind (d.h. eine feste Phasenlage zueinander haben). Das ist aber höchstens dann zu erwarten, wenn beide Sendeanlagen nur wenige Meter oder Dekameter voneinander entfernt sind. So eine Art von Gleichwellennetz ist freilich wenig sinnvoll.

  2. Matthias Hornsteiner

    12. Mai. 2011

    Was ich noch vergaß zu erwähnen: so ganz neu ist die SFN-Technik in Österreich nicht. Im Raum Braunau (Oberösterreich) sendet Life Radio doppelt auf der 106,5 MHz (Handenberg und Adenberg). Es war sogar eine dritte 106,5 angedacht (Standort Unterlindach), die aber bis heute nicht realisiert wurde.
    Interessante SFNs findet man in Amerika, beispielsweise im Raum Salt Lake City, wo es teilweise sogar Sichtkontakt zwischen den einzelnen Sendern gibt.