radio ffn wegen Volksverhetzung angezeigt

Veröffentlicht am 14. Apr. 2011 von unter Deutschland

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen radio ffn wegen Volksverhetzung. Kein Scherz: Der Grund dafür ist ein Osfriesenwitz, den Moderator Timm „Doppel-M“ Busche in „Niedersachsens bester Morningshow mit ffn-Morgenmän Franky“ erzählt hat.

Die Anzeige wurde bei der Osnabrücker Polizei gestellt – natürlich von einem Ostfriesen. Seine Begründung: Durch diesen Witz seien die Ostfriesen als ethnische Minderheit diffamiert worden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

ffn-Morgenteam Franky, Lea und Timm

ffn-Morgenteam Franky, Lea und Timm

 

Weil ffn-Moderatorin Lea Rosenboom aus Aurich stammt, präsentierte Timm „Doppel-M“ Busche jeden Morgen einen neuen Ostfriesenwitz, über den ffn-Morgenmän Franky, Lea und auch die Hörer herzlich lachen konnten. Hier die fünf bisher erzählten Witze:

  • Warum haben Ostfriesen so einen platten Hinterkopf? Weil ihnen beim Wassertrinken immer der Klodeckel auf den Kopf fällt.
  • Wie macht sich ein Ostfriese die Milch warm? Er zündet die Kuh an.
  • Warum können Ostfriesen keine Eiswürfel machen? Die Frau, die das Rezept hatte ist letztes Jahr gestorben.
  • Wie fangen Ostfriesen Fliegen? Sie jagen sie auf den Heuboden und ziehen dann die Leiter weg.
  • Warum haben die Ostfriesen keine U-Boot-Flotte mehr? Ist am Tag der offenen Tür untergegangen.

ffn-Programmdirektorin Ina Tenz: „Randgruppenwitze ecken immer an – vor allem bei den Randgruppen. Mit ein bisschen Humor erträgt sich’s leichter!“

Update vom 18. April 2011

Der ffn-Ostfriesenwitz: Anzeige gegen Timm „Doppel-M“ Busche wurde zurückgezogen!

Die Anzeige gegen ffn-Moderator Timm „Doppel-M“ Busche und radio ffn wegen Volksverhetzung wurde heute gegenüber der Polizei Osnabrück zurückgezogen. Der Anwalt des Anzeigenerstatters, Herr Dr. Jens Grüßing, erklärte in einem persönlichen Schreiben an den Moderator: „Im Namen und im Auftrage meines Mandanten entschuldige ich mich bei Ihnen und werde (…) die Strafanzeige zurücknehmen.“ Der Anzeigenerstatter habe sich „unbedacht dazu hinreißen lassen, die Strafanzeige zu formulieren und abzusenden.“

Dr. Grüßing erklärte weiter: „Witze über vermeintlich dumme und/oder einfältige Ostfriesen werden von diesen bekanntermaßen gelassen genommen, wie auch das weit verbreitete Echo auf diesen Vorgang zeigt. Dem schließe ich mich im Übrigen gemeinsam mit meinem Mandanten an.“

Timm Busche im ffn-Studio

Timm Busche im ffn-Studio

ffn-Moderator Timm „Doppel-M“ Busche, der heute früh in einer Polizei-Arrestzelle schon mal probesitzen durfte, zeigte sich erleichtert: „Ich bin froh, dass ich nun doch nicht als Volksverhetzer abgestempelt wurde!“ Der Stein des Anstoßes war übrigens die Frage, wie ein Ostfriese Milch erwärmt. Die simple und natürlich nicht ernst gemeinte Antwort: Er zündet die Kuh an!

ffn-Programmdirektorin Ina Tenz: „Wir begrüßen die Rücknahme der Anzeige und bedanken uns beim Anzeigenerstatter für seine persönliche Stellungnahme, die das für uns Unerklärliche erklärbar gemacht hat.“

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Archivierte Kommentare

  1. Kerstin Grüttner

    15. Apr. 2011

    Ganz ehrlich? Der jenige der diese Anzeige gemacht hat, macht sich zum Vollhonk. Meine Güte, wenn man sowas ernst nimmt, und kein bischen Humor vertragen kann, dann muss das schon ein ganz armer Mensch sein!!!! Ichfinds unglaublich! Dann dürfte es auch keine Blondinenwitze-MantafahrerWitze ect. geben!!! Ich finds die ganze Aktion mehr als albern!!!!! Daher: mehr Ostfriesenwitze bitte! :-)

  2. hamburgwolfgang

    18. Apr. 2011

    Ich lach mich kaputt. Ostfriesenwitze gibt es doch überhaupt nicht. Es sind alles Tatsachen