Domradio: Abschied vom Astra und Kleinsendern

Veröffentlicht am 27. Mrz. 2018 von unter Deutschland

domradio Logo 2018
Frühjahrsputz beim Kölner Domradio. Getreu einem der neuen Claims „Da ist Halleluja drin“ werden die nächsten Monate für den Sender des Kölner Erzbistuns von Veränderung geprägt sein. Nachdem bereits zum Start des neuen Kichenjahres im letzten Dezember ein grösserer Programmrelaunch vollzogen wurde, geht es jetzt an die Infrastruktur.

In einem Trailer kündigt der Sender zum Ende des Monats den Rückzug von den Astra-Ausstrahlungen an. Zwei angeschlossene Kleinsender will Domradio im Sommer offenbar loswerden. Zum einen soll die Lizenz für den Relaissender Fulda in Hessen zurückgegeben werden. Zum anderen soll das „Studio Nahe“ in Rheinland-Pfalz, das mit eigener Zulassung operiert, als Rahmenprogrammpartner ausscheiden, war zu hören. Dem Großreinemachen fällt wohl der Kleinsender in Pulheim im nordwestlichen Kölner Speckgürtel auf 92 Mhz vorerst nicht zum Opfer.

Blick in das Studio von Domradio

Blick in das Studio von Domradio

Schliesslich wird der Bistumssender im laufenden Jahr sein Standquartier wechseln. Bisher im Domforum direkt gegenüber der Kölner Kathedrale untergebracht, wird die Station auf die Südseite des Doms, ins sog. Kurienhaus am Roncalliplatz, umziehen. Das Domforum wird generalsaniert und ist ein Jahr lang nicht nutzbar. Im Übergangsquartier Kurienhaus sollen die freigewordenen Räumlichkeiten einer ehemaligen Buchhandlung der neue, grössere Standort werden. Dort sei sogar ein gläsernes Studio angedacht, hieß es. Da aber dieses Gebäude im Zuge der Kölner Stadtplanungen für die sog. Historische Mitte am Roncalliplatz mittelfristig abgerissen wird, steht dann ein weiterer Umzug für das Domradio an. Ob es ein Zurück ins Domforum gibt, ist unklar.

domradio Logo 2018

Früher kleingeschrieben, jetzt in Großbuchstaben mit stilisiertem Dom, neues Logo vom DR

Ein Grund für den Rückzug von den Kleinsendern sind die Kosten. Das Bistum Fulda hatte nie vor, sich am Betrieb der Frequenz 99,2 Mhz zu beteiligen. Ein geplanter Ausbau der Frequenz zum eigenständigen, teil-kommerzialisierten Lokalradio kam nie zustande.

Und das, obwohl das Domradio-Programm insgesamt seit dem Relaunch um ein Vielfaches süffiger, flüssiger, aktueller und deshalb vermarktbarer klingt. Nach Wegfall einer stark wort-orientierten Spätmorgen-Schiene ist auch dieser Timeslot durchhörbarer geworden.

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