Chris Rea: The Road Ahead

Veröffentlicht am 15. Jul. 2017 von unter Airplay-Tipps, Musik

Neues vom Musikmarkt:  Chris Rea mit “The Road Ahead”

Über die Ankündigung dieses Albums habe ich mich sehr gefreut. Wie alle großen Künstler ging auch Chris Rea seinen eigenen Weg und folgte seinen künstlerischen Visionen. Obwohl in jedem Song seines einzigartigen musikalischen Repertoires die DNA des Rock ’n‘ Roll steckt, hielt ihn die Musikindustrie für einen Außenseiter und er war ihr ein funkelnder Dorn im Auge. Rea ist Künstler und Maler, bekennender Blues- und Motorsportliebhaber, Filmemacher und klassischer Komponist, der von der italienischen Musikszene beeinflusst wurde. Am besten beschreiben wohl die Begriffe „eklektisch“ und „unkonventionell“ den Mann, der weltweit über 30 Millionen Alben verkauft hat, indem er einfach er selbst geblieben ist.

In den letzten Jahren hat Chris Rea die Öffentlichkeit an seinen Leidenschaften teilhaben lassen. So veröffentlichte er die DVD „Santo Spirito“, zwei abendfüllende Filme, für die er selbst das Drehbuch schrieb und Regie führte. Dazu gehören zwei CDs mit dem zugehörigen Soundtrack, das Studioalbum „Blue Guitars“ sowie eine Box von elf CDs mit 137 bluesinspirierten Tracks. Seine eigenen Gemälde fungieren als Albumcover.

2017 widmet Chris Rea jedoch wieder dem, was er am besten kann: er veröffentlicht ein Album voller hinreißender Rockballaden, auf dem seine einzigartige Stimme und sein Songwriter-Talent in Bestform zu hören sind. „Road Songs For Lovers“ kann getrost als sein bisher bestes Album bezeichnet werden.

Chris Rea wurde 1951 in Middlesboro, Yorkshire, geboren und veröffentlichte 1978 sein Debüt “Whatever Happened To Barry Santini”. Der Titel ist ein sarkastischer Seitenhieb auf “Benjamin Santini”, den Künstlernamen, den er auf Wunsch seiner damaligen Plattenfirma unbedingt annehmen sollte. Mit der ersten Single „Fool If You Think It’s Over“ feierte er prompt seinen größten US-Hit.

Der große Durchbruch folgte 1985 mit „Shamrock Diaries“. Mit den Singles „Stainby Girls“ (ein Song über ein verlassenes Dörfchen nahe Middlesboro) sowie „Josephine“ rannte er beim britischen Publikum offene Türen ein. Die nachfolgenden Alben „On The Beach“ und „Dancing With Strangers“ wurden mit Platin ausgezeichnet. Letzteres hielt sich hartnäckig auf Platz zwei der Charts – direkt hinter Michael Jacksons „Bad“.

„The Road To Hell“ (1989) und „Auberge” (1991) avancierten zu seinen ersten Nummer-Eins-Alben in Großbritannien. Auch „God’s Great Banana Skin“ (1992), „Espresso Logic“ (1993) und „The Blue Café“ (1998) enterten mühelos die Top Ten. 1999 veröffentlichte Rea das Electronica-Album „The Road To Hell: Part 2“.

Es ist bereits eine Weile her, dass Rea etwas „mainstreamiges“ veröffentlicht hat. Die gute Nachricht ist: „Road Songs For Lovers“ ist Reas bislang bestes Album. Er nahm es mit seiner Band in den Metropolis Studios in London auf, nicht, wie sonst alleine in seinem Heimstudio. Es zeigt seine Leidenschaft für Bewegung und das Reisen. Songs wie die erste Single „The Road Ahead“, „Happy On The Road“, „Last Train“ und der Titeltrack machen deutlich, dass wir uns in unserem Leben konstant bewegen. Die Tracks sind der passende Soundtrack dazu.

Reas einzigartiger warmer und charakteristischer Sound ist uneingeschränkt auf dem kompletten Album zu hören. Auf „Angel Of Love“ nähert er sich dem Thema „Größe“ an: „I’m the king of the highway code/I need a slow song so I can dance in your heart/ everybody got their tales of woe/everybody got their cross to bear/I’m a restless soul in a traveller’s tale“ singt er freundlich und erinnert den Zuhörer daran, wie wunderschön seine Stimme bisweilen klingen kann. Der Song ist einer der bewegendsten Stücke auf der Platte, doch seine herzzerreißende Natur wirkt dabei niemals deplatziert.

Reas einzigartiger warmer und charakteristischer Sound ist uneingeschränkt auf dem kompletten Album zu hören. Auf „Angel Of Love“ nähert er sich dem Thema „Größe“ an: „I’m the king of the highway code/I need a slow song so I can dance in your heart/ everybody got their tales of woe/everybody got their cross to bear/I’m a restless soul in a traveller’s tale“ singt er freundlich und erinnert den Zuhörer daran, wie wunderschön seine Stimme bisweilen klingen kann. Der Song ist einer der bewegendsten Stücke auf der Platte, doch seine herzzerreißende Natur wirkt dabei niemals deplatziert.

Michael Schmich

TOURTERMINE

13.10.17 Erfurt, Messe
15.10.17 Düsseldorf, Mitsubishi-Electric-Halle
17.10.17 Leipzig, Arena
18.10.17 Dresden, Kulturpalast
20.10.17 Frankfurt, Jahrhunderthalle
22.10.17 Mannheim, Rosengarten
24.10.17 Stuttgart, Liederhalle
26.10.17 Dortmund, Westfalenhalle
28.10.17 Hannover, Kuppelsaal
29.10.17 Hamburg, Mehr!Theater
30.10.17 Berlin, Tempodrom
01.11.17 München, Philharmonie

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15.10.17 Düsseldorf, Mitsubishi-Electric-Halle
17.10.17 Leipzig, Arena
18.10.17 Dresden, Kulturpalast
20.10.17 Frankfurt, Jahrhunderthalle
22.10.17 Mannheim, Rosengarten
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