Big Ball Productions: Neue Audiodesign-Firma gegründet

Veröffentlicht am 21. Apr. 2017 von unter Jingles

(Bild: ©Big Ball Productions)

(Bild: ©Big Ball Productions)

Während der Radiodays Europe in Amsterdam fiel uns neben vielen bekannten Jingle-Produktionshäusern auch eine brandneue Audiodesign-Firma ins Auge. Big Ball Productions nennt sie sich und überraschte uns gleich mit bekannten Namen. Zum einen gehört Chris Clouten, Sohn von Radioberater Wayne Clouten (BP&R), zum Firmengründer wie auch Ulrich Weichler von Audiowerk Berlin.

Big Ball Productions hat Studios in Brisbane (Australien), Berlin und London, wie uns Geschäftsführer Chris Clouten während des Kongresses verriet. Er begann als Musiker, beherrscht viele Instrumente und arbeitete später im Radiobusiness auf zwei Kontinenten in strategischen und und kreative Bereichen. Seine Vision in der Audioproduktion des 21. Jahrhunderts: „Heute haben neue Instrumente, Controller und Software die Art Musik zu machen drastisch verändert. Alles ist viel interaktiver und direkter im Zugriff. Melodien werden heute ganz anders entworfen als vorher auf der Gitarre oder dem Keyboard. Selbst auf einem Tablet oder Smartphone kann man schon ganze Songs herstellen.“

(Bild: ©Ulrich Köring)

(Bild: ©Ulrich Köring)

Auf die Frage, ob Big Ball Productions die Jingles nun schon am Smartphone produzieren können, warf Ulrich Weichler ein: „Warum nicht? Vereinzelt wäre das sogar möglich. Aber mindestens holen wir uns auch da Ideen her. Außerdem habe ich auch schon auf dem iPad Musikbetten gemacht.“

Ulrich Weichler betreibt seit … Audiowerk Berlin und hat bereits für zahlreiche deutsche Radiosender Jingles und Verpackungen produziert (u.a. für …). Er war u.a. Produktionsleiter bei Radio NRW und stellv. Programmchef beim Berliner Rundfunk 91.4.

Die Frage ist jetzt nur, wie sich Big Ball Productions denn von den anderen Marktteilnehmern unterscheidet will: „Was bei uns wirklich anders ist: Wir arbeiten in Berlin z.B. mit sehr guten DJs zusammen. Bei einem CHR Jingle-Projekt ist es mittlerweile bei uns selbstverständlich, dass ein DJ die Planung und Produktion kontinuierlich begleitet“, so Chris Clouten gegenüber RADIOSZENE. „DJs haben zum Publikum – also dem potentiellen Hörer – einen sehr engen Kontakt und somit ein direktes Feedback zu der Musik, die sie spielen. Sie wissen genau, was zu welcher Stimmungslage passt und ob die Hörer die Musik mögen“, ergänzt Ulrich Weichler.

(Bild: ©Ulrich Köring)

(Bild: ©Ulrich Köring)

Chris Clouten hielt sich auch mit Kritik an den derzeitigen Jingles im Radio nicht zurück: „Viele Jinglepakete klingen immer gleich oder ähnlich, neue Impulse sind nur sehr selten zu hören. Teilweise erkennt man schon an der Machart, wer die Produzenten sind. Unsere Herangehensweise ist ganz anders.“ Wie anders, erklärte Ulrich Weichler ganz einfach so: „Unsere Producer und Programmer sind teilweise erst gerade 20 Jahre alt. Frische Ideen für frische Jingles.“

Die frischen Ideen müssen aber natürlich auch zum Sender passen: Chris Clouten: „Wir beziehen den Sender auf Wunsch in den Entwicklungsprozess ein. Wir bieten Workshops vor Ort beim Sender an, kommen wir mit einem mobilen Studio in den Sender und testen oder bauen zusammen z.B. Grooves, positionieren auch Instrumente, Sprache oder Gesang.“ – „Die meisten Instrumente werden bei uns live eingespielt. Ob Drums, Bass, Gitarre oder auch Finger Trap. Man hört und fühlt den Unterschied. So klingen Jingles von heute.“ fügte Ulrich Weichler noch.

Mehr über Big Ball Productions ist auf ihrer Homepage nachzulesen bzw. nachzuholen: www.bigballproductions.com.

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