Über 700 Streaming Media-Angebote in der Schweiz

Veröffentlicht am 29. Aug. 2017 von unter Schweiz

Streaming Media Monitor 2017: BAKOM veröffentlicht Studie zum Schweizer Onlineaudio- und Onlinevideo-Markt

  • Angebote: Das Spektrum ist mit 490 Onlineaudio- und 227 Onlinevideo-Angeboten inhaltlich und sprachlich äusserst vielfältig.
  • Ländervergleich: Die Angebotsdichte pro Einwohner ist in der Schweiz höher als in Deutschland oder Österreich.
  • YouTube-Kanäle: Erfasst wurden 1.042 Channels mit mehr als 500 Abonnenten.
  • Wachstumsprognosen: Die Onlineaudio-Anbieter erwarten ein starkes jährliches Netto-Werbemarktwachstum bis 2019 von 37 Prozent – die Onlinevideo-Anbieter 13 Prozent.

Dies sind Ergebnisse aus dem Streaming Media Monitor 2017 des Schweizer Bundesamtes für Kommunikation BAKOM, der heute bei den Swiss Radio Days 2017 erstmals vorgestellt wurde. Basis der grossangelegten Explorativstudie zum Schweizer Onlineaudio- und Onlinevideo-Markt ist eine Befragung unter allen Anbietern, durchgeführt von der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia.

Grafik: Angebote im Schweizer Streaming Media-Markt 2017

Rund 720 Streaming Media-Angebote von insgesamt 335 Anbietern

Knapp zwei Drittel der 490 Onlineaudio-Angebote (64 Prozent) stammen von klassischen UKW/DAB+-Marken. 22 Prozent aller Webradios senden auch über DAB+,14 Prozent bieten auch Podcasts bzw. Audio-on-Demand-Inhalte an und 6 Prozent zusätzlich Videos. Im Schweizer Onlineaudio-Markt gibt es eine grosse Sprachenvielfalt: 46 Prozent senden in deutscher Sprache, 30 Prozent in Französisch, 17 Prozent in Englisch, rund 4 Prozent in Italienisch.

Die 227 Onlinevideo-Angebote werden von 188 Anbietern betrieben. Mehr als die Hälfte sind Submarken klassischer TV-, Radio- oder Printmarken. Die anderen sind Online-Only-Web-TV-Sender, Corporate TV sowie TV-Streaming-Portale und Mediatheken. Mehr als ein Drittel der Onlinevideo-Angebote (36 Prozent) wird als Livestream bereitgestellt. 64 Prozent senden auf Deutsch, 17 Prozent in Französisch und 14 Prozent in Italienisch. Ein Drittel der Schweizer Onlinevideo-Angebote informieren breit, 16 Prozent haben einen überwiegend regionalen Fokus.

Für den Streaming Media Monitor 2017 wurden zusätzlich insgesamt 1.042 Schweizer YouTube-Channels mit mehr als 500 Abonnenten erfasst.

Anbieter mit Nutzungszahlen zufrieden, mobiler Abruf steigt

Knapp zwei Drittel der Onlineaudio-Anbieter sind mit der Nutzung ihrer Angebote zufrieden oder sehr zufrieden. Stark zunehmen wird nach Anbietermeinung die mobile Nutzung. Auch gehen die Anbieter von einer Verdopplung der durchschnittlichen Nutzungsdauer pro Abruf aus, von heute 80 Minuten auf 150 Minuten im Jahr 2019.

Bei den Onlinevideo-Anbietern ist rund die Hälfte mit der Nutzung zufrieden oder sehr zufrieden. Auch hier sehen die Anbieter eine Zunahme der mobilen Nutzung. Für die durchschnittlichen monatlichen Videoabrufe erwarten die Anbieter bis 2019 ein jährliches Wachstum von mehr als 16 Prozent.

Optimistische Werbeumsatzprognosen

Für den Streaming Media Monitor 2017 wurde auch nach den Werbeprognosen bis 2019 gefragt. Die Onlineaudio-Anbieter, die geantwortet haben, gehen für den Onlineaudio-Bereich von einem starken jährlichen Wachstum des Netto-Werbeumsatzes um durchschnittlich 37 Prozent aus, von 719.000 CHF (2017) auf 1,13 Mio. CHF (2019).

Verhaltener sind die Prognosen der Onlinevideo-Anbieter. Sie sehen für ihren Bereich ein durchschnittliches jährliches Netto-Werbemarktwachstum von 13 Prozent und eine Steigerung von 13 Mio. CHF (2017) auf 16 Mio. CHF ( 2019).

Wachstumsfaktoren und Potenziale

Befragt nach wichtigen Wachstumsfaktoren, ist für 31 Prozent der Onlineaudio-Anbieter die unbegrenzte Nutzung der Audio-Streams der entscheidende Punkt. 20 Prozent sehen Audio-Streaming im Auto als wichtigsten Treiber.

Bei den Onlinevideo-Anbietern sagen 40 Prozent, dass unbegrenztes Streamen das Allerwichtigste für eine positive Marktentwicklung sei. 21 Prozent sehen die weitere Verbreitung von Smartphones als besonders relevant und 19 Prozent die stärkere Verbreitung öffentlichen WLANs.

Quelle: Pressemeldung von Goldmedia

 

Tags:

 

Kommentar hinterlassen